Eremurus pflanzen
Die Steppenkerze sollte an einen möglichst sonnigen Standort gepflanzt werden

Die Steppenkerze im Garten pflanzen: Was ist dabei wichtig?

Die imposante Erscheinung der Steppenkerze (Eremurus) hat dieser Pflanze im Volksmund so klingende Namen wie "Lilienschweif" oder "Nadel der Kleoptara" eingebracht. Besonders wirkungsvoll lassen sich die beliebten Gartenpflanzen in Staudenbeeten und vor eher dunklen Ziergräsern inszenieren.

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Welche Charakteristika weisen die Pflanzen auf?

Die Steppenkerze zählt zu den Affodillgewächsen und verfügt über eher unscheinbare Blätter. Dafür sind die Blüten bei den meisten Unterarten umso imposanter und begeistern durch die sich von unten her öffnenden Einzelblüten mit einer besonders lange anhaltenden Blütenpracht. Die Pflanze hat als Überdauerungsorgan dickfleischige Rhizomwurzeln, mit denen sie auch hierzulande ziemlich problemlos überwintern kann.

Wie sollte ein idealer Standort für Steppenkerzen im Garten beschaffen sein?

Um genügend Energie für die Ausbildung der prächtigen Blütenstände sammeln zu können, benötigen Steppenkerzen einen möglichst sonnigen Standort. Dieser sollte außerdem möglichst windgeschützt liegen und ein humoses und tiefgründiges Erdreich aufweisen. So können oftmals notwendige Pflegemaßnahmen wie das Stabilisieren der Blüten mit Stützstäben mitunter unterbleiben. Optisch besonders reizvoll ist im Garten eine Kombination mit den folgenden Pflanzenarten:

  • Ziergräser
  • Kletterrosen
  • Türkischer Mohn
  • Ruten-Hirse
  • Pfingstrose

Da die Blätter der Steppenkerze oft schon während der Blütezeit welk werden, sollte mit anderen Pflanzen ein passender „Sichtschutz“ im Staudenbeet angelegt werden.

Was ist beim Einpflanzen der Steppenkerzen zu beachten?

Da die seesternartig aussehenden Wurzeln sehr brüchig sind, sollten diese während der Pflanzzeit möglichst vorsichtig in das Pflanzloch gesetzt werden, welches zuvor etwas tiefer ausgehoben und mit feinem Kies und Sand ausgekleidet wurde. Mit dieser Maßnahme wird gleichzeitig auch die nötige Drainage erreicht, um Staunässe von den empfindlichen Wurzeln der Steppenkerze fern zu halten.

Wie können Steppenkerzen vermehrt werden?

Nach einigen Jahren an einem gut geeigneten Standort bilden Steppenkerzen oftmals nicht nur mehrere Blütenstiele aus, sondern bildet unterirdisch auch Tochterpflanzen aus sogenannten Brutzwiebeln aus. Die Anzucht aus Samen ist bei der Steppenkerze aus praktischen Gründen weniger wichtig als die Teilung der Wurzeln, die im frühen Herbst erfolgen kann.

Wann ist die beste Pflanzzeit für Steppenkerzen?

Um eine Blüte möglichst schon im Folgejahr zu erzielen, sollten die Wurzeln der Steppenkerzen ab Ende August, spätestens aber bis zum Spätherbst eingepflanzt werden.

Wie lange dauert die Blütezeit der Steppenkerzen?

Die meisten Steppenkerzen blühen in Abhängigkeit von Lage und Wetter zwischen Mai und Juli. Da sich die Blüten nach dem Aufblühen der ersten Einzelblüten auch als Schnittblumen lange halten, sind die Blüten der verschiedenen Eremurus-Arten als Wohnungsschmuck in Bodenvasen sehr beliebt.

Welches Substrat wirkt sich positiv auf das Wachstum der Steppenkerzen aus?

Der Untergrund sollte für die Kultur von Steppenkerzen im Garten tiefgründig und humos sein, allzu lehmige Böden können durch die Beimischung von Kies und Sand gegen die Gefahr von Staunässe abgesichert werden. Sollte die Steppenkerzen wiederholt nicht blühen, kann eine Bodenverbesserung mit nährstoffreichem Kompost und Gartenkalk notwendig sein.

Tipps

Damit sich Steppenkerzen optimal entwickeln und ihre bis zu 2,5 Meter hohen Blüten ungehindert ausbilden können, sollte zwischen den einzelnen Pflanzen ein Mindestabstand von etwa 30 Zentimetern eingehalten werden.

Text: Alexander Hallsteiner

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