Ananas pflanzen

So pflanzen Sie eine Ananas, die jeden Raum adelt

Die exotische Ananaspflanze vermittelt Südseeromantik pur und verspricht einen einzigartigen Fruchtgenuss. Nur Wenigen ist bekannt, dass sie die Königin der Südfrüchte selber ziehen können. Hier machen Hobbygärtner sich vertraut mit allen Details zum Ananasanbau im eigenen grünen Reich.

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Wann ist die beste Pflanzzeit für Ananas?

Mit dem Ananasanbau können Sie im Prinzip das ganze Jahr hindurch starten. Das Zeitfenster mit den besten Erfolgsaussichten ist geöffnet zum Beginn der Saison während der Monate März und April.

Wie sollte der Standort beschaffen sein?

Angesichts ihrer tropischen Herkunft, stellt die Ananaspflanze an ihren Standort hohe Ansprüche. Nehmen Sie den Ananasanbau nur in Angriff, wenn die royale Pflanze diese Bedingungen vorfindet:

  • vollsonnige Lage mit leichter Beschattung bei praller Mittagssonne
  • konstante Temperaturen von 25 bis 30 Grad Celsius
  • eine hohe Luftfeuchtigkeit von mehr als 60 Prozent

Mit einer Wuchshöhe von bis zu 2 Metern und einer Breite von 1 Meter, beansprucht die imposante Ananaspflanze eine entsprechende Raumkapazität. Ein großer Wintergarten, ein Gewächshaus oder weiträumiges Bad bieten sich als Standort in erster Linie an.

Welche Erwartung sollte das Substrat erfüllen?

Wenn Sie eine Ananaspflanze erfolgreich anbauen möchten, gilt eine erstklassige Durchlässigkeit als oberstes Gebot für das Substrat. Darüber hinaus ist ein leicht saurer pH-Wert um 5 empfehlenswert. Infrage kommen somit handelsübliche Kakteenerde, Torfkultursubstrat (TKS1) oder Pikiererde. Die Zugabe von Quarzsand oder Perlite trägt zur Optimierung bei.

Wie gelingt die Anzucht fachgerecht?

Um eine prächtige Ananaspflanze zu ziehen, dient der Blattschopf einer frischen Frucht als erstklassiges Ausgangsmaterial. Wählen Sie eine reife ‚Flugananas‘, die nicht unter kühlen Temperaturen gelagert wurde. So gehen Sie richtig vor:

  • die Blattkrone mit 2-3 Zentimetern Fruchtfleisch abschneiden
  • die unteren beiden Blattreihen vorsichtig abziehen
  • rund um den Strunk mit einem Löffel das Fruchtfleisch entfernen
  • dabei auf die erhabenen Sprosspunkte achten, aus denen die Wurzeln wachsen werden
  • idealerweise den freigelegten Stiel einige Stunden trocknen lassen
  • einen Topf zur Hälfte füllen mit dem empfohlenen Substrat

Bevor Sie den präparierten Blattschopf einpflanzen, drücken Sie in die Pflanzerde eine kleine Mulde. Setzen Sie die zukünftige Ananaspflanze so tief, dass das Substrat bis an die unteren Blätter heranreicht und gießen an mit kalkfreiem Wasser. Bis zum ersten Austrieb, stülpen Sie eine Plastikhaube über oder verbringen den Anzuchttopf in ein beheizbares Zimmergewächshaus.

Worauf ist beim Umpflanzen zu achten?

Verläuft die Anzucht planmäßig, zeigt sich innerhalb weniger Wochen innerhalb der Blattrosette ein erstes frisches Blatt. Eine eventuelle Abdeckung wird nun entfernt, damit sich kein Schimmel bildet. Zunächst belassen Sie die Jungpflanze noch im Pflanzgefäß, bis dieses vollständig durchwurzelt ist. Daran anschließend pflanzen Sie so um:

  • die Hohlräume mit Erde verfüllen bis zu den unteren Blättern
  • einen ausreichend großen Kübel wählen mit 30-40 Litern Volumen
  • über dem Wasserablauf im Topfboden eine Drainage anlegen aus anorganischem Material, wie Splitt oder Tonscherben
  • das Substrat zur Hälfte einfüllen, um darin mit der Faust eine Mulde zu schaffen
  • die Ananaspflanze austopfen und in die Mulde einpflanzen
  • Im Anschluss an das Anpflanzen gießen Sie an mit lauwarmem Regenwasser, das Sie unmittelbar in die Blattrosette geben.

Über welchen Zeitraum erstreckt sich die Reifezeit?

Wenn Sie eine Ananaspflanze selber ziehen aus dem Blattschopf, dürfen Sie sich nach 1 bis 4 Jahren über die erste Blüte freuen. Je mehr die Standortbedingungen ein tropisches Klima simulieren, desto rascher geht der Prozess nach dem Einpflanzen vonstatten. Bis zur Ernte nimmt sich die Frucht dann nochmals 4 bis 8 Monate Zeit.

Welche Methode der Vermehrung ist empfehlenswert?

Verläuft der Ananasanbau erfolgreich, wächst der Wunsch nach weiteren Exemplaren. Neben dem Ziehen einer Ananaspflanze aus der Blattkrone, bietet sich für die unkomplizierte vegetative Vermehrung die Verwendung von Seitensprossen an. Diese produziert die sterbende Mutterpflanze in den Blattachseln und an der Basis. Es handelt sich um komplett ausgebildete Minipflanzen, die Sie auf einer Länge von 15 bis 20 Zentimetern mit einem Messer abschneiden.

Das Anpflanzen dieser ‚Kindel‘ erfolgt nach exakt dem gleichen Schema, wie bei einem Blattschopf. Entsorgen Sie daher die Mutterpflanze nicht voreilig, sondern geben ihr ein wenig Zeit für das Wachstum der Schösslinge.

Wie ist die Aussaat zu handhaben?

Für die generative Vermehrung einer Ananaspflanze durch Aussaat der Samen, entscheiden sich Hobbygärtner mit einer Vorliebe für gärtnerische Herausforderungen. Nachdem die Kerne einweichten, werden sie 2 Zentimeter tief eingepflanzt und angefeuchtet. Bei Temperaturen von 28-30 Grad Celsius, zieht sich die Keimung etliche Monate hin. Streben Sie das Ziehen einer neuen Sorte an, ist die Aussaat die beste Herangehensweise.

Tipps & Tricks

An warmen Sommertagen kommt dem sonnigen Gemüt einer Ananaspflanze ein Platz auf dem sonnendurchfluteten Balkon sehr gelegen. Solange die Temperaturen nicht unter das Minimum von 20 Grad Celsius fallen, wirken sich frische Luft und Sonnenschein förderlich aus auf die Vitalität.

GTH

Text: Paula Jansen

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  1. JoseeRizal64
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