Trauerweide schneiden

Ihren Namen hat die Trauerweide ihrer Wuchsform zu verdanken, die etwas an einen Baum erinnert, der trist seine Zweige hinunter hängen lässt. Möchten Sie Ihre Trauerweide mit einem Schnitt wieder aufheitern? Angesichts des rasanten Wachstums kann dies sehr hilfreich sein, insbesondere, wenn die Trauerweide im Garten zu viel Platz einnimmt. Allerdings stellt diese Aufgabe so manchen Gärtner aufgrund der langen Ruten vor eine echte Herausforderung. Mit den Tipps auf dieser Seite gelingt Ihnen der Rückschnitt Ihrer Trauerweide dennoch ganz ohne Probleme.

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Die Trauerweide wird am besten im Frühjahr geschnitten

Von der Trauerweide zur Kopfweide

Weiden sind dafür bekannt, sehr schnitttolerant zu sein. Wagen Sie sich also ruhig an einen Radikalschnitt. Etwaige Fehler verzeiht Ihnen der Laubbaum und gleicht sie mit schnellem Wachstum erneut aus. Das komplette Entfernen der Ruten, sodass nur noch ein Stumpf übrig bleibt, war früher üblich, In diesem Fall nannte man die beschnittene Trauerweide dann eine Kopfweide.

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Ist ein Rückschnitt erforderlich?

Kaum ein anderer Baum besitzt eine so markante Wuchsform wie die Trauerweide. Stören die herabhängenden Äste nicht, ist ein Rückschnitt nicht unbedingt notwendig. Allerdings hilft das regelmäßige Einkürzen, große Mengen an Laub zu verhindern. Zudem lassen sich die biegsamen Ruten sehr gut anderweitig nutzen (zum Beispiel um einen Sichtschutz oder Körbe zu flechten).

Zeitpunkt

Schneiden Sie Ihre Trauerweide am besten im zeitigen Frühjahr. Wenn Sie noch vor dem Sprießen der Blüte zum Schnitt ansetzen, werden Sie wenig später mit besonders vielen Kätzchen belohnt.
Zu lange sollten Sie aber auch aufgrund gesetzlicher Vorschriften nicht warten. In der Zeit von März bis Oktober ist ein radikaler Schnitt der Trauerweide verboten, da der Laubbaum vielen Vögel- und Insektenarten als Lebensraum dient.

Das passende Werkzeug

Am besten behelfen Sie sich mit folgenden Utensilien:

  • einer Kettensäge mit langem Schwert, um auch dicke Äste zu zerkleinern
  • einem Hubsteiger, um die Krone mühelos zu erreichen

Vorgehen

  • arbeiten Sie sich von außen nach innen vor
  • kürzen Sie die neuen Austriebe etwa um zwei Drittel
  • schneiden Sie die Zweige unterhalb der Blattknospe ab
  • glätten Sie die Schnittstellen anschließend mit der Kettensäge, dies sorgt für eine bessere Wundheilung

Neuaustrieb nach dem Schnitt

Die Trauerweide treibt schon nach kurzer Zeit erneut an den Schnittstellen aus. Dank ihres rapiden Wachstums müssen Sie nicht befürchten, den Baum mit einem falschen Schnitt zu verunstalten. Kleine Fehler sind im Nu verwachsen.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: photowind/Shutterstock

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