Die Steppenkerze: Im Freiland problemlos winterhart?

Die Pflanzengattung Eremurus umfasst etwa 45 verschiedene Arten, die sich anhand der jeweiligen Wuchshöhe und der Blütenfarbe unterscheiden lassen. Trotz des exotisch anmutenden Aussehens handelt es sich bei der Steppenkerze nicht notwendigerweise um eine Kübelpflanze, da sie unter den richtigen Bedingungen auch in kalten Regionen problemlos im Freien überwintert werden kann.

Steppenkerze überwintern
Die Steppenkerze ist gut winterhart
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Herkunft und Vegetationszyklus der Steppenkerze

In der Natur reicht das Verbreitungsgebiet der Gattung Eremurus vom Iran, Irak und Afghanistan bis nach China, in die Türkei und Ukraine. bei den natürlichen Standorten der Steppenkerze handelt es sich oftmals um kalte Hochebenen, subalpine Gegenden und grasige Steppen. Der mehrjährigen und krautig wachsenden Pflanze macht dies nichts aus, da sie die kalten Wintermonate mittels den als Überdauerungsorgan angelegten Rhizomen mit ihrer charakteristischen “Seesternform” überstehen. Die lanzettförmigen Blätter und die bis zu 2 Meter hohen Blütenstiele wachsen daraus jährlich neu hervor und sterben nach der Blütezeit ab.

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Auch in Gegenden mit starken Winterfrösten ist die im Freiland ausgepflanzte Steppenkerze in der Regel ohne speziellen Winterschutz winterhart. Schutzmaßnahmen sind allenfalls bei Exemplaren in kleineren Pflanztöpfen zu ergreifen, da diese weniger Pflanzsubstrat als Isolationsschicht enthalten. Gefährlich kann es für die Steppenkerze in Böden mit winterlicher Staunässe werden. Dieser Gefahr der Wurzelfäulnis können Sie aber vorbeugen, indem Sie das Pflanzloch bei der Pflanzung etwas tiefer ausheben und mit einer Drainageschicht aus Kies und Sand versehen.

Was ein Winterschutz alles leisten kann

Eine winterliche Abdeckung mit Mulch (18,90€ bei Amazon*) oder Kompost kann die Steppenkerze nicht nur vor den frostigen Temperaturen schützen, sondern auch gleich den Boden für die nächste Saison mit Nährstoffen anreichern. Trockenes Laub oder Fichtenreisig eignet sich aus den folgenden Gründen noch besser für diesen Zweck:

  • sorgt für weniger Dauerfeuchte im Boden als Mulch oder Kompost
  • lässt sich im Frühjahr unkomplizierter entfernen
  • schützt die Pflanzen vor zu starker Bodenerwärmung im Frühjahr

Zu früh austreibende Steppenkerzen an geschützten Standorten leiden im Frühjahr manchmal an den Spätfrösten im April und Mai. Eine Abdeckung verzögert das Austreiben der Blätter und kann somit Frostschäden verhindern.

Tipps

Damit die Steppenkerze vor dem Winter noch optimal am neuen Standort anwachsen kann, sollte eine Pflanzung der Rhizome nicht zu spät erfolgen. Optimal dafür ist der Frühherbst von Ende August bis Mitte September, um auch direkt im Folgejahr schon die imposanten Blüten bewundern zu können.

Text: Alexander Hallsteiner

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