Die Kaiserkrone: biologisches Mittel gegen den Maulwurf im Garten?

Wenn sich im Garten erst einmal ein Maulwurf angesiedelt hat, dann dauert es meist nicht lange bis zum Erscheinen der charakteristischen Erdhügel inmitten der Rasenfläche. Da ein gezieltes Vorgehen gegen den Maulwurf aufgrund des geltenden Artenschutzrechts eigentlich nicht zulässig ist, bietet sich die Kaiserkrone als sanfte Alternative an.

Maulwürfe vertreiben Kaiserkrone
Die Zwiebel der Kaiserkrone vertreibt mit ihrem starken Geruch Maulwürfe

Giftige Zwiebel mit strengem Geruch

Die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) ist nicht nur giftig, sie warnt auch mit einem starken Knoblauchgeruch mögliche Schädlinge vor dem Verzehr der besonders giftigen Knollen. Dieser Geruch der Zwiebeln ist es, der kleine Nagetiere wie Wühlmäuse und Maulwürfe auf Abstand hält. Besonders wirkungsvoll ist es daher, wenn Sie gleich mehrere Kaiserkronen in das Blumenbeet einpflanzen.

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Achtung: begrenzte Wirksamkeit

Mit der Wirkmächtigkeit brachialer Methoden wie Schlagfallen oder verbotener Giftköder kann der Einsatz der Kaiserkronen als biologischer Nagerabwehr nicht direkt mithalten. Kritiker dieser Methode wenden daher auch durchaus berechtigt ein, dass der Geruch von Kaiserkronen nur lokal begrenzt wirkt und sich damit Wühlmäuse und Maulwürfe nicht komplett aus dem Garten vertreiben lassen. Allerdings lässt sich der erfreuliche Nebeneffekt dieser im April und Mai blühenden Pflanzen durchaus nutzen, um Nager-Leckerbissen in Form anderer Blumenzwiebeln vor dem Zugriff zu schützen. Dafür setzen Sie ganz einfach mehrere Kaiserkronen zwischen andere Zwiebelpflanzen oder auch um die Wurzeln junger Obstbäume, damit die Duftbarriere wirksam ist.

Teil einer Strategie der Vergrämung

Wenn auch vielleicht die Kaiserkrone alleine den störenden Maulwurf noch nicht gleich aus Ihrer Gartenoase vertreibt, so kann der Einsatz der attraktiven Pflanzen doch zumindest ein Baustein in einer Strategie zur biologischen Maulwurfsabwehr sein. Schließlich bietet Ihnen die Natur zahlreiche weitere Möglichkeiten, mit denen eine gewaltlose „Vergrämung“ der unliebsamen Bodenaufwühler durchaus möglich ist. So können Sie parallel zur Geruchsschlacht mit der Kaiserkrone auch:

  • die Bauarbeiten der Erdtunnel mit manuellem Zuschütten oder dem Gartenschlauch behindern
  • vergorene Holunderjauche in die Öffnungen der Grabegänge einfüllen
  • beim Haareschneiden Haare aufheben und zur Abschreckung in die Maulwurfsgänge stecken
  • eine akustische Maulwurfsabwehr mit Windantrieb bauen

Tipps & Tricks

Damit Sie den Duft der Kaiserkrone möglichst großflächig gegen Maulwürfe einsetzen können, sollten Sie die Selbstaussaat der Pflanzen zulassen oder eine Vermehrung über sich bildende Brutzwiebeln forcieren.

Text: Alexander Hallsteiner

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