Ananas – Herkunft und Anbau der beliebten Tropenfrucht

Die ursprüngliche Herkunft der Ananas – eine der beliebtesten Früchte überhaupt – liegt in Südamerika. Heute wird das süße Obst jedoch in fast allen Ländern mit tropischem Klima angebaut. In diesem Artikel haben wir Ihnen wissenswerte Fakten über Herkunft und Anbau der Ananas zusammengetragen.

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Die Ananas kommt ursprünglich aus Südamerika

Wo kommt die Ananas her?

Ihre südamerikanische Herkunft merkt man der Ananas heute kaum noch an, wird sie doch auf fast allen Kontinenten angebaut. Wahrscheinlich wurde die aromatische Frucht schon vor rund 4000 Jahren erstmalig angebaut und stellte in präkolumbischer Zeit – also vor rund 500 Jahren – eines der Hauptnahrungsmittel der indigenen Bevölkerung Südamerikas dar.

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Der vermutlich erste Europäer, der eine Ananas kosten durfte, war Christoph Kolumbus. Dieser bekam 1493 von den Einheimischen der kleinen karibischen Inselgruppe Guadeloupe Ananasfrüchte als Willkommensgeschenk überreicht. Schon zu Beginn des 16. Jahrhundert wurde die Ananas in fast allen tropischen Regionen der Welt angebaut.

Wachsen Ananas auch in Europa?

Trotz ihrer tropischen Herkunft wächst die Ananas tatsächlich auch in Europa, allerdings nur, wenn die erforderlichen warmen und feuchten klimatischen Bedingungen der Tropen nachgebildet werden – und das ist selbst in den südeuropäischen Ländern teuer und aufwändig.

In Südspanien etwa werden Ananaspflanzen in Glashäusern kultiviert, so dass das Land europaweit als Exportnation der Tropenfrucht auftritt. In anderen europäischen Ländern wie beispielsweise Deutschland wird die Ananas ebenfalls kultiviert, allerdings nicht kommerziell und eher von interessierten Privatleuten oder in Botanischen Gärten.

Wo werden die meisten Ananas angebaut?

Stattdessen erfolgt der Anbau – neben den Herkunftsländern in Südamerika – rund um den Globus in nahezu allen Ländern mit tropischem oder subtropischem Klima. Der weltweit größte Produzent von Ananas sind heute die Philippinen, gleich danach folgen Costa Rica, Brasilien, Indonesien, China sowie Indien.

Allerdings wird der kommerzielle, massenhafte Anbau von Ananas vor allem durch Umweltschützer kritisch gesehen, da die Pflanzen in großen Plantagen gezogen werden. Hierfür wiederum wird Regenwald abgeholzt, zudem sorgt die Monokultur für einen hohen Verbrauch von Pestiziden und anderen Pflanzenschutzmitteln. Dieser ist notwendig, um Krankheiten und Schädlingsbefall einzudämmen.

Wie wächst Ananas?

Ananas wachsen nicht, wie oft vermutet, auf Bäumen, sondern als krautige, in der Erde wurzelnde Pflanze. Da es sich um ein Bromeliengewächs handelt, ist dieses Wachstum recht ungewöhnlich: Die meisten Bromelien wachsen nämlich epiphytisch auf Bäumen. Ananaspflanzen bilden einen Stamm aus, aus dem rosettenartig lange Blätter und schließlich ein langer Blütenschaft wächst. Aus letzterem entwickelt sich schließlich die Frucht.

Im Grunde ist die Ananaspflanze recht anspruchslos was ihren Standort betrifft: Sie kommt auf trockenem Boden gut zurecht und wächst auch unter Bäumen, beispielsweise unter Mangobäumen. Die Ernte erfolgt ganzjährig.

Tipp

Kann man Ananas als Zimmerpflanze kultivieren?

Tatsächlich können Sie die Ananas als Zimmerpflanze kultivieren und mit etwas Glück sogar Früchte ziehen. Ananaspflanzen können Sie im Handel kaufen oder selbst aus dem Blattschopf einer gekauften Frucht züchten.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: White_Cloud/Shutterstock

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