Ritterstern züchten
Amaryllis kann aus Samen oder Brutzwiebeln gezogen werden

Züchten Sie einfach Ihre eigene Amaryllis – So geht es mit Samen und Brutzwiebeln

Um den Geldbeutel mit der Anschaffung teurer Amaryllis nicht über Gebühr zu strapazieren, steht Ihnen als Hobbygärtner die Option einer eigenen Züchtung offen. Diese Kurzanleitung führt Ihnen praxisnah vor Augen, wie Sie einen Ritterstern aus Samen oder Brutzwiebeln selber ziehen.

Amaryllis aus Samen züchten – Wie Sie es fachgerecht machen

Hat ein Ritterstern seine Blüten entfaltet, nehmen Sie ein Wattestäbchen zur Hand und übertragen die gelben Pollen auf den cremeweißen Stempel. Im Verlauf der folgenden 2 Monate entwickelt sich eine Frucht mit dem kostbaren Saatgut. Den deutlich geöffneten Früchten können die dunklen Samen problemlos entnommen werden. So verläuft die Aussaat in geregelten Bahnen:

  • Kokosfasersubstrat in eine Saatschale, einen Balkonkasten oder Töpfe füllen
  • Die Samen nebeneinander maximal 1 cm tief einsetzen, ohne dass sie sich berühren
  • Mit feiner Brause behutsam angießen, bis das Wasser aus der Bodenöffnung herausläuft
  • Über das Gefäß eine Klarsichtfolie ziehen

Am halbschattigen, warmen Fensterplatz keimen die Samen innerhalb von 2 bis 4 Wochen und die Haube kann entfernt werden. Pikiert werden die Sämlinge erst dann, wenn sie über 5 bis 6 Blätter verfügen. Bis zur ersten Blüte gießen und düngen Sie Ihre Zöglinge durchgehend, ohne die für einen adulten Ritterstern obligatorische Ruhepause einzulegen.

So ziehen Sie einen Ritterstern aus einer Brutzwiebel

Verläuft das Pflegeprogramm konform zum subtropischen Vegetationszyklus, investiet die Amaryllis ihre überschüssigen Kräfte in das Wachstum von Brutzwiebeln. Diese gedeihen gut sichtbar am Zwiebelboden und verfügen über alle wunderbaren Attribute der Mutterpflanze. So unkompliziert verwandeln Sie die Tochterzwiebel in einen atemberaubenden Ritterstern:

  • Den Ableger mit einem Mindestdurchmesser von 3 cm abschneiden
  • Eintopfen in ein mageres Substrat, wie Kakteen- oder Pikiererde über einer Drainage aus Blähton
  • Am halbschattigen, warmen Standort mäßig von unten gießen
  • Parallel zum Austrieb der Blätter mit der Nährstoffversorgung beginnen

Bitte achten Sie besonders darauf, dass die kleine Brutzwiebel nur zur Hälfte mit Erde bedeckt ist. Innerhalb von 1 bis 2 Jahren dürfen Sie sich über eine farbenfrohe Blüten-Premiere freuen.

Tipps

Im Rahmen der generativen Vermehrung duch Aussaat von Samen, bleiben die Attribute der Mutterpflanze nur selten erhalten. Findige Hobbygärtner bewahren stets einige Brutzwiebelchen ihrer Lieblingssorte auf im kühlen, dunklen Keller – als Sicherheitsreserve sozusagen.

Text: Paula Jansen

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