Alten Walnussbaum schneiden – warum, wann und wie?

Möchten Sie Ihren alten Walnussbaum schneiden, müssen Sie einiges beachten, um dem edlen Gewächs nicht zu schaden. Kürzen Sie den Baum zu früh, zu spät und/oder falsch, droht er zu sterben, da er zu starkem Bluten neigt. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum, wann und wie Sie einen alten Walnussbaum schneiden sollten.

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Ein alter Walnussbaum sollte nur geschnitten werden, wenn es wirklich notwendig ist

Warum alten Walnussbaum schneiden?

An sich braucht ein Walnussbaum keinen Schnitt. Nur wenn er

  • ungünstig wächst* oder
  • durch natürliche Einflüsse (Sturm) beschädigt wird**,

sollten Sie zur Astschere oder Säge greifen und Ihren Baum schneiden.

Hinweis: Darüber hinaus kann das Zurückschneiden eines alten Walnussbaums zu einer reicheren Walnuss-Ernte führen.

* Das ungünstige Wachstum bezieht sich beispielsweise darauf, dass die Pflanze zu hoch oder zu breit wird und der Hobbygärtner dadurch mit den gültigen Gesetzen in Konflikt gerät (Behinderung des Straßenverkehrs, Überschreiten der Grundstücksgrenze und so weiter).

** Sturmbeschädigungen können Krankheiten nach sich ziehen und unter Umständen zum Tod des Baums führen.

Wann alten Walnussbaum schneiden?

Im Vergleich zu anderen Obstbäumen blutet die Walnuss sehr stark. Deshalb müssen Sie darauf achten, Ihren alten Walnussbaum zur richtigen Zeit zu schneiden – nämlich dann, wenn in den Baumfasern am wenigsten Baumsaft zirkuliert. Dies ist im Spätsommer der Fall – zwischen Ende August und Anfang September.

Hinweis: Zu dieser Zeit ist der Walnussbaum noch üppig belaubt. Aber: Der Blattverlust wiegt bei weitem nicht so schwer wie der verstärkte Flüssigkeitsaustritt. Zudem hat die Walnuss nach dem Schnitt im Spätsommer noch einige Wochen bis zum Winter, um sich von dem großen Eingriff zu erholen. Die Wunden können rechtzeitig heilen.

Wie alten Walnussbaum schneiden?

  • Führen Sie zunächst einen Probeschnitt durch, um zu prüfen, ob die Äste noch (zu) viel Baumsaft in sich haben.
  • Achten Sie auf einen fachmännischen Schnitt.

Das Ziel besteht darin, gekappte Äste auf kleinere Triebe umzuleiten. Falsches Schneiden erhöht die Gefahr von Besentrieben.

Besentriebe sind schnell aufsprießende, bruchgefährdete Triebe, die häufiges Schneiden erforderlich machen – unnötigerweise.

Die Wunden dürfen nicht größer als zehn Zentimeter sein. Ansonsten kann sich der Baum nicht selbst heilen.

Regelmäßige kleine Schnitte sind also besser als seltene große Schneidemaßnahmen.

Und: Radikale Schnitte verkürzen die Lebenszeit des Baums gegenüber ungeschnittenen Walnussbäumen erheblich.

Früher wurden übermäßig stark blutende Wunden mit Wachs versiegelt, um einen allzu hohen Flüssigkeitsverlust zu verhindern. Inzwischen ist diese Methode aber nicht mehr sinnvoll – unter dem Wachs können sich Krankheitserreger bilden und ausbreiten.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Marsan/Shutterstock
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