Feigenbaum-Schädlinge wirkungsvoll bekämpfen

Fühlt sich die Feige an ihrem Standort wohl, wird sie nur selten von Schädlingen befallen und erweist sich als außerordentlich robust. Bei Kübelpflanzen ist die wirkungsvollste Vorbeugung, die Pflanze nach den ersten Frösten ins Freiland zu verbringen. Ziehen Sie die Pflanze im Herbst erst dann ins Winterlager um, wenn die Temperaturen dauerhaft unter den Nullpunkt sinken.

Feigenbaum Schaedlinge

Die am häufigsten vorkommenden Feigenbaum-Schädlinge:

  • Feigenblattmotte
  • Spinnmilben
  • Schildläuse
  • Blattsauger

Die Feigenblattmotte

2006 wurde die kleine Feigenblattmotte erstmalig am Kaiserstuhl gesichtet und ist in den letzten Jahren auf vielen Feigenbäumen zu finden. Die gelb-schwarz gepunkteten Raupen ernähren sich von den Blättern der Feige und verursachen Fraßschäden auf der Oberseite einzelner Blattlappen. Zum Schutz und zur Verpuppung rollt die Larve die Blattränder der Feige ein und schützt diese mit einem Gespinst aus Seidenfäden. Das Schadinsekt verursacht neben Fraßstellen Verkrümmungen und Verfärbungen des Laubes.

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Wirksame Mittel

Bei kleineren Bäumen können Sie die Schmetterlingsraupen und Puppen absammeln und diese vernichten. Der Fachhandel führt geeignete Spritzmittel, mit denen Sie die Raupen auf größeren Bäumen wirkungsvoll bekämpfen können.

Spinnmilben

Spinnmilben sind ein häufiges Problem in trockenen Sommern oder bei trockener Luft im Winterquartier. Die kleinen Spinnentierchen treten häufig invasionsartig auf und schädgien die Feige massiv. Bevorzugt an den Knospen der Blätter finden sich feine weiße Gespinste, in denen Sie die winzigen Milben erkennen können. Die Tiere ernähren sich von den Blattsäften, sodass das Blatt in seinem Wachstum gehemmt wird. Häufig wirft die befallene Feige viele Blätter ab.

Bekämpfung

Die Milben sterben bei hoher Luftfeuchtigkeit ab. Über kleine Feigenbäume können Sie für einige Tage eine durchsichtige Plastiktüte stülpen, durch die ein künstliches Gewächshausklima erzeugt wird. Bei leichten Befällen genügt in vielen Fällen dieses schonende Mittel. Um massive Schäden an größeren Feigen zu verhindern, sollten Sie diese mit einem geeigneten Insektizid behandeln.

Schildläuse

Schildläuse treten häufig bei zu warmer Überwinterung oder Überdüngung auf. Die kleinen gelben, weißen oder bräunlichen Tiere sind durch einen stabilen Chitinpanzer geschützt und saugen die Blattsäfte aus den Ästen und Blättern der Feige. Sie scheiden Honigtau aus, auf dem sich die Pflanze ebenfalls schädigende Pilze ansiedeln können.

Maßnahmen

Isolieren Sie die Feige von anderen Pflanzen und sammeln Sie die Schädlinge gründlich ab. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Besprühen der Feige. Spritzen Sie die Pflanze mehrmals mit einer Spiritus-Schmierseifenlösung ein. Alternativ können Sie Pflanzenschutz-Stäbchen oder ein geeignetes Insektizid einsetzen.

Tipps & Tricks

Spiritus-Schmierseifenlösung ist ein günstiges und umweltfreundliches Spritzmittel, mit dem Sie viele Schadinsekten wirkungsvoll bekämpfen können. Mischen Sie einen Esslöffel flüssige Schmierseife (36,41€ bei Amazon*) mit einem Esslöffel Spiritus und geben Sie die Mischung in eine, mit einem Liter Wasser gefüllte Sprühflasche. Besprühen Sie alle Stellen der Pflanze im Abstand von einigen Tagen gründlich.

SKb

Text: Sabine Kerschbaumer

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