Stauden

Sommerjasmin erfolgreich überwintern: Tipps und Tricks

Artikel zitieren

Der Sommerjasmin ist nicht winterhart und benötigt ein frostfreies Winterquartier. Dieser Artikel erklärt, wie Sie die exotische Pflanze richtig überwintern und im nächsten Frühjahr wieder Freude an ihr haben.

sommerjasmin-ueberwintern
Sommerjasmin liebt, wie sein Name schon sagt, den Sommer; Winter mag er gar nicht

Warum eine Überwinterung nötig ist

Der Sommerjasmin (Solanum jasminoides) stammt aus Südamerika und ist deswegen an ein warmes Klima gewöhnt. Frost und kalte Temperaturen können zu erheblichen Schäden oder sogar dem Tod der Pflanze führen. Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt reichen bereits aus, um den Jasmin zu schädigen. Daher ist es essenziell, den Sommerjasmin vor dem ersten Frost in ein geeignetes Winterquartier zu bringen, um seine Blütenpracht auch im nächsten Jahr zu sichern.

Lesen Sie auch

Der ideale Zeitpunkt für die Überwinterung

Sie können den Sommerjasmin im Freien lassen, solange die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen. Es ist jedoch ratsam, die Pflanze nicht bis zum ersten Frost draußen zu belassen. Kühlere Temperaturen und feuchte Bedingungen können ihr schaden. Üblicherweise sollten Sie den Sommerjasmin ab Mitte bis Ende Oktober ins Winterquartier bringen, in milderen Regionen möglicherweise auch etwas später.

Geeignete Überwinterungsorte

Ein heller und kühler Standort ist ideal für die Überwinterung des Sommerjasmins. Die Temperatur sollte zwischen 2 und 10 °C liegen. Je dunkler der Standort, desto kühler sollte die Umgebungstemperatur sein, um ein vorzeitiges Austreiben zu verhindern und Schädlingsbefall zu minimieren.

Gute Überwinterungsorte sind:

  • Kalt-Wintergarten: Helligkeit und kühle Temperaturen bieten optimale Bedingungen und Schutz vor Wind und Wetter.
  • Unbeheiztes Gewächshaus: Ähnlich wie ein Kalt-Wintergarten bietet es ausreichend Schutz.
  • Überwinterungszelt: Diese Zelte bieten Schutz vor Frost und lassen ausreichend Licht durch, ideal für Garten oder Balkon.
  • Unbeheiztes Treppenhaus: Ein helles, unbeheiztes Treppenhaus kann, sofern es genügend Licht bietet, ebenfalls gut genutzt werden.
  • Andere unbeheizte Nebenräume: Keller oder Garagen mit konstanten Temperaturen zwischen 2 und 10 °C sind ebenfalls geeignet. Wichtig ist, dass der Raum hell genug ist.

Vorbereitung auf die Überwinterung

Vor dem Einräumen in das Winterquartier sind einige Vorbereitungen notwendig:

  • Rückschnitt: Schneiden Sie die Pflanze zurück, um Platz zu sparen und abgestorbene oder kranke Triebe zu entfernen.
  • Reinigung: Reinigen Sie die Blätter und den Topf gründlich, um Schädlinge und Krankheiten zu vermeiden.
  • Schädlingskontrolle: Untersuchen Sie die Pflanze sorgfältig auf Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben und behandeln Sie diese gegebenenfalls.
  • Gießmenge reduzieren: Ab August oder September sollten Sie die Wassergaben schrittweise verringern und das Düngen komplett einstellen, um die Pflanze auf die Winterruhe vorzubereiten.

Pflege während der Überwinterung

Während der Überwinterung braucht der Sommerjasmin nur wenig Pflege:

  • Gießen: Gießen Sie die Pflanze sparsam, etwa alle zwei Wochen, sodass die Erde mäßig feucht bleibt, aber nicht vollständig austrocknet.
  • Düngung: Düngen ist während der Winterruhe nicht erforderlich.
  • Regelmäßige Kontrolle: Überprüfen Sie die Pflanze regelmäßig auf Schädlingsbefall und Krankheiten, insbesondere auf Blattläuse und Spinnmilben.

Auswintern des Sommerjasmins

Sobald die Frostgefahr im Frühjahr vorüber ist, kann der Sommerjasmin wieder ins Freie gebracht werden, in der Regel ab Mitte bis Ende April. Wichtig ist, die Pflanze langsam an die Sonne zu gewöhnen, um Sonnenbrand zu vermeiden:

  1. Stellen Sie die Pflanze zunächst an einen schattigen Platz nahe einer Hauswand.
  2. Nach etwa einer Woche verlegen Sie den Sommerjasmin an einen halbschattigen Standort.
  3. Nach weiteren ein bis zwei Wochen kann die Pflanze an einen vollsonnigen Platz gebracht werden.

Diese schrittweise Anpassung schützt den Sommerjasmin vor Blattschäden und sorgt für ein gesundes Wachstum im neuen Gartenjahr.

Bilder: Kateryna Deineka / Shutterstock