Die Feige: Mittelgroßes Gehölz mit faszinierendem Wuchs

Die natürliche Heimat der Feige ist der Orient, wo die zur Familie der Maulbeergewächse gehörende Feige seit Jahrtausenden kultiviert wird. Ihr Früchte galten im alten Ägypten als Heilmittel und unter einem Feigenbaum wurden Romulus und Remus gesäugt. Im Mittelmeerraum ist die Feige verwildert und wächst nahezu überall. In Region mit mildem Klima, beispielsweise in den Weinbauregionen, gedeiht die Feige auch nördlich der Alpen. Ihr Wach stum ist hier, bedingt durch die kühlen Winter, verlangsamt und sie trägt nur einmal im Jahr Früchte.

Feigenbaum Größe

Weit ausladende Krone

Die Feige bildet ein breites Astgerüst und wächst zunächst als kleiner Strauch, in späteren Jahren als Baum mit kurzem, gedrungenen Stamm. Sie erreicht in ihren Heimatländern eine Wuchshöhe von drei bis zehn Metern. Bei älteren Feigen ist die Krone weit ausladend und in etwa so breit wie die Feige hoch ist. Charakteristisch für diese Gehölze, die bis zu 90 Jahre alt werden können, ist der bizarr geformte Stamm. Knorrig und in sich gedreht verleiht er dem Baum eine faszinierende Optik.

Feigenbäume: Attraktiver Schmuck für kleine Gärten

In unseren heimischen Gärten erreichen Feigenbäume durch die raueren Winter nur an günstigen Standorten eine Wuchshöhe von über drei Metern. Fühlt sich die Feige an ihrem Platz wohl und friert durch Fröste wenig zurück, kann sie ohne Weiteres bis zu fünf Meter hoch und breit werden.

Schön geformte Blätter

Die festen und ledrig-harten Blätter der Feige erreichen eine Länge und Breite von bis zu dreißig Zentimetern. Durch ihre drei- bis fünf Lappen ähneln sie in ihrer Form einer Hand. Die Oberseite ist dunkelgrün und mit einem haarigen Flor überzogen. Die Unterseite ist deutlich heller und nur auf den Blattnerven fein behaart.

Regelmäßiger Schnitt bremst das Wachs tum

Da Feigen sehr schnittverträglich sind, lassen sie sich auch in kleinen Gärten oder in einem räumlich begrenzten Hinterhof kultivieren. Durch den Schnitt bauen Sie offene Büsche oder kleine Gehölze auf, die sich in ihrer Form und Größe gut in den Garten einfügen. Alternativ kann die Feige als Spalierobst gezogen werden. Sie bewächst bei guter Pflege und regelmäßigem Formschnitt ganze Hauswände und ziert.

Tipps & Tricks

Feigen im Kübel wachsen deutlich langsamer. Um das in der Breite ausufernde Wachs tum einer Feige zu bremsen können Sie diese in kleinen Gärten mitsamt dem Kübel einsenken.

SKb

Text: Sabine Kerschbaumer

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