Blasenstrauch vermehren – zwei Wege zu neuen Exemplaren

Der Blasenstrauch erwartet nur wenig von seinem Besitzer. Um so überschwänglicher sind seine eigenen Gaben. Er blüht verschwenderisch und schmückt sich anschließend mit dekorativen Hülsen. So ein Gewächs ist mehrfach willkommen. So vermehren Sie ihn.

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Der Blasenstrauch lässt sich gut über Samen vermehren

Methoden der Vermehrung

Ist die Vermehrungslust entfacht, muss nur noch der beste Weg zu einem neuen Blasenstrauch gewählt werden. Gleich zwei Erfolg versprechende Methoden bieten sich an:

  • Vermehrung durch Aussaat
  • Vermehrung durch Stecklinge

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Vermehrung durch Aussaat

Aus kleinen Samen große Sträucher ziehen, ist nur etwas für geduldige Gärtner. Wenn Sie sich selbst dazu zählen, dann nichts wie ran an die Herausforderung. Der ideale Zeitpunkt für den Start ist das Frühjahr.

  1. Kaufen Sie Samen im Fachhandel oder sammeln Sie sie im Herbst von einem bereits vorhandenen Strauch.
  2. Füllen Sie kleine Töpfe mit Anzuchterde.
  3. Stecken Sie pro Topf 1-2 Samen etwa 1 cm tief in die Erde.
  4. Feuchten Sie die Erde mit einer Sprühflasche an. Sie sollte jedoch nicht zu nass werden.
  5. Stellen Sie die Töpfchen an einem halbschattigen Platz mit 20 bis 25 °C.
  6. Warten Sie ab, dass die Samen innerhalb von 1-3 Wochen keimen. Halten Sie dabei die Erde durchgehend feucht.
  7. Wenn die Pflänzchen ca. 5 cm hoch sind, sollte nur noch ein kräftiges Exemplar pro Topf bleiben. Rupfen Sie die schwachen Pflänzchen raus.
  8. Pflanzen Sie den Blasenstrauch ins Beet, sobald er seinen Topf durchwurzelt hat.

Vermehrung durch Stecklinge

Ein großer Strauch kann gut für die vegetative Vermehrung genutzt werden. Denn es schadet ihm nicht, wenn er ein paar Triebe als Stecklinge hergibt. Mit dem Schneiden sollten Sie jedoch bis zum Spätsommer warten. Dann sind die Erfolgsaussichten für diese Vermehrungsmethode am höchsten.

  • halbverholzte Triebe schneiden
  • ca. 10-15 cm lang
  • die unteren Hälfte des Stecklings entlauben
  • magere Anzuchterde verwenden
  • pro Topf kommt ein Steckling
  • durchsichtige Plastiktüte darüber stülpen
  • Erde durchgehend feucht halten
  • halbschattig und warm aufstellen

Junge Pflänzchen pflegen

Frischer Austrieb ist ein Zeichen, dass der Steckling Wurzeln gebildet hat. Jetzt kann die Plastiktüte entfernt werden. Der kleine Blasenstrauch darf
ab da auch stundenweise die Sonne genießen. Er wird aber erst im nächsten Frühjahr ausgepflanzt. Den ersten Winter muss der Blasenstrauch bei Temperaturen von 0 bis 5 °C verbringen. Während dessen bekommt er gelegentlich etwas Wasser.

Tipps

Falls zwischenzeitlich erforderlich, kann die Jungpflanze einen größeren Topf bekommen. Eine Mischung aus gleichen Teilen Einheitserde, Sand und Perlite (12,00€ bei Amazon*) ist optimal.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Charlotte Bleijenberg/Shutterstock
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