Welche Blumenbeete sollte man düngen – und welche eher nicht?
Doch Vorsicht: Nicht jedes Blumenbeet sollte tatsächlich gedüngt werden. Manche Stauden – etwa mediterrane Pflanzen – vertragen oftmals keine zusätzliche Versorgung mit Nährstoffen, da sie an karge Lebensumstände gewöhnt sind. Sie könnten einfach mit dem Überangebot nicht umgehen. Auch Blumenbeete auf nährstoffreichen Böden müssen nicht unbedingt gedüngt werden – eine Überdüngung schadet auch in diesem Fall eher als dass sie nützt. Bevor Sie also zum Düngemittel greifen, erkundigen Sie sich zunächst über den tatsächlichen Nährstoffbedarf der Stauden – und lassen bestenfalls noch eine Bodenanalyse durchführen. Diese kostet nicht viel Geld, gibt Ihnen aber wichtige Hinweise hinsichtlich der Bodenzusammensetzung und des Düngebedarfs in Ihrem Garten.
Organische Düngung bevorzugen
Ohnehin kann eine Überversorgung schwere Schäden anrichten, weshalb Zurückhaltung zumindest in der Verwendung von künstlichen Düngemitteln angesagt ist. Diese sollten immer exakt nach Herstelleranweisung verabreicht werden. Mit der Verwendung organischer Düngemittel ist eine Überdüngung dagegen so gut wie ausgeschlossen, da sie die Nährstoffe aus Stallmist, Kompost & Co. nicht alle auf einmal, sondern langsam abgeben. Insbesondere reifer Kompost in Verbindung mit Hornspänen ist im Garten ein echter Allrounder – mal abgesehen davon, dass Sie mit der Verwendung organischer Dünger den natürlichen Nährstoffkreislauf unterstützen.
Spurenelemente sind wichtig
Neben den wichtigsten Mineralstoffen Stickstoff, Phosphor und Kalium – den Hauptbestandteilen eines jeden Düngemittels – brauchen die Pflanzen auch wichtige Spurenelemente, ohne dies es schnell zu Mangelerscheinungen kommen kann. Eisen, Magnesium, Kupfer, Calcium u. a. tragen zu einem gesunden Pflanzenwachstum und einer üppigen Blüte bei. Um die Pflanzen in Ihrem Blumenbeet ausreichend zu versorgen, können Sie im Frühjahr Urgesteinsmehl (22,00€ bei Amazon*) ausbringen. Allerdings eignet sich diese Kur nur für kalkverträgliche Pflanzen.
Vor dem Mulchen das Düngen nicht vergessen
In vielen Blumenbeeten wird Rindenmulch ausgebracht. Leider bindet das Material durch seine Zersetzungsprozesse wichtige Nährstoffe, vor allem Stickstoff, was wiederum das Wachstum und die Blüte der Stauden behindern kann. Um das zu vermeiden, bringen Sie vor dem Mulchen großflächig Hornspäne aus und arbeiten diese leicht in den Boden ein. Der organische Dünger gibt den Stickstoff erst nach und nach ab, so dass Engpässe in der Versorgung vermieden werden.
Tipp
Wenn Sie mit Blaukorn und anderen Volldüngern düngen, verwenden Sie diese sparsam – und stoppen bei mehrjährigen Stauden die Düngung bereits im Juli. Anderenfalls können die Pflanzen nicht rechtzeitig vor dem Winter ausreifen und werden so empfindlicher gegen Frost.