Zitronenmelisse vermehren

Melisse ganz einfach vermehren – so machen Sie es richtig

Hat Zitronenmelisse im Beet erst einmal Wurzeln geschlagen, vermehrt sie sich eigenständig mittels Samen und Ausläufern. Um die Kräuterpflanze an einem anderen Standort anzusiedeln, empfiehlt sich die Vermehrung durch Aussaat, Teilung oder Stecklinge. So geht's.

Früher Artikel So überwintert Zitronenmelisse im Garten und auf dem Balkon

Samen gekonnt aussäen – im Haus keimen sie besser

Angesichts ihrer Winterhärte, eignen sich die Samen von Melisse theoretisch für die Direktaussaat. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sie im Freiland nur sehr zögerlich keimen. Wir empfehlen daher die Aussaat auf der Fensterbank, die mit einer hohen Erfolgsquote von mehr als 80 Prozent punktet. So gelingt es:

  • kleine Töpfchen mit Saaterde oder Torf-Sand füllen und anfeuchten
  • Samen im Abstand von 3-5 Zentimetern verteilen
  • die Lichtkeimer nicht mit Substrat bedecken, sondern lediglich andrücken

Bei Temperaturen von 20-25 Grad Celsius am halbschattigen Fensterplatz, setzt nach 3-4 Wochen die Keimung ein. Eine Haube aus Plastikfolie hebt die Keimlaune der Samen, um nach Erscheinen der Keimblätter wieder wegzufallen. Ausgepflanzt werden Ihre Zöglinge ab Mitte Mai ins Beet.

Unkomplizierte Vermehrung durch Teilung

Die Teilung zählt zu den simpelsten Methoden der Vermehrung im Zier- und Nutzgarten. Im zeitigen Frühjahr graben Sie eine vitale Melisse aus. Mit einem Spatenstich oder scharfen Messer zerteilen Sie den Wurzelballen in zwei oder mehr Segmente. Jedes Teilstück sollte über mindestens 2 Triebe verfügen. Da es sich um vollständig autarke Pflanzenteile handelt, können diese sogleich am neuen Standort eingepflanzt werden.

So verwandeln sich Stecklinge in prächtige Melisse-Pflanzen

Im Frühsommer steckt in jedem Zweig das Potenzial für eine eigenständige Zitronenmelisse. Den Beweis erbringen 10 bis 15 Zentimeter lange Triebspitzen, die als Stecklinge dienen. So einfach gelingt es:

  • jeden Steckling im unteren Bereich entlauben
  • in einen kleinen Topf mit Pikier- oder Kräutererde einpflanzen
  • nur das obere Blattpaar ist zu sehen
  • angießen und eine Plastiktüte überstülpen

Am halbschattigen Platz im Garten oder auf der Fensterbank bewurzeln die Stecklinge zügig. Nach wenigen Wochen werden sie am vorgesehenen Standort eingepflanzt.

Tipps & Tricks

Ungeachtet der Genügsamkeit adulter Zitronenmelisse, erweisen sich eigenhändig herangezogene Jungpflanzen als sehr durstig. In den ersten Wochen und Monaten nach der Pflanzung im Beet und Kübel, werden sie sehr viel häufiger gegossen, als in späteren Jahren. Prüfen Sie daher täglich mithilfe der Daumenprobe, ob die Substratoberfläche angetrocknet ist und gewässert werden sollte.

GTH

Beiträge aus dem Forum

  1. Kräuterhochbett

    Moin Moin Ich lebe auf einem kleinen Resthof und möchte mir ein Heilkräuterbeet anlegen. Größe ist 2x3 Hochbeet. Hat da einer schon Erfahrung und wie dämme ich Melisse und Salbei ein, dass sie nicht gleich Quadratmeter groß werden? Ahnung, ja, Grün nach oben und Braun in die Erde. Oder so. Großstadtkind halt. LG

  2. Keimling an Großpflanzen

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  3. Urban Gardening

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  4. Stabile Garten-Werkzeuge

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  6. Garten & Rasen kalken

    Im Winter kommt oft die Frage auf: Muß ich meinen Garten oder Rasen kalken, falls ja, wann? Zeitpunkt: Wichtig! Nicht bei Regen oder Schnee sonst verklumpt der Kalk ! Die zu kalkenden Flächen sollten trocken sein :) Wie bei anderen Düngern auch - Nicht bei Sonnenschein:cool: - Ende Oktober bis Ende Februar ist die ideale Zeit. Warum sollte ich Kalk ausbringen? Wenn der Boden für die darin wurzelnden Pflanzen/Rasen zu sauer ist oder droht zu werden. Bedeutet im Umkehrschluss: Pflanzen die saueren Boden zum Gedeihen benötigen dürfen nicht gekalkt werden! Zum Beispiel: Heidelbeeren Erika/Heide/Calluna Camelien Rhododendron Azaleen Blaue Hortensien Jap. []