Jasmin

Jasmin im Topf überwintern: Praktische Tipps & Anleitung

Artikel zitieren

Jasmin im Topf benötigt ein geeignetes Winterquartier, um die kalte Jahreszeit gesund zu überstehen. Dieser Artikel erläutert die optimale Pflege und Standortwahl für die Überwinterung von Jasmin.

Jasmin im Kübel überwintern
Am sichersten ist, Jasmin drinnen im Topf zu überwintern

Richtiger Zeitpunkt, Jasmin ins Winterquartier zu bringen

Wenn die Temperaturen dauerhaft unter 15°C fallen, sollte der Jasmin ins Winterquartier umziehen. Dies geschieht typischerweise im Herbst, noch bevor die ersten Nachtfröste eintreten. Ein rechtzeitiges Einräumen schützt die Pflanze vor Frostschäden und sichert ihre Gesundheit während der winterlichen Ruhephase.

Lesen Sie auch

Wahl des richtigen Winterquartiers

Die richtige Wahl des Winterquartiers ist entscheidend für die erfolgreiche Überwinterung von Jasmin. Der ideale Ort sollte hell und kühl sein, mit Temperaturen um die 10°C. Geeignete Orte sind:

  • Heller Kellerraum: Ein heller Keller bietet oft ideale Bedingungen. Achten Sie auf ausreichende Belüftung, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Heller Hausflur: Ein heller Hausflur ist geeignet, solange die Temperaturen stabil bleiben und keine Zugluft herrscht.
  • Wintergarten: Ein unbeheizter Wintergarten bietet genügend Licht und Schutz vor Frost. Wichtig ist, dass die Temperaturen nicht zu hoch steigen.
  • Kalthaus/Gewächshaus: Ein unbeheiztes Gewächshaus oder Kalthaus bietet Frostschutz und ausreichend Licht.

Vermeiden Sie dunkle Orte wie Garagen, da Jasmin Licht benötigt, um gesund zu bleiben und nicht zu vergeilen, was die Blütenbildung im Folgejahr beeinträchtigen würde.

Vorbereitungen für die Überwinterung

Vor der Überwinterung sollten einige wichtige Vorbereitungen getroffen werden:

  • Schneiden: Vermeiden Sie einen Rückschnitt im Herbst. Ein Rückschnitt erfolgt am besten im Frühjahr nach der Winterruhe.
  • Düngen: Stellen Sie die Düngung ab September ein, da die Pflanze in der Winterruhe keine zusätzlichen Nährstoffe benötigt.
  • Gießen: Reduzieren Sie im Herbst die Wassergaben, da der Jasmin in der Winterruhe weniger Wasser benötigt. Der Wurzelballen sollte jedoch nicht vollständig austrocknen.
  • Schädlingskontrolle: Untersuchen Sie die Pflanze gründlich auf Schädlinge wie Blattläuse oder Wollläuse und behandeln Sie sie gegebenenfalls vor dem Einräumen ins Winterquartier.

Pflege während der Überwinterung

Auch während der Überwinterung benötigt Jasmin etwas Pflege:

  • Gießen: Gießen Sie den Jasmin sparsam und regelmäßig, um zu verhindern, dass der Wurzelballen vollständig austrocknet. Die Erde sollte zwischen den Wassergaben gut abtrocknen, um Staunässe zu vermeiden.
  • Lüften: Lüften Sie das Winterquartier regelmäßig, um Schimmelbildung zu verhindern, aber vermeiden Sie dabei Zugluft.
  • Schädlingskontrolle: Kontrollieren Sie die Pflanze regelmäßig auf Schädlinge und behandeln Sie einen Befall umgehend.
  • Temperaturkontrolle: Überwachen Sie die Temperatur im Winterquartier und stellen Sie sicher, dass sie nicht unter 3°C fällt und nicht über 13°C steigt.

Auswinterung und Pflege im Frühjahr

Sobald im Frühjahr keine Frostgefahr mehr besteht, kann Jasmin wieder ins Freie gebracht werden. Gewöhnen Sie die Pflanze langsam an die Sonne und die Außentemperaturen, indem Sie sie zunächst an einen schattigen Platz stellen. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) kann der Jasmin dann an seinen endgültigen Standort umziehen.

Im Frühjahr sollten folgende Pflegemaßnahmen durchgeführt werden:

  • Schneiden: Entfernen Sie abgestorbene oder beschädigte Triebe. Ein leichter Rückschnitt fördert die Verzweigung und die Blütenbildung.
  • Umtopfen: Falls erforderlich, topfen Sie den Jasmin im Frühjahr in einen größeren Topf mit frischer Erde um.
  • Düngen: Beginnen Sie im Frühjahr wieder mit der regelmäßigen Düngung, um die Pflanze mit genügend Nährstoffen für Wachstum und Blütenbildung zu versorgen.
  • Gießen: Erhöhen Sie die Wassergaben im Frühjahr, da der Wasserbedarf des Jasmins mit steigenden Temperaturen und zunehmendem Wachstum steigt.
Bilder: PreechaTH / iStockphoto