Tipps zum Umpflanzen einer Weide

Eigentlich hatten Sie beim Anlegen Ihres Gartens vorausschauend geplant und dann kommt doch alles ganz anders? Insbesondere das rasante Wachstum einer Weide wird häufig unterschätzt, sodass ein Standortwechsel dringend erforderlich ist. Aber auch Zierweiden wie Hakuro Nishiki können nach der Aufzucht im Kübel ins Freiland gesetzt werden. Damit der Baum auch am neuen Standort gut gedeiht, sollten Sie dabei einiges berücksichtigen.

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Kleinbleibende Sorten wie die Harlekinweide lassen sich sehr gut umsetzen

Ist das Umpflanzen einer Weide möglich?

Im Grunde lassen sich alle Weide Arten nach dem Pflanzen noch einmal umsetzen. Jedoch sollte dies aus zwei Gründen noch in jungen Jahren geschehen, denn

  • Weiden wachsen in kurzer Zeit sehr ausladend und hoch
  • ältere Exemplare haben am neuen Standort häufig Schwierigkeiten, neue Wurzeln zu bilden

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Zeitpunkt

Der beste Zeitpunkt, um eine Weide umzupflanzen, ist der Oktober. Zu dieser Zeit befindet sich das Bäumchen weder im Wachstum, noch treibt es neu aus.

Anleitung

  1. Heben Sie ein halbes Jahr vor dem geplanten Umpflanzen einen Graben um die Weide aus.
  2. Füllen Sie diesen mit Kompost.
  3. Schneiden Sie die Weide bis knapp über dem Boden ab.
  4. Legen Sie vorsichtig den Wurzelballen frei.
  5. Achten Sie darauf, so wenig Wurzeln wie möglich zu beschädigen.
  6. Hebeln Sie den Wurzelballen aus der Erde.
  7. Stellen Sie die Weide in Wasser.
  8. Heben Sie am neuen Standort ein Loch mit dem dreifachen Durchmesser des Wurzelballens aus.
  9. Setzen Sie die Weide dort ein.
  10. Schütten Sie das Loch mit Erde zu und drücken Sie diese leicht an.
  11. Wässern Sie die Weide gut.

Warum ist der Rückschnitt wichtig?

Die Wurzeln dienen der Nährstoffversorgung der Blätter und Zweige. Leider lässt es sich nicht vollständig vermeiden, eine Weide aus dem Boden zu heben, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Deshalb könnte es sein, dass dem Baum am neuen Standort zwar genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen, er sie aber nicht aufnehmen kann. Je weniger Blätter und Zweige in diesem Fall versorgt werden müssen, umso besser wird sich die Weide erholen.
Es ist übrigens völlig normal, wenn Ihre Weide im ersten Jahr nach dem Umpflanzen keine Blüten trägt. Verantwortlich ist der oben genannte Grund. Schon bald wird sie bei gewissenhafter Pflege aber wieder austreiben.


Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Andrii Rodko/Shutterstock

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