Amaryllis Samen
Wenn Blüten und Blätter verblüht sind, bildet die Amaryllis Früchte aus

So nutzen Sie eine Amaryllis Frucht für die Vermehrung

Ihre großen Kapselfrüchte sind prall gefüllt mit dunklen Samen. Auf diese Weise liefert die Amaryllis das ideale Material für eine zahlreiche Nachkommenschaft. Wer kann als ambitionierter Hobbygärtner dieser Einladung zur kostenlosen Vermehrung schon widerstehen? Wie Sie das Saatgut richtig ernten und aussäen, erläutern wir Ihnen hier.

Amaryllis-Frucht ernten – So geht es

Innerhalb von 2 Monaten nach der Bestäubung erhebt sich über den verwelkten Blütenblättern stolz und unübersehbar der pralle Fruchtstand. In der Regel verfügt die einzelne Frucht über 3 Kammern, in denen die schwarzen Samen reifen. Als sicheres Signal für die Erntereife öffnen sich die Kapseln sukzessive und geben den Blick frei auf das Saatgut. So ernten Sie richtig:

  • Eine einzelne Ritterstern-Frucht am Stiel zwischen zwei (behandschuhten) Fingern erfassen
  • Die Kapsel am ehemaligen Blütenstängel zur Seite abknicken
  • Die Hüllblätter vorsichtig aufziehen, um die Samen zu entnehmen

Das Saatgut legen Sie auf einen Teller, damit es für 1 bis 2 Tage trocknen kann. Bitte üben Sie bei allen Handgriffen möglichst wenig Druck auf die Samenblätter aus, um den Embryo im Inneren nicht zu beschädigen. Verzichten Sie beim Umgang mit einem giftigen Ritterstern nicht auf den Schutz von Handschuhen.

Je frischer die Samen, desto höher die Keimquote

Erfolgt die Aussaat von Ritterstern-Samen innerhalb weniger Tage nach der Ernte, profitieren Sie von einer bis zu 80-prozentigen Keimquote. Als Substrat hat sich ein Mix aus Kokosfasern und Kakteenerde ausgezeichnet bewährt. Da es sich um Lichtkeimer handelt, übersieben Sie die Samen maximal 0,5 cm hoch mit Sand oder Vermiculite und gießen an mit feiner Brause. Unter dem Schutz einer transparenten Haube, setzt bei warmen Zimmertemperaturen die Keimung innerhalb von 14 bis 21 Tagen ein.

Tipps

Ohne eine Bestäubung gedeiht am Ritterstern keine einzige Frucht. Da sich auf die Fensterbank nur selten emsige Insekten als natürliche Bestäuber verirren, fungiert der Gärtner als deren Stellvertreter. Ab dem dritten Tag nach Beginn der Blütezeit, nehmen Sie ein Wattestäbchen zur Hand. Hiermit übertragen Sie die gelben Pollen auf den aufrechten, cremeweißen Stempel.

Text: Paula Jansen

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