Walnuss-Schädlinge – das sind die wichtigsten Gefährder

Zwar gehört die Walnuss zu den robusteren Baumarten, doch gegen manche Schädlinge ist auch sie nicht gefeit. In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen die wichtigsten Gefährder kurz vor und geben Tipps zur Bekämpfung.

walnuss-schaedlinge
Blattläuse mögen Walnussbäume sehr gern

Blattläuse

Symptome bei einem Befall mit Blattläusen:

  • Honigtau (klebriger Belag) auf den Blättern
  • eingerollte und zum Teil verkrüppelte Blätter
  • gelb verfärbte Blätter
  • vertrocknete und abfallende Blätter
  • Kolonien (vor allem an Neutrieben)

Hinweis: Sie müssen die Blätter aus nächster Nähe analysieren, um Blattläuse zu erkennen. Die Tierchen sind nur wenige Millimeter groß sowie braun, schwarz oder grünlich gefärbt.

Maßnahmen zur Bekämpfung:

Variante 1 (bei überschaubarem Befall):

  • Schneiden Sie betroffene Zweige bis in den gesunden Bereich ab.
  • Spritzen Sie den Baum anschließend mit starkem Druck ab. So schwemmen Sie die noch vorhandenen Läuse herunter.

Variante 2 (bei starkem Befall):

  • Stellen Sie eine stark konzentrierte Seifenlauge her und fügen pro zehn Liter ungefähr 500 Milliliter Rapsöl hinzu. Das Öl verklebt die Atemwegsorgane der Läuse.
  • Sprühen Sie den Walnussbaum tropfnass ein.
  • Wiederholen Sie den Vorgang nach etwa drei Tagen.

Raupen

Folgende Raupen machen sich gern am Walnussbaum zu schaffen und hinterlassen oftmals ein massives Schadbild:

  • Blausiebraupen
  • Weidenbohrraupen
  • Schmetterlingsraupen

Optische Merkmale der Raupen:

  • gelblich-weiße Farbe
  • bis zu 6 cm groß
  • Punktwarzen auf dem Körper

Die Tiere fressen sich in das Innere von Ästen und Stämmen und bilden dort allmählich ein hohles Tunnelsystem.

Maßnahmen zur Bekämpfung:

  • Reagieren Sie unbedingt frühzeitig, also noch bevor sich die Raupen ins Innere des Baums vorgearbeitet haben. Sind die Insekten erst einmal dort angekommen, können Sie sie nicht mehr erreichen.
  • Wenn möglich (wenige Raupen und niedriger Baum), sammeln Sie die Raupen per Hand ab.
  • Alternativ schütteln Sie die Raupen herunter. Zu diesem Zweck sollten Sie eine Folie auf den Boden legen. Dann rütteln Sie am Baum (bei einem kleinen Exemplar) oder arbeiten sich mit einem Besen von Ast zu Ast vor. Entsorgen Sie die auf die Folie gefallenen Raupen im Hausmüll.
  • Bei einem leichten Befall im frühen Stadium haben Sie die Möglichkeit, die betroffenen Äste abzuschneiden. Für hochgewachsene Bäume empfehlen wir die Verwendung einer Teleskop-Astschere.
  • Auch Neemöl (Pflanzenprodukte) eignen sich, um Raupen zu bekämpfen. Sprühen Sie Ihren Walnussbaum beziehungsweise die befallenen Pflanzenteile damit ein. Das Öl setzt sich in den Atemwegen der Raupen fest, sodass Letztere ersticken.

Hinweis: Der wichtigste Schädling des Walnussbaums ist die Walnussfruchtfliege, zu der wir einen eigenen Beitrag erstellt haben.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Tomasz Klejdysz/Shutterstock

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