Zitronenmelisse im Portrait – Steckbrief eines Zauberkrauts

Hinter dem nüchternen botanischen Namen Melissa officinalis, verbirgt sich eine Kräuterpflanze mit zahlreichen Talenten. Lernen Sie im Steckbrief die Systematik und interessante Merkmale von Zitronenmelisse kennen.

Zitronenmelisse Steckbrief

Ein Steckbrief mit interessanten Details

Der Erfolg eines Hobbygärtners basiert immer auch auf einem Fundus an Hintergrundwissen zu seinen Pflanzen. Da macht Zitronenmelisse keine Ausnahme. Lernen Sie im folgenden Steckbrief wissenswerte Details kennen zu der facettenreichen Kräuterpflanze:

  • Pflanzenfamilie der Lippenblütler (Lamiaceae)
  • Mitglieder der Gattung Melissen (Melissa)
  • Beheimatet im östlichen Mittelmeerraum
  • Krautige, winterharte Pflanze
  • Wuchshöhen von 20 bis 90 Zentimeter
  • weiße Blüten von Juni bis August
  • braune Klausenfrüchte mit Samen im Herbst
  • durchschnittliche Lebenserwartung von 25 bis 30 Jahren
  • Synonyme: Melisse, Gartenmelisse, Bienenkraut, Zitronenkraut
  • Verwendung als Gewürz- und Heilpflanze, Garten- und Zimmerpflanze

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Neben der Melissa officinalis beherbergt die Gattung drei weitere Melisse-Arten und verschiedene Sorten. Die herrlich duftende Melissa officinalis ssp. officinalis als Unterart zählt ebenso zu, wie die Melissa altissima, bekannt als Kreta-Melisse. Andere Arten gedeihen überwiegend in Asien und haben sich bislang in unseren Breitengraden nicht durchsetzen können.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Die mannigfaltigen Möglichkeiten der Verwendung von Melisse basieren auf den kostbaren Inhaltsstoffen. In erster Linie sind die ätherischen Öle zu nennen, die für den herrlichen Duft sorgen. Darüber hinaus ist Zitronenmelisse reich an Vitamin C. In 100 Gramm der Blätter sind satte 250 Milligramm des lebenswichtigen Vitamins enthalten. Erwähnenswert ist darüber hinaus der Anteil an Rosmarinsäure, deren antibakterielle und antivirale Wirkung in medizinischen Salben genutzt wird.

Pflanze mit Eroberungsdrang

Ein uneingeschränktes Loblied kann auf die Zitronenmelisse nicht gesungen werden, denn ihr lastet eine unangenehme Eigenschaft an. Aufgrund ihrer unterirdischen Rhizome, strebt die Kräuterpflanze unablässig nach weiterer Ausbreitung im Garten. Um diesem Manko entgegenzuwirken, pflanzen erfahrene Hobbygärtner die Melisse grundsätzlich mit einer Wurzelsperre.

Tipps & Tricks

Den kreativen Botanikern der Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenanbau ist eine einzigartige Züchtung gelungen, die alle bisherigen Melisse-Arten und Sorten an Aroma übertrifft. Die Rede ist von Melissa officinalis ‘Binsuga’, die mit einer Wuchshöhe von 20 bis 40 Zentimetern auch im kleinen Garten gedeiht. Kurz vor ihrer weiß-rosa Blüte im Juli, ernten Sie zitronige Blätter von unübertroffenem Geschmack.

GTH

Text: Paula Jansen

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