Frostharte Feigenbäume trotzen rauen Wintern

Die Heimat der Feige liegt in den warmen Regionen des Mittelmeers, wo die Gehölze nahezu überall gedeihen. Durch winterharte Nachzuchten können Feigenbäume auch in unseren Breiten kultiviert werden. Bei guter Pflege und an einem geschützten Standort bilden diese Feigen auch in Deutschland viele aromatische Früchte, die den herbstlichen Speiseplan mit ihrem einzigartigen Aroma bereichern.

Feigenbaum winterhart

Frostharte Feigenbäume

Nicht alle Feigenbäume überstehen Minustemperaturen gleichermaßen gut. Besonders bewährt haben sich unter anderem die Sorten:

  • Negronne
  • Violetta
  • Brown Turkey
  • Brunswick
  • Pfälzer Fruchtfeige

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Wie gut die Feige an das Klima in Deutschland angepasst ist, können Sie der Pflanzenbeschreibung entnehmen. Sorten, die winterfest sind, tolerieren Temperaturen bis zu minus 15 Grad und frieren auch dann nicht komplett herunter, wenn diese kurzzeitig noch weiter fallen.

Blatt und Frucht geben Aufschluss darüber, wie frosthart die Feige ist

Sofern möglich betrachten Sie beim Kauf die Blätter des Feigenbaums genau. Feigensorten mit grünen oder gelben Früchten und weniger tief gelappten Blättern gelten als winterhärter.

Gedeihen diese Feigen in allen Regionen?

Wie gut die frostharte Feige durch den Winter kommt, hängt nicht nur von der Wahl der richtigen Sorte ab. Auch der richtige Standort, die Bodenbeschaffenheit und die Winderverhältnisse sind mitverantwortlich dafür, wie winterfest der Feigenbaum ist.

Wann frieren Feigen zurück?

Abhängig von der Robustheit der winterharten Feige frieren die Äste ab einer Temperatur von minus 10 bis minus 15 Grad zurück. Zunächst leiden die nicht vollständig ausgereiften Triebe; in sehr frostigen Wintern kann der Feigenbaum aber auch komplett zurückfrieren.

Dies ist noch kein Grund zur Sorge. Häufig treiben die Gehölze im Frühjahr aus dem Wurzelballen neu aus. Sofern dieser Austrieb oberhalb der Veredelungsstelle sitzt, setzt die Feige im übernächsten Jahr auch wieder Früchte an. Im Jahr nach dem strengen Frost müssen Sie leider auf die Ernte verzichten, da die Feige ausschließlich am einjährigen Holz trägt.

Wind- und Frostschutz

Es ist empfehlenswert, auch einer als frosthart geltenden Feige ausreichenden Wind- und Frostschutz zu geben. Mulchen Sie die Baumscheibe mit einer dicken Laubschicht. Diese verhindert das tiefe Frieren und Austrocknen des Bodens. Schützen Sie das Gehölz zusätzlich mit Stroh- oder Vliesmatten.

Kübelfeigen im Haus überwintern

In Gegenden mit sehr rauem Klima empfiehlt es sich, auch als frosthart geltende Feigensorten im Kübel zu kultivieren. Räumen Sie die Pflanzen möglichst spät in ihr Winterquartier, denn so bleiben Sie gesünder und Schädlinge haben kaum eine Chance. Da die Feige ihr Laub im Herbst abwirft, kann Sie an einem abgedunkelten und frostfreien Platz überwintert werden. Ideal sind Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Steht Ihnen kein geeigneter Ort zur Verfügung, können Sie die Feige während der kalten Jahreszeit in der Wohnung oder im Wintergarten pflegen.

Tipps & Tricks

Beim Winterschutz müssen Sie Fingerspitzengefühl beweisen. In warmen Weinbauregionen kann zu viel Schutz den Pflanzen schaden, da diese in Wärmeperioden frühzeitig austreiben. Sinken die Temperaturen nochmals unter Null erfrieren die frischen Triebe. Um dies zu vermeiden ist es empfehlenswert, den Stamm und die dicken Äste der frostharten Feige zu kalken.

SKb

Text: Sabine Kerschbaumer

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