Mit der Kaiserkrone chemie- und gewaltfrei gegen die Wühlmaus im Garten vorgehen

Die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) wird aufgrund der prachtvollen Blüten schon seit Jahrhunderten als Gartenpflanze geschätzt. Allerdings wirkt sich die Pflanze auch mit einem interessanten Nebeneffekt auf die Schönheit im Garten aus, nämlich als biologische Waffe im Kampf gegen lästige Maulwürfe und Wühlmäuse.

Kaiserkrone gegen Mäuse
Mithilfe der Kaiserkrone kann die niedliche Wühlmaus ganz ohne Chemie ferngehalten werden

Der Geruch wirkt abschreckend auf gierige Nager

Bei einem Verzehr der Blätter und insbesondere der Zwiebeln wirkt die Kaiserkrone auf Menschen und auch auf diverse Tierarten giftig. Dies ist wohl auch der Grund, warum die Kaiserkrone mögliche Schädlinge mit einem intensiven Geruch nach Raubkatzenurin vor ihrem Gift warnt. Da Wühlmäuse und Maulwürfe oft unter einer Schneedecke unbemerkt großen Schaden anrichten, eignen sich Kaiserkronen besonders gut als biologische Abwehr. Immerhin bleiben die in etwa 20 Zentimetern Tiefe gepflanzten und winterharten Zwiebeln der Kaiserkrone ganzjährig im Boden und können So Ihren auf die Nager verstörend wirkenden Geruch entfalten.

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Keine Garantie gegen Wühlmäuse

Manche Hobby- oder auch Profigärtner mögen nicht ganz unbegründet bemängeln, dass die Kaiserkrone auch nicht direkt eine Wunderwaffe bei der Abwehr von Wühlmäusen darstellt. So wie es einerseits keine absolute Garantie gegen das Fernbleiben der Nager vom Blumenbeet mit darin gehegten und gepflegten Kaiserkronen gibt, so ist andererseits die Wirkung des Kaiserkronengeruchs lokal sehr begrenzt. Wirklich wirksam lassen sich die Kaiserkronen als Schutzbarriere gegen Wühlmäuse also nur einsetzen, wenn Sie die Pflanzen in größerer Stückzahl vermehren und möglichst flächendeckend im Garten oder am Zaun entlang verteilen.

Der sinnvolle Einsatz der Kaiserkrone als Wühlmausschreck

Auch wenn die Kaiserkrone in ihrer Wirksamkeit gegen Wühlmäuse begrenzter sein mag als spezielle Giftköder oder Schlagfallen, in jedem Fall ist diese Methode nicht nur legal und human, sondern auch absolut biologisch. Bei der Pflanzung als Blühpflanze und Wühlmausschreck im Garten sollten Sie also möglichst folgende Punkte beachten:

  • Räumliche Verteilung einzelner oder gruppierter Kaiserkronen in den Blumenbeeten
  • Wahl eines sonnigen Standorts ohne Staunässegefahr
  • Kombination mit zeitversetzt und in anderer Höhe blühenden Pflanzen

Oft ziehen bestimmte Wurzeln, Knollen und Zwiebeln Wühlmäuse im Garten geradezu magisch an. Schützen Sie diese Wühlmaus-Delikatessen vor dem Zugriff der Nager, indem Sie diese gezielt mit einigen Kaiserkronen umpflanzen.

Tipps & Tricks

Da die Kaiserkrone nach der Blütezeit bis zum Herbst langsam verwelkt, sollten Sie deren Basis mit anderen mittelhohen Pflanzen im Beet verdecken.

Text: Alexander Hallsteiner
Social Media Manager

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