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Der Schneeglöckchenbaum ist eine schöne Option für kleine Gärten

Schöne Bäume für den Garten

Schöne Gartenbäume gibt es viele - die früher vor allem wegen ihrer symbolischen Bedeutung gepflanzt wurden. So stand die Eiche für Eigenschaften wie Wahrhaftigkeit und Stärke, die Linde für Gerechtigkeit und Liebe, Ginkgo und Kiefer stehen für ein langes Leben, die Kirsche für Lebensfreude und Birken sollten früher böse Geister vertreiben. Heute werden Bäume allerdings eher aus anderen Gründen gepflanzt, beispielsweise als Schattenspender für den Sitzplatz im Garten, als gestalterisches Element oder einfach, weil er dem Gartenbesitzer so gefällt.

Tipps für die Auswahl und Gartengestaltung

Allerdings sollten Sie Ihren Gartenbaum nicht nur nach Kriterien wie Schönheit und persönlichen Geschmack auswählen, denn dann dürfte in einigen Jahren eine böse Überraschung auf Sie lauern: Bäume brauchen einen für sie passenden Standort, damit sie gesund wachsen und gedeihen können, außerdem je nach Art und Sorte mehr oder weniger Platz. Für kleine Gärten sollten Sie also nicht unbedingt einen Kirschbaum, eine Eiche oder eine Fichte aussuchen. Hier haben Sie die Wahl zwischen vielen kleinwüchsigen oder schmalen Sorten, die nicht jeglichen Platz zu sprengen drohen und daher irgendwann gekürzt oder gar gefällt werden müssen.

Laubbäume

Wer einen Laubbaum pflanzen möchte, kann zwischen unzähligen Arten und Sorten wählen. Nicht nur schön, sondern auch zum Vernaschen sind Obstbäume. Diese gibt es in verschiedenen Größen und Wuchsformen, so dass sich für jeden Garten der passende Apfel- oder Kirschbaum findet. Aber auch unter den Ziergehölzen ist die Auswahl groß.

Laubbäume für große Gärten

Wer viel Platz hat, kann natürlich einen imposanten Laubbaum in seinen Garten setzen. Der Walnussbaum (Juglans regia) ist ein solcher Baum, der bis zu 30 Meter hoch werden kann und eine sehr breite, ausladende Krone entwickelt. In früheren Zeiten war die Art ein beliebter, schattenspendender Hofbaum. Auch eine Linde (Tilia), Buche (Fagus), ein Ahorn (Acer), eine Birke (Betula) oder eine Kastanie (Aesculus) beeindrucken. Von den einzelnen Arten gibt es verschiedene Formen, die für Abwechslung sorgen – beispielsweise durch eine besondere Blüten- oder Rindenfarbe.

Laubbäume für kleine Gärten

Heutzutage sind die meisten Gärten allerdings recht klein, so dass ein riesiger Laubbaum nicht hineinpasst – zumal die meisten Menschen direkt nebenan Nachbarn haben, denen ein solch imposanter Gartenschmuck aufgrund des Schattenwurfs oftmals nicht gefällt. In kleine Gärten passen gut Zwergobst- oder Zierobstarten hinein, die zudem im Frühjahr mit ihrer verschwenderischen weißen oder rosafarbenen Blütenpracht begeistern. Aber auch Kleinbäume wie beispielsweise die Manna-Esche (Fraxinus ornus), Magnolie (Magnolia), Schneeglöckchenbaum (Halesia carolina) oder Zaubernuss (Hamamelis intermedia) werden vor allem wegen ihrer wunderschönen Blüten gepflanzt.

Nadelbäume

Im Gegensatz zu vielen Laubbäumen sind Nadelbäume, mit Ausnahme der Lärche, immergrün. Ihre Blätter sind typischerweise nadelförmig, oft spitz, die Wuchsform streng mit einem von Natur aus gut gegliederten Aufbau. Nadelgehölze sind äußerst vielseitig: Sie eignen sich, je nach Art und Sorte, für eine Solitär- ebenso wie für eine Gruppenpflanzung, sind perfekte Hecken für Sicht- und Windschutz sowie zur Gestaltung von Gartenräumen. Pflanzen Sie ruhig verschiedene Arten mit unterschiedlichen Höhen, Wuchsformen und Nadelfarben – am passenden Standort werden Sie mit dieser Bepflanzung nicht viel Arbeit haben.

Nadelbäume für große Gärten

Große, imposante Arten wie etwa die Fichte (Picea), die Tanne (Abies), die Zeder (Cedrus), manche Kiefern-Arten (Pinus), die Douglasie (Pseudotsuga menziesii) und die Lärche (Larix) passen nur in sehr große Gärten mit viel Abstand zu den Nachbarn. Diese Nadelbäume sollten nicht in einen normal großen Garten gepflanzt werden, da sie innerhalb weniger Jahre mehr als 20 Meter hoch werden können. Zudem lässt sich ihr Wachstum nicht durch Schnittmaßnahmen begrenzen, ganz im Gegenteil: Ein Kappen der Spitze kann böse Folgen haben. Unbedingt sollten Sie auf eine gute Bodenqualität und einen ausreichenden Pflanzabstand achten, damit die Bäume so lange wie möglich gesund bleiben.

Nadelbäume für kleine Gärten

In kleinen Gärten haben sich kleinwüchsige Kiefern-Arten wie beispielsweise die Japanische Rot-Kiefer (Pinus densiflora ‚Umbraculifera‘), die Blaue Mädchenkiefer (Pinus parviflora) oder die Zwerg-Weymouthskiefer (Pinus strobus ‚Radiata‘) bewährt. Die Europäische Eibe (Taxus baccata) gedeiht oft auch im Schatten sehr gut und lässt sich prima als Form- und Heckengehölz einsetzen. Weitere schöne Nadelbäume für kleine Gärten sind der Abendländische Lebensbaum (Thuja occidentalis), viele Wacholder-Arten (Juniperus) sowie Zwergtannen wie die Zwerg-Korktanne (Abies lasiocarpa ‚Compacta‘) oder die Korea-Tanne (Abies koreana).

Ungewöhnliche Gartenbäume

Obstbäume, Fichten, Tannen, Wacholder… wer auf der Such nach ungewöhnlichen Gartenbäumen ist, kann unter anderem zwischen diesen Arten wählen:

  • Chinesischer Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa)
  • Gingko- oder Fächerblattbaum (Ginkgo biloba)
  • Katsurabaum (Cercidiphyllum japonicum), auch Kuchen- oder Lebkuchenbaum genannt
  • Platane (Platanus x acerifolia)
  • Taschentuchbaum (Davidia involucrata), auch Taubenbaum genannt
  • Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera)

Interessant und ungewöhnlich wirken auch viele Hänge- oder Trauerformen wie beispielsweise Hänge-Birken, Trauer-Weiden etc.

Tipps

Wenn es nicht zwingend ein Hausbaum sein muss, pflanzen Sie doch einen großen Strauch – beispielsweise einen Rhododendron, Flieder oder eine Felsenbirne.

Artikelbild: meunierd/Shutterstock

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