Sonnenblume

Winterharte Staudensonnenblumen: Auswahl & Pflegetipps

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Staudensonnenblumen sind eine Bereicherung für jeden Garten, doch auch diese robusten Pflanzen benötigen die richtige Pflege. Dieser Artikel informiert umfassend über die Bedürfnisse der Staudensonnenblume und gibt hilfreiche Tipps für ihre Kultivierung.

Stauden Sonnenblume im Winter
Viele Arten der Stauden-Sonnenblume sind gut winterhart

Winterhärte der Staudensonnenblume

Die Staudensonnenblume, auch bekannt als Helianthus decapetalus, ist generell winterhart und kann mehrere Jahre im Garten verbleiben. Um ihre empfindlichen Überwinterungstriebe, die knapp unter der Erdoberfläche liegen, vor Frostschäden zu schützen, sind zusätzliche Maßnahmen sinnvoll. Besonders in Regionen mit strengen Kahlfrösten sollten Sie über Winterschutz nachdenken.

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Winterschutz für Staudensonnenblumen

Für einen effektiven Winterschutz decken Sie die Pflanzen in rauen Lagen mit Reisig oder einer dicken Schicht Herbstlaub ab. Diese Schutzschicht bewahrt die Überwinterungstriebe vor Frost und hilft gleichzeitig, die Bodenfeuchtigkeit zu regulieren.

Vorbereitung auf den Winter

Nach der Blütezeit im Herbst sollten die Stängel der Staudensonnenblume bis knapp über dem Boden zurückgeschnitten werden. Eine dünne Mulchschicht aus Kompost im Wurzelbereich dient als zusätzlicher Winterschutz und versorgt die Pflanze mit Nährstoffen für den neuen Austrieb im Frühjahr. Vermeiden Sie es, die Pflanzen spät im Jahr umzupflanzen oder zu teilen, damit sie vor dem ersten Frost gut einwurzeln können.

Beliebte Sorten der Staudensonnenblume

Es gibt verschiedene Sorten der Staudensonnenblume, die sich durch Wuchshöhe, Blütenfarbe und Blütezeit unterscheiden. Hier sind einige besonders attraktive und pflegeleichte Sorten:

Helianthus decapetalus

Diese Sorte, auch als Dekapetalus-Sonnenblume bekannt, hat goldgelbe Blüten, die von Juli bis Oktober blühen. Mit einer Wuchshöhe von 120 bis 180 cm ist sie ideal für gemischte Staudenrabatten oder als Hintergrundpflanze.

Helianthus atrorubens

Helianthus atrorubens beeindruckt mit leuchtend gelben Blüten, die von August bis September blühen, und erreicht eine Höhe von 150 bis 180 cm. Besonders auffällig sind die rötlichen Blütenstängel und purpurfarbenen Scheibenblüten.

Helianthus ‚Capenoch Star‘

Diese Sorte wächst bis zu 180 cm hoch und zeigt hellgelbe Blüten von August bis September. ‚Capenoch Star‘ eignet sich gut für naturnahe Pflanzungen und größere Gartenanlagen.

Helianthus ‚Meteor‘

‚Helianthus ‚Meteor‘ besitzt große, zitronengelbe Röhrenblüten und eignet sich hervorragend als Schnittblume. Sie blüht von August bis Oktober und erreicht eine Höhe von 130 bis 170 cm.

Helianthus ‚Soleil d’Or‘

Die Sorte ‚Soleil d’Or‘ hat gefüllte, goldgelbe Blüten mit einem Durchmesser von bis zu 12 cm und blüht von August bis September. Sie erreicht eine Höhe von 120 bis 180 cm und ist ideal für große Blumenarrangements.

Standort und Bodenbedingungen

Für optimales Wachstum benötigt die Staudensonnenblume einen sonnigen, warmen und möglichst windgeschützten Standort. Der Boden sollte durchlässig, nährstoffreich und sandig-lehmig bis lehmig-humos sein. Eine gute Drainage ist wichtig, da die Pflanze keine Staunässe verträgt. Achten Sie darauf, dass der Boden im Sommer nicht vollständig austrocknet. Während trockener Perioden ist zusätzliche Bewässerung erforderlich.

Pflanzung und Pflege

Die beste Pflanzzeit für Staudensonnenblumen ist das Frühjahr. Setzen Sie die Pflanzen in einem Abstand von etwa 80 cm, damit sie genügend Raum zum Wachsen haben. Tragen Sie beim Pflanzen Handschuhe, um mögliche Hautreizungen durch Pflanzensaft und Laub zu vermeiden.

Stützen und Düngen

Da Staudensonnenblumen recht hoch wachsen können, benötigen sie manchmal Stützstäbe, um ein Umknicken der Stängel zu verhindern. Düngen Sie die Pflanzen jährlich mit Kompost, um den Nährstoffbedarf zu decken. Eine erste Düngung im Frühjahr zu Beginn der Wachstumsperiode und eine weitere kurz vor der Blütezeit sind ideal. Vermeiden Sie das Düngen im Spätsommer und Herbst.

Vermehrung

Die Vermehrung der Staudensonnenblume erfolgt am besten durch Teilung im Frühjahr. Teilen Sie die Rhizome alle drei bis vier Jahre und pflanzen Sie die Teilstücke sofort wieder ein. Alternativ können Sie die Pflanzen durch Aussaat oder grundständige Stecklinge vermehren. Setzen Sie die Stecklinge in nährstoffarmes, leicht feuchtes Substrat, um die Wurzelbildung zu fördern.

Rückschnitt und Ausbreitung

Um einer übermäßigen Ausbreitung entgegenzuwirken, teilen Sie die Pflanzen alle drei bis vier Jahre. Ein regelmäßiger Rückschnitt der verwelkten Blüten verlängert die Blütezeit und verhindert die Selbstaussaat. Schneiden Sie nach der Blütezeit die Stängel bis knapp über den Boden zurück.

Bewässerung und Schutz

Während trockener Perioden sollten Sie die Staudensonnenblumen regelmäßig bewässern. Sorgen Sie für eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden. In kälteren Regionen kann eine Schicht Kompost um die Wurzeln zusätzlichen Schutz bieten und die Pflanze für den Winter vorbereiten.

Verwendung der Staudensonnenblume

Die Staudensonnenblume ist vielseitig einsetzbar und eine Bereicherung für den Garten. Ihre leuchtenden, gelben Blüten schaffen eine sonnige Atmosphäre und bieten ökologischen Nutzen.

Anwendung in Staudenrabatten

Setzen Sie die Staudensonnenblume in gemischten oder reinen Staudenrabatten ein. Mit ihrer Höhe ist sie ideal als Hintergrundpflanze und bildet einen farbenfrohen Akzent. Sie harmoniert gut mit anderen Stauden und mehrjährigen Pflanzen.

Ländlicher Garten

In ländlich gestalteten Gärten passt die Staudensonnenblume hervorragend zu Pflanzen wie Rittersporn, Fetthenne und Herbstastern. Ihre strahlend gelben Blüten sorgen für lebendige Kontraste.

Bienenweide

Die Staudensonnenblume ist eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber. Ihre Blüten sind reich an Nektar und Pollen, was sie besonders attraktiv macht. Durch die Pflanzung tragen Sie zur Förderung der Biodiversität und des ökologischen Gleichgewichts bei.

Natürlicher Sichtschutz

Dank ihrer Höhe und buschigen Wuchsform kann die Staudensonnenblume auch als natürlicher Sichtschutz dienen. Pflanzen Sie sie entlang von Grundstücksgrenzen oder zur Abtrennung verschiedener Gartenbereiche.

Verwendung als Schnittblume

Dank ihrer länglichen und stabilen Stängel eignet sich die Staudensonnenblume hervorragend für den Schnitt. Ihre leuchtenden Blüten sind ein Highlight in der Vase und bringen auch im Innenraum eine warme Atmosphäre. Darüber hinaus können die Blüten nach der Trocknung in dekorativen Trockenarrangements verwendet werden.

Wert für Vögel

Die Staudensonnenblume bildet zahlreiche Samen, die im Winter eine Nahrungsquelle für Vögel darstellen. Lassen Sie einige verblühte Blütenstände im Garten stehen, um Vögeln eine natürliche Futterquelle zu bieten.

Mit diesen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist die Staudensonnenblume nicht nur eine optische Bereicherung, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Vielfalt in Ihrem Garten.

Bilder: schnuddel / iStockphoto