Fritillaria imperialis blüht nicht
Die Kaiserkrone sollte im Mai/Juni große Blüten tragen; blüht sie nicht, besteht Handlungsbedarf

Die Kaiserkrone im Garten blüht nicht: Gründe und Gegenmaßnahmen

Bei guter Standortwahl und Pflege kann die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) ohne Umpflanzen viele Jahre am selben Standort zur Blütezeit die Farbpalette im Blumenbeet bereichern. Für nicht zur Blüte gelangende Pflanzen kann es unterschiedliche Gründe geben.

Früher Artikel Die optimale Pflege für die Kaiserkrone im eigenen Gartenbeet Nächster Artikel Die Vermehrung der Kaiserkrone im eigenen Garten

Grundsätzliche Faktoren der Standortwahl

Damit die Kaiserkrone aus dem Sonnenlicht und den Nährstoffen im Boden genügend Energie für die jährlich neu empor wachsenden Blütenstände gewinnen kann, ist sie auf einen möglichst sonnigen Standort mit einem durchlässigen Boden angewiesen. Bei schweren Gartenböden können Sie mit folgenden Maßnahmen gegen die Fäulnisgefahr an den Zwiebeln der Kaiserkrone vorgehen:

  • zu schwere Böden mit abgelagertem Kompost auflockern
  • bei der Pflanzung das Pflanzloch unten mit etwas Sand auskleiden
  • die abgeflachten Zwiebeln in leichter Schräglage einpflanzen, um Wasserrückstände an der Oberseite zu vermeiden

Außerdem werden die Zwiebeln der Kaiserkrone zwischen Juli und September relativ tief in etwa 20 bis 30 Zentimetern Tiefe unter der Erdoberfläche eingepflanzt.

Die Zwiebeln der Kaiserkrone überwintern im Boden

Manch übereifriger Gärtner gräbt die Zwiebeln der Kaiserkrone nach der Blütezeit aus dem Boden aus, um diese trocken im Haus zu überwintern. Dies ist aber falsch, da die Kaiserkronenzwiebeln ohne Probleme im Boden winterhart sind und nicht komplett trocken überwintert werden dürfen. Außerdem sollten neu eingepflanzte oder umgepflanzte Zwiebeln möglichst im Sommer oder spätestens bis September in den Boden kommen, damit diese noch vor dem Winter ihre Wurzeln in den sie umgebenden Erdboden ausbreiten können.

Mangelerscheinungen und Schädlinge erkennen und beheben

Einerseits sind Kaiserkronen ein beliebter Joker gegen einen Befall mit Wühlmäusen im Garten, da diese den intensiven Geruch der Pflanzen nicht ausstehen können. Andererseits ist aber auch die Kaiserkrone selbst nicht ganz vor Schädlingen gefeit. Wenn Sie Staunässe oder einen zu schattigen und nährstoffarmen Standort als Grund für die Blütenarmut ausschließen können, sollten Sie das Blumenbeet auf einen Befall mit Lilienhähnchen kontrollieren. Diese etwa 8 Millimeter langen, rot gefärbten Käfer schädigen als Larven und Käfer die Blätter der Kaiserkrone und können durch Absammeln bekämpft werden.

Tipps & Tricks

Haben die Zwiebeln der Kaiserkrone trotz geeigneter Standortfaktoren mehrere Jahre lang keine Blüten hervorgebracht, dann sollten sie zur Kontrolle ausgegraben werden. Möglicherweise hat die Zwiebel im Zuge der Vermehrung Brutzwiebeln gebildet, die dann an einem anderen Platz neu eingepflanzt werden können.

Text: Alexander Hallsteiner

Beiträge aus dem Forum