Steppenkerze blüht nicht

Wenn die Steppenkerze (Eremurus) je nach Unterart ihre kerzenförmigen Blütenstände im Garten bis zu 2 Meter hoch erhebt, so ist dies ein wahrhaft imposanter Anblick. Umso ärgerlicher ist es dagegen, wenn die erwartete Blütenpracht aus den verschiedensten Gründen ausbleibt.

Steppenkerze zur Blüte anregen
Die Blüten der Steppenkerze sind bezaubernd; umso ärgerlicher ist es, wenn sie nicht blüht
Früher Artikel Die Steppenkerze im Garten selbst vermehren

Den richtigen Standort auswählen

Steppenkerzen kommen in der Natur in grasigen Steppen und auf zwar kühlen, aber sonnigen Hochebenen vor. Dementsprechend benötigen sie für ein gesundes Wachstum auch im Garten einen möglichst sonnigen Standort mit einem möglichst nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Sollte der Boden zu lehmig und schwer sein, so kann nachgeholfen werden, indem das tiefer ausgehobene Pflanzloch mit einer Drainageschicht aus Sand oder Kies versehen wird. Windgeschützte Standorte sind aufgrund der hohen und dünnen Blütenstiele zwar empfehlenswert, die Pflanzen können aber auch mit Bambusstäben gegen das Umknicken bei starkem Seitenwind gesichert werden.

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Die Steppenkerze nur im Herbst verpflanzen

Ein häufiger Grund für das Ausbleiben der Blüte ist es, wenn die Steppenkerze mit ihren wurzelnackten Rhizomen im Frühjahr verpflanzt wird. Häufig kommt es in diesen Fällen erst im folgenden Jahr wieder zu einer Blüte, wenn sich die Pflanzen hiervon erholt haben. Dem natürlichen Vegetationszyklus der Pflanzen folgend sollte das Ein- und Umpflanzen der Rhizome nach der Blütezeit im Frühherbst, allerdings auch nicht zu spät erfolgen. Optimal als Pflanzzeit geeignet sind die zweite Augusthälfte und die ersten beiden September-Wochen.

Schädlinge der Steppenkerze bekämpfen

Während Krankheiten der Steppenkerze nicht wirklich eine Kategorie der Bedrohung oder einen Grund für das Ausbleiben der Blüte darstellen, kann es durchaus zu Schäden durch die folgenden Schädlinge kommen:

  • Schnecken
  • Wühlmäuse
  • Engerlinge

Schnecken zehren am Energiehaushalt der Steppenkerze, indem sie die Blattmasse dezimieren. Gefährlicher sind aber Wühlmäuse und Engerlinge im Boden, da sie die Wurzeln der Eremurus-Arten bevorzugt annagen und somit schädigen können.

Die Pflanzen der Gattung Eremurus gegen Spätfröste absichern

An geschützten Standorten kann es im Frühjahr oft schon vor den letzten Spätfrösten zu einer starken Erwärmung der oberen Erdschichten kommen. Um Frostschäden an den zu früh ausgebildeten Blättern der Steppenkerze zu vermeiden, kann der Austrieb durch eine Winterabdeckung mit Reisig oder einem speziellen Vlies verzögert werden.

Tipps

Da die Steppenkerze bereits im Sommer die notwendige Energie für den Austrieb im Folgejahr “einlagern” muss, sollten die Blätter nicht zu früh abgeschnitten werden. Mit einer geschickten Pflanzung im Staudenbeet können Sie die unansehnlich gewordenen Blätter aber verdecken, bis diese komplett welk geworden sind.

Text: Alexander Hallsteiner

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