Yucca-Palme – Die beliebte Zimmerpflanze richtig pflegen

Die Yucca-Palme - trotz ihres Trivialnamens - gehört nicht zu den Palmen, sondern zu den Spargelgewächsen. Die sehr beliebte und pflegeleichte Zimmerpflanze ist leicht an dem dicken Stamm und den daraus erwachsenen Blattbüscheln mit den breiten, bis zu einem halben Meter langen Blättern zu erkennen. Oft wird das Gewächs auch als Palmlilie bezeichnet, wobei es sich genau genommen nicht um eine einzelne Pflanzenart, sondern um einige eng verwandte Arten handelt. Diese sind sich jedoch sowohl in ihrem Äußeren als auch in ihren Ansprüchen sehr ähnlich.

Palmlilie Pflege
Die Yucca Palme ist sehr pflegeleicht
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Welchen Standort bevorzugt die Palmlilie?

Yucca-Palmen brauchen einen hellen Standort. Die Pflanzen richten sich immer nach der Sonne aus, weshalb zu dunkel stehende Exemplare nicht aufrecht nach oben, sondern schief wachsen und zudem vergeilen. Sie können die Pflanzen auch in die direkte Sonne stellen, allerdings müssen Sie sie zunächst einmal langsam daran gewöhnen – anderenfalls gibt es unschöne Verbrennungen auf den Blättern. Die heiße und intensive Mittagssonne insbesondere während der Sommermonate sollte jedoch gemieden werden.

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In welchem Substrat fühlt sich die Yucca-Palme besonders wohl?

Besonders wohl fühlt sich die Yucca-Palme in einem lockeren, gut durchlässigen und vor allem nährstoffreichen Substrat. Sie können Einheitserde verwenden, aber auch Grünpflanzensubstrat eignet sich gut. Wer lieber selber anmischen möchte, verwendet normale Gartenerde mit etwas Humus und Sand. Fast noch wichtiger ist aber eine gute Drainage in Form von Blähton (17,49€ bei Amazon*) oder Tonscherben, da die Yucca-Palme absolut keine Staunässe verträgt. Andererseits lässt sich das Gewächs aber auch hervorragend in einer Hydrokultur halten.

Wie sollte das ideale Pflanzgefäß für eine Yucca-Palme beschaffen sein?

Am besten topfen Sie eine frisch gekaufte Yucca-Palme gleich um, denn die mit verkauften Pflanztöpfe sind in aller Regel viel zu klein. Die Pflanze entwickelt recht starke Wurzeln, weshalb der Topf eher hoch als breit ausfallen sollte. Wählen Sie jedoch auch kein allzu schmales Gefäß, da dieses aufgrund des Eigengewichts der Pflanze schnell umkippen kann.

Darf man die Yucca-Palme auch draußen kultivieren?

Während der warmen Sommermonate können Sie die Topfpflanze nicht nur in der Wohnung, sondern auch auf einen warmen und hellen Fleck auf dem Balkon oder der Terrasse stellen, jedoch möglichst nicht in die pralle Sonne. Da die Yucca-Palme allerdings nicht winterhart ist, sollte Sie die kalte Jahreszeit besser in der Wohnung oder im Wintergarten verbringen. Manchmal sind allerdings auch winterharte Yucca-Arten im Handel erhältlich, die in Regionen mit milden Wintern durchaus auch im Garten ausgepflanzt werden können.

Was sollte man beim Gießen der Yucca-Palme beachten?

Yucca-Palmen werden in der Regel eher zu viel als zu wenig gegossen. Halten Sie das Substrat stets leicht feucht und machen Sie vor jedem Wässern zunächst eine Fingerprobe: Die Erde sollte sich bis in eine Tiefe von etwa zwei Zentimetern trocken anfühlen. Gießen Sie nicht durchdringend, sondern nur wenig. Überschüssiges Gießwasser sollte aus dem Untersetzer umgehend entfernt werden, um Staunässe zu vermeiden.

Wie oft und womit sollte man die Palmlilie düngen?

Düngen Sie die Yucca-Palme während der Wachstumssaison zwischen April und Oktober etwa alle zwei Wochen mit einem ausgewogenen Dünger für Grünpflanzen. Am besten eignet sich ein flüssiger Dünger, der zusammen mit dem Gießwasser verabreicht wird. Wer das Düngen häufiger vergisst, kann auch Langzeitdünger verwenden.

Darf man die Palmlilie zurückschneiden?

Im Grunde ist ein Rückschnitt nicht notwendig. Wird die Yucca-Palme allerdings zu groß, können Sie den Stamm bzw. die Stämme auch kappen. In der Regel wird die Pflanze daraus erneut austreiben. Vergessen Sie jedoch nicht, die Schnittwunden mit einem Verschlußmittel zu verschließen – so können Bakterien und andere Krankheitserreger dort nicht einfallen.

Wann sollte man die Yucca-Palme umtopfen?

Die Pflanze sollte immer dann umgetopft werden, wenn die Wurzeln bereits aus dem Pflanztopf herauszuwachsen drohen. Der beste Zeitpunkt für eine solche Maßnahme ist das Frühjahr.

Welche Krankheiten und Schädlinge treten bei der Yucca-Palme besonders häufig auf?

Die meisten Krankheiten treten bei der Palmlilie während der Wintermonate auf, wenn die Pflanze durch eine zu warme und dunkle Überwinterung geschwächt ist. Die Probleme sind in der Regel auf zu wenig Licht und / oder zu viel Wasser zurückzuführen. Schädlinge dagegen treten oft im Frühjahr oder im Frühsommer auf, beispielsweise Spinnmilben oder Woll- bzw. Schmierläuse.

Kann man die Palmlilie auch selbst vermehren?

Viele Yucca-Palmen, insbesondere wenn sie schon älter sind, bilden meist an der Stammbasis so genannte Kindel aus. Dabei handelt es sich um Ableger, die nur vorsichtig von der Mutterpflanze entfernt und dann separat eingepflanzt werden können.

Wie lässt sich die Yucca-Palme am besten überwintern?

Die als Zimmerpflanzen verkauften Yucca-Palmen sind nicht frosthart, überwintern aber am besten hell und kühl bei etwa 10 °C. Sie können die Pflanzen natürlich auch im warmen Wohnzimmer stehen lassen, sollten dann aber für ausreichend Licht sorgen.

Tipps

Ob die Yucca-Palme giftig ist oder nicht, darüber besteht Uneinigkeit. In der Fachliteratur wird sie als grundsätzlich ungefährlich beschrieben, allerdings berichten Tierärzte von Zeit zu Zeit über Vergiftungserscheinungen bei manchen Haustieren. Diese treten scheinbar vor allem bei Nagern wie Kaninchen, Meerschweinchen etc. ein. Die Pflanze enthält Saponine, die möglicherweise die Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Wer also Haustiere hat, sollte besser auf Nummer sicher gehen und die Yucca-Palme für die Tiere unerreichbar oder aber gar nicht kultivieren.

Text: Ines Jachomowski

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