Krankheiten beim Walnussbaum – Ursachen, Symptome, Bekämpfung

Obwohl der Walnussbaum zu den robustesten Baumarten zählt, ist auch er nicht komplett gegen Krankheiten gefeit. In diesem Ratgeber lernen Sie die wesentlichsten Problematiken kennen und erfahren, wie Sie dagegen vorgehen sollten.

Walnussbaum Marssonina
Der Marssonina-Pilz hinterlässt hässliche Flecken

Übersicht zu den häufigsten Walnussbaum-Krankheiten

Im Wesentlichen können

  • Pilze und Bakterien sowie
  • Insekten (einschließlich Larven)

zu Erkrankungen beim Walnussbaum führen.

Durch Pilze und Bakterien hervorgerufene Walnuss-Krankheiten

  • Marssonina-Blattfleckenkrankheit
  • Bakterieller Walnussbrand
  • Echter Mehltaupilz
  • Pilze der Gattung Nectria

Diese vier Krankheiten treten an Stamm und Rinde auf und provozieren die Entwicklung des Rindenkrebs‘.

  • Hallimasch
  • Schwefelporling
  • Zottiger Schillerporling
  • Schuppiger Porling
  • Eschenbaumschwamm

Diese fünf Pilzarten sind Schädlinge mit weitem Wirtsspektrum. Sie zeichnen für Holzfäule verantwortlich.

Durch Insekten hervorgerufene Walnussbaum-Krankheiten

  • Walnussfilzgallmilbe
  • Gestreifte Walnusszierlaus
  • Wollige Napfschildlaus

Diese drei Insekten lösen Blattschäden aus. Bei Jungpflanzen können sie ein verkümmertes Wachstum bedingen.

  • Weidenbohrer-Larven
  • Blausieb-Larven

Diese beiden Gattungen verursachen strukturelle Schäden am Stamm des Walnussbaums.

Auch die Maden der sogenannten Walnussfruchtfliege stellen ein typisches Problem dar.

Hinweis: Darüber hinaus können Phytophtora die Wurzeln von Walnüssen schädigen und degenerieren. Phytophtora bezeichnet eine Gattung pflanzenschädigender Protisten. Dies sind mikroskopische Lebewesen. Symptome einer Phytophtora-Erkrankung: verkümmerte Triebe, vergilbte Blätter, lichte Krone.

Ausgewählte Walnussbaum-Krankheiten im Porträt

Der Marssonina-Blattfleckenkrankheit (häufigste Walnussbaum-Krankheit) geben wir in einem extra Artikel Raum. Hier wollen wir uns dem Bakteriellen Walnussbrand und der Walnussfruchtfliege intensiver widmen – zwei anderen Erkrankungen beziehungsweise Erregern, die oft vorkommen.

Bakterieller Walnussbrand

Beim Bakterienbrand handelt es sich um eine Walnussbaum-Krankheit, die sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern Europas anzutreffen ist.

Regen und Wind sorgen für die Verbreitung der Bakterien. Spalten, Risse und andere Wunden an den Blättern und am Holz ermöglichen das Eindringen der Schädlinge – Feuchtigkeit wirkt dabei als Katalysator.

Meist wird die Rinde des Walnussbaums im Herbst befallen. Ab dem darauffolgenden Frühjahr zeigt die Pflanze Anzeichen von

  • Rindenkrebs (Holzwucherungen) oder
  • Rindenbrand (dunkle Rinde, oberste Schicht löst sich ab).

Die Blätter der Walnuss offenbaren helle Flecken. In der Folge verfärben sie sich braun. Zuletzt fallen die Blätter ab. Befallene Blüten sehen verbrannt aus.

So können Sie den bakteriellen Walnussbrand bekämpfen (oder ihm vorbeugen):

  • resistente Sorten pflanzen
  • stickstoffreichen Dünger vermeiden
  • Krone regelmäßig ausdünnen
  • nur mit desinfiziertem Werkzeug schneiden
  • Baumschnitt an trockenen Tagen durchführen
  • betroffene Areale bis ins gesunde Holz abschneiden
  • befallene Pflanzenteile NICHT auf dem Kompost entsorgen

Walnussfruchtfliege

Walnussfruchtfliegen sind Insekten, die ihre Eier in den Walnussfrüchten ablegen. Bis zu 30 Larven schlüpfen darin und fressen sich durch das Fruchtfleisch nach draußen. Zum Glück bleiben die eigentlichen Walnüsse unversehrt und sind weiterhin unbedenklich genießbar.

Hinweis: In der gewerblichen Landwirtschaft müssen befallene Nüsse aufwändig gereinigt werden, um verkaufsfähig zu sein.

So können Sie die Walnussfruchtfliegen bekämpfen (oder ihnen vorbeugen):

  • Walnüsse täglich auflesen
  • ab Mitte Juni engmaschiges Netz unter die Baumkrone legen

Die zweite Maßnahme verhindert das Schlüpfen der Maden. In heißen Sommern gehen Fruchtfliegen unter dem warmen Netz sogar ein.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Radovan1/Shutterstock
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