Eine Trauerweide vermehren

Aufgrund ihrer wunderschönen Optik lösen Trauerweiden auf Gärtner einen großen Reiz aus, den Laubbaum im eigenen Garten zu besitzen. Hegen auch Sie diesen Wunsch schon lange? Die Anschaffung einer Jungpflanze aus der Baumschule ist dafür nicht erforderlich. Mit den Tipps auf dieser Seite züchten Sie Ihre eigene Trauerweide aus Stecklingen heran. Das Verfahren ist einfacher, als Sie denken.

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Die Vermehrung über Stecklinge ist bei der Trauerweide sehr vielversprechend

Geeigneter Zeitpunkt

Der beste Zeitpunkt, um eine Trauerweide zu vermehren ist der Winter. Zwischen Oktober und Februar müssen Sie nicht befürchten, beim Entnehmen der Stecklinge Vögel beim Brüten zu stören. Außerdem treiben die Weiden dann gleich im kommenden Frühjahr aus.

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Tipps

Als besonders wuchsfreudig erweisen sich die Sorten Salix pupurea (Purpurweide) und Salix alba (Silberweide).

Varianten zur Vermehrung

Die beiden folgenden Methoden ähneln sich sowohl in der Ausführung als auch in der Einfachheit. Welche Variante Sie bevorzugen, bleibt Ihnen überlassen.

Stecklinge in die Erde pflanzen

  1. Schneiden Sie an einem frostfreien Tag etwa 35 cm lange Triebe von einer bestehenden Trauerweide ab.
  2. Achten Sie dabei auf einen schrägen Schnitt oder holen Sie diesen gegebenenfalls zu Hause nach.
  3. Setzen Sie die Stecklinge an gewünschter Stelle in die Erde.
  4. Halten Sie das Substrat stets feucht.

Stecklinge im Wasserglas

  1. Beschaffen Sie sich die Stecklinge auf die oben genannte Weise.
  2. Stellen Sie die Stecklinge in ein Gefäß mit Wasser.
  3. Sind die Wurzelausläufer ausreichend lang, setzen Sie die Triebe ins Freie.

Hängeweiden vermehren

Selbstverständlich können Sie Ihre Stecklinge anstelle des Freilands auch in einen Kübel pflanzen. Bei Hängeweiden, zu denen auch die Trauerweide gehört, ist die Vermehrung auf diese Weise jedoch etwas zeitaufwendiger. Um das rasante Wachstum im Zaum zu halten, erfordert die Aufzucht einen jährlichen Radikalschnitt. Somit müssen Sie sich einige Jahre gedulden, ehe das Bäumchen eine zufriedenstellende Wuchsform erreicht hat.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Madlen/Shutterstock

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