Solanum überwintern – Tipps und Tricks

Die Gattung der Nachtschatten (bot. Solanum) beinhaltet etwa 1400 Arten von Pflanzen mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen bezüglich Standort, Boden, Pflege und Klima. Dementsprechend muss auch die Überwinterung der einzelnen Arten auf verschiedene Weise gestaltet werden.

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Die meisten Nachtschattengewächse sind nicht winterhart

Wie viel Frost verträgt Solanum?

Wie viel Frost Ihr Solanum verträgt, hängt von seiner Art ab. Immerhin enthält die Gattung etwa 1400 verschiedene Pflanzenarten. Die beliebte Kletterpflanze Solanum jasminoides, auch als Sommerjasmin bekannt, verträgt Frost bis etwa – 2 °C, allerdings nur für sehr kurze Zeit. Eine frostfreie Überwinterung ist daher dringend zu empfehlen. Der Enzianstrauch (bot. Solanum rantonnetii) braucht sogar Temperaturen von mindestens + 7 °C.

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Wohin mit dem Sommerjasmin im Winter?

Der nicht winterharte Sommerjasmin kann sowohl kühl und dunkel, also zum Beispiel in einem Kellerraum überwintern, als auch mäßig warm und hell. Hier empfiehlt sich ein Wintergarten oder ein beheiztes Gewächshaus. Nicht geeignet ist dagegen ein warmes Wohnzimmer. Über 15 °C sollten die Temperaturen im Winterquartier nicht liegen, unter etwa 5 °C aber auch nicht.

Bei kühler und dunkler Überwinterung wird Ihr Sommerjasmin vermutlich seine Blätter abwerfen, manchmal auch Geiltriebe ausbilden (lange, blasse und blattlose Triebe). Das ist völlig normal. Im Frühjahr können Sie die unerwünschten Triebe einfach abschneiden. Der Neuaustrieb ist dann wieder kräftig und grün.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Solanum oft nicht winterhart
  • frostfreie Überwinterung empfohlen, Temperatur je nach Art eventuell verschieden
  • Sommerjasmin: kühl und dunkel oder mäßig warm und hell überwintern
  • warme Überwinterung (gut geheiztes Wohnzimmer) in der Regel kein gutes Winterquartier
  • Rückschnitt vor dem Verbringen ins Winterquartier empfehlenswert

Tipps

Achten Sie darauf, dass der Sommerjasmin auch im Winterquartier außerhalb der Reichweite von Kindern steht, denn er gilt als giftig.

Text: Ursula Eggers

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