So reagieren Sie wenn der Ahorn blutet

Wenn Ahorn nach dem Schnitt blutet, ist das oftmals ein ganz natürlicher Vorgang. Hier erfahren Sie, was für eine Flüssigkeit vom Ahorn fließt und wie Sie dafür sorgen können, dass der Ahorn weniger blutet.

ahorn-blutet
Ein Wundverschluss beugt Bluten und Infektionen vor

Wann und warum blutet Ahorn?

Beim Bluten handelt es sich um Saftaustritt, der nach dem Rückschnitt auftreten kann. Grundsätzlich ist der Saftdruck im Ahorn (Acer) zu verschiedenen Zeiten des Jahres unterschiedlich stark. Mit dem Blattaustrieb im Frühjahr steht der Ahornbaum sprichwörtlich stark im Saft. Wenn Sie zu einem späten Zeitpunkt einen Schnitt der Pflanze vornehmen, blutet der Baum an den Schnittstellen.

Lesen Sie auch

Wie schlimm ist es, wenn der Ahorn blutet?

Für einen gesunden Ahorn stellt das Bluten keine Gefahr dar. Es wird ein gewisser Anteil von Saft aus dem Ahorn austreten. Möglicherweise trocknet auch ein Teil der beschnittenen Triebe und von der Rinde aus. Nach einer Zeit wird sich die Wunde aber wieder verschließen und das Bluten hört auf.

Wie versorge ich Wunden, aus denen der Ahorn blutet?

Sie können Wunden am Ahorn mit Wundverschlussmittel verschließen und einen passenden Schnittzeitpunkt wählen. Tragen Sie die Mittel an den Stellen auf, aus denen der Ahorn blutet. Sie können den Ahorn auch zu einem Zeitpunkt des Jahres schneiden, zu dem der Saftdruck nicht besonders hoch ist. Dann tritt wenig Saft aus und der Ahorn blutet weniger stark.

Wann blutet Ahorn ohne Schnitt?

Auch ein Schädlingsbefall und Frostschäden können dazu führen, dass der Ahorn blutet. Sichten Sie die blutenden Stellen am besten auf Fressstellen, die auf Schädlinge zurückgehen können. Auch Erfrierungen kommen als Grund für kleinere Blutungen in Frage.

Tipp

Sauberes Schnittwerkzeug nutzen

Verwenden Sie beim Schnitt des Ahorns unbedingt ein scharfes und sauberes Schnittwerkzeug. Das Bluten können Sie so zwar nicht verhindern. Sie vermeiden aber Verunreinigungen und Infektionen an den blutenden Schnittstellen.

Text: Ben Matthiesen
Artikelbild: SANLYN/Shutterstock