So fand die Ananas den Weg zu uns – alles zu ihrem Ursprung

Der weltumspannende Siegeszug der Ananas nahm seinen Ursprung Ende des 15. Jahrhunderts in Südamerika. Heute werden weltweit mehr als 20 Millionen Tonnen der köstlichen Früchte angebaut. Erkunden Sie hier spannende Details zur Herkunft der Königin der Südfrüchte.

Ananas Herkunft

Unter vollen Segeln mit Christopher Kolumbus nach Europa

Der zweiten Seereise von Christopher Kolumbus verdankt Europa die segensreiche Ananas. Als er am 4. November 1493 auf Guadeloupe in Südamerika ankam, überreichten die Einheimischen ihm eine köstliche, saftig-süße Frucht als Willkommensgeschenk. Voller Begeisterung nahm er einen Vorrat an Ananaspflanzen mit in die Heimat. Die Portugiesen übernahmen anschließend die weltweite Verbreitung ab 1502.

Noch bevor das 16. Jahrhundert endete, wurde Ananas in nahezu allen tropischen Regionen angebaut. Jedoch erst mit Beginn des 18. Jahrhunderts gelang die Kultivierung dieser Südfrüchte in den Glashäusern Europas. Heute adelt die königliche Frucht selbst Wohnräume und Wintergärten, denn für jeden Hobbygärtner gilt der gelungene Anbau von Ananas als Ritterschlag.

Die populärsten Sorten

Es sind insgesamt 5 Hauptgruppen, in denen die beliebtesten Ananas-Sorten zusammengefasst sind. Während sich der kommerzielle Anbau auf einige wenige Züchtungen konzentriert, steht dem Hobbygärtner die Erkundung der breit gefächerten Sortenvielfalt frei. Die besten Sortengruppen im Überblick:

  • Cayenne-Gruppe mit den weltberühmten Sorten ‘Smooth Cayenne’, ‘Hilo’ und ‘MD2’; Früchte bis 4 Kilo schwer
  • Queen-Gruppe mit ‘Victoria’ oder ‘McGregor’; kleiner als Cayenne, dafür aromatischer und noch süßer
  • Spanish-Gruppe mit ‘Singapore Spanish’; bis 2 Kilo schwer; rötliche Schale mit weißem Fruchtfleisch
  • Pernambuco-Gruppe mit langen Blättern, rot gestreift und sehr dekorativ; grüngelbe Früchte
  • Perolera-Gruppe mit besonders breitem Laub und rötlich-gelben Ananas

Alle Sortengruppen sind aufgrund ihres imposanten Habitus für die Kultivierung in Wohnräumen nicht geeignet. Als Zimmerpflanze favorisieren wir die kleine Züchtung Ananas comosus ‘Variegatus’ mit einer Wuchshöhe von 60 Zentimetern, elfenbeinfarben gerandeten Blättern und einer zierlichen Frucht.

Tipps & Tricks

Ananas ist nicht nur ein köstlicher Genuss, sondern macht glücklich und zufrieden. Im Fruchtfleisch sind die wichtigen Neurotransmitter Serotonin und Tryptophan enthalten. Im Gehirn erzeugen Sie gute Laune, ein Gefühl der Zufriedenheit und Entspannung. Das gilt in erster Linie für frische Früchte, denn beim Einkochen oder Einfrieren geht ein Großteil der wertvollen Inhaltsstoffe verloren.

GTH

Text: Paula Jansen

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