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Winterharter Feigenbaum: Sorten, Pflege & Überwinterung

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Feigenbäume gelten als frostempfindlich, doch einige Sorten gedeihen auch in Mitteleuropa im Freiland. Dieser Artikel stellt winterharte Feigensorten vor und gibt Tipps zum Standort, zur Überwinterung im Topf und zur Kultivierung im Haus.

Feigenbaum winterhart

Sind Feigenbäume winterhart?

Feigenbäume sind meist frostempfindlich, doch es gibt einige Sorten, die in milderen Regionen Mitteleuropas im Freiland überwintern können. Zu diesen Sorten gehören:

  • ‚Brown Turkey‘: Verträgt Temperaturen bis minus 15 Grad Celsius und gilt als besonders robust.
  • ‚Dalmatie‘: Beliebte und bis zu minus 12 Grad Celsius winterharte Sorte.
  • ‚Desert King‘: Widersteht Temperaturen bis zu minus 10 Grad Celsius für mehrere Wochen.
  • ‚Lussheim‘: Bekannt für extreme Winterhärte und gutes Gedeihen in geschützten Lagen.
  • ‚Madeleine des deux Saisons‘: Sehr winterhart bis minus 20 Grad Celsius und trägt fast jedes Jahr zweimal Früchte.
  • ‚Negronne‘: Kann kurzzeitig Temperaturen bis zu minus 10 Grad Celsius überstehen, benötigt aber Winterschutz für junge Bäume.
  • ‚Ronde de Bordeaux‘: Toleriert Temperaturen von unter minus 15 Grad Celsius für kurze Zeit.

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In Regionen mit strengeren Wintern ist es ratsam, Feigenbäume in Töpfe zu pflanzen und sie während der kalten Jahreszeit geschützt zu überwintern.

Winterharte Feigenbaum-Sorten

  • ‚Brown Turkey‘: Dieser robuste Feigenbaum wird zwischen vier und sechs Meter hoch und hat drei- bis fünflappige Blätter. Er bildet birnenförmige Früchte und ist bis zu minus 15 Grad Celsius winterhart. Nach strengen Wintern erholt er sich gut.
  • ‚Dalmatie‘: Eine in Mitteleuropa beliebte Sorte, die bis zu zwei Meter hoch und breit wird. Sie hat grüne, birnenförmige Früchte und eignet sich gut für kleinere Gärten oder Kübel. Winterhart bis etwa minus 12 Grad Celsius.
  • ‚Desert King‘: Diese San-Pedro-Feige aus Kalifornien trägt lang gestielte, hellgrüne Früchte und hält Temperaturen bis zu minus 10 Grad Celsius aus.
  • ‚Lussheim‘: Besonders robuste und schnell wachsende Sorte. Sie wird bis zu fünf Meter hoch und vier Meter breit und hat tief eingeschnittene, langstielige Früchte. Besonders winterhart.
  • ‚Madeleine des deux Saisons‘: Eine sehr winterharte Sorte, die fast jedes Jahr zweimal Früchte trägt. Die goldgelben bis braunen Früchte mit dunkelroten Längsstreifen sind charakteristisch und sie hält Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius aus.
  • ‚Negronne‘: Diese alte Sorte bildet nach langen Wintern als eine der letzten Früchte und ist kurzzeitig bis minus 10 Grad Celsius winterhart. Junge Bäume benötigen Winterschutz.
  • ‚Ronde de Bordeaux‘: Eine traditionelle französische Sorte, die kurzzeitig Temperaturen unter minus 15 Grad Celsius verträgt. Bildet aromatische, fast schwarze, tropfenförmige Früchte.

Winterharte Feigenbaum-Sorten für den Topf

Für die Kultivierung im Topf eignen sich die folgenden winterharten Sorten besonders gut:

  • ‚Dauphine‘: Eine geringe Wuchsform, die dennoch gute Erträge liefert und geschützte Standorte bevorzugt.
  • ‚Longue de Aout‘: Bekannt als ‚Bananenfeige‘ und sehr ertragreich mit gelb gefärbten Früchten.
  • ‚Madeleine des deux Saisons‘: Dank ihres schwachen Wuchses optimal für die Topfkultur.
  • ‚Negronne‘: Kompakt mit wohlschmeckenden Früchten, benötigt jedoch Schutz vor starkem Frost.
  • ‚Osborn Prolific‘: Langsam wachsende Sorte, die auch bei weniger Licht und kühleren Sommern Früchte trägt.

Winterharte Feigenbaum-Sorten für drinnen

Auch als Zimmerpflanzen können Feigen gepflegt werden. Neben der Echten Feige gibt es zahlreiche Ficus-Arten, die perfekt für eine Kultivierung im Haus geeignet sind:

  • Birkenfeige (Ficus benjamina): Sehr beliebt in Wohnzimmern und Büros, pflegeleicht.
  • Banyan-Feige (Ficus benghalensis): Auch Bengalische Feige genannt, stammt aus Südasien.
  • Geigenfeige (Ficus lyrata): Großblättrige Feigenart aus Südostasien mit ausladendem Wuchs.
  • Gummibaum (Ficus elastica): Eine der beliebtesten Zimmerpflanzen, pflegeleicht und mit großen, spitz zulaufenden Blättern.

Standort für winterharte Feigenbäume

Ein sonniger und geschützter Standort ist für winterharte Feigenbäume unentbehrlich. Ideal sind:

  • Südseite eines Hauses: Im Sommer warm, im Winter gibt das Gebäude Wärme ab.
  • Sonnige Innenhöfe: Günstiges Mikroklima unterstützt das Wachstum.
  • Hanglagen: Schnell abfließende Kaltluft im Winter.
  • Nähe zu Fließgewässern: Vorzugsweise an selten zufrierenden Bächen oder Flüssen.

Ein optimaler Standort erhöht die Winterhärte der Feigenbäume erheblich.

Überwintern von Feigenbäumen im Topf

In milden Regionen können Feigenbäume im Topf draußen überwintern, sofern sie gut geschützt werden. Folgende Maßnahmen sind hilfreich:

  1. Den Topf an eine überdachte Hauswand oder in einen Carport stellen.
  2. Wurzelballen mit Laub, Tannenzweigen oder einer Kokosmatte umwickeln.
  3. Krone mit Wintervlies bedecken.

Alternativ können Sie Ihren Feigenbaum an einen frostfreien Standort wie einen Wintergarten oder einen kühlen Raum bringen:

  1. Temperatur zwischen 5 und 10 Grad Celsius halten.
  2. Ort muss nicht hell sein, da Feigenbäume ihre Blätter im Herbst abwerfen.
  3. Während der Wintermonate weder gießen noch düngen, um Staunässe und Wurzelschäden zu vermeiden.
Bilder: micheldenijs / iStockphoto