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Rhizome und schwarzer Bambus: Welche Sorte ist die richtige?

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Der Schwarze Bambus (Phyllostachys nigra) ist bekannt für seine eleganten, tiefschwarzen Halme und sein horstbildendes Wuchsverhalten. Dieser Artikel beleuchtet die Besonderheiten seiner Rhizome, die entscheidend für sein Wachstum und seine kontrollierte Ausbreitung im Garten sind.

Schwarzer Bambus Wurzeln
Wird Schwarzer Bambus im Garten angebaut, sollte eine Rhizomsperre gelegt werden

Besonderheiten der Rhizome des Schwarzen Bambus

Der Schwarze Bambus (Phyllostachys nigra) verfügt über bemerkenswerte Rhizome, die sein Wachstum nachhaltig beeinflussen. Diese unterirdischen Sprossachsen speichern Nährstoffe und Wasser und sind wesentlich für die vegetative Vermehrung der Pflanze. Anders als bei invasiveren Bambusarten neigen diese Rhizome zu einem kontrollierbareren horstartigen Wachstum.

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Für kleinere Gärten ist der Schwarze Bambus eine geeignete Wahl, da seine Rhizome weniger ausgreifend sind. Dennoch ist es ratsam, eine Rhizomsperre zu verwenden. Diese Sperren aus robusten Materialien wie HDPE sollten tief genug eingegraben werden, um die Ausbreitung auf ein gewünschtes Areal zu begrenzen und andere Gartenbereiche zu schützen.

Die Rhizome dieses Bambus sind sowohl horizontal als auch vertikal wachsend und ermöglichen neue Halme in der Nähe des Mutterhalms. Dieses dichte Wuchsverhalten sorgt für einen stabilen und dekorativen Pflanzenbestand. Besonders erwähnenswert ist die Frostresistenz der Rhizome, was den Schwarzen Bambus winterhart macht. Eine ausgewogene Bodenfeuchte sowie regelmäßige Pflege sind jedoch entscheidend für seine Vitalität und das gesunde Wachstum.

Rhizome: Funktion und Aufbau

Rhizome sind spezialisierte Sprossachsen, die typischerweise unterirdisch verlaufen. Sie unterscheiden sich von Wurzeln durch Merkmale wie Knoten und Internodien. Ihre Hauptfunktionen umfassen die Speicherung von Nährstoffen und Wasser, die vegetative Vermehrung durch Knospenbildung und die Überwinterung durch gespeicherte Reservestoffe.

Der Aufbau eines Rhizoms beinhaltet:

  • Knoten und Internodien: Diese Strukturen dienen als Speicherorgane und Wachstumszonen.
  • Leitbündel: Diese transportieren Wasser und Nährstoffe innerhalb des Rhizoms.
  • Interne Struktur: Rhizome sind oft verdickt und haben kurze Internodien, was ihre Robustheit steigert.

Beim Schwarzen Bambus unterstützen die Rhizome das kompakte Wachstum und tragen zur Entstehung horstartiger Bestände bei. Dies macht die Pflanze ideal für kleinere Gärten.

Einfluss auf das Wachstum

Die Rhizome des Schwarzen Bambus (Phyllostachys nigra) haben erheblichen Einfluss auf dessen strukturelles Wachstum. Sie fördern ein horstbildendes Muster, das sowohl horizontal als auch vertikal verläuft, wodurch dichte Gruppen von Halmen entstehen. Diese Art des Wachstums erlaubt es, den Bambus kontrollierter zu halten, ideal für dekorative Elemente in kleineren Gärten.

Der Schwarze Bambus kann unter optimalen Bedingungen Höhen von bis zu 8 Metern erreichen, mit jährlichem Halmwachstum von bis zu 70 Zentimetern. Die Verwendung einer Rhizomsperre ist essentiell, um die Ausbreitung der Rhizome in benachbarte Gartenbereiche zu verhindern. Eine angemessene Nährstoffversorgung im Frühjahr mit Langzeitdünger und gegebenenfalls einer Sommerdüngung stärkt die Vitalität und Ästhetik der Pflanze.

Besonders in trockenen Perioden ist eine gleichmäßige Bewässerung wichtig, da der Bambus keine langanhaltende Trockenheit verträgt. Bei ordentlicher Pflege bleibt der Schwarze Bambus robust und winterhart.

Rhizomsperren: Notwendigkeit und Anwendung

Zum Pflanzen von Schwarzem Bambus in Ihrem Garten ist der Einsatz einer Rhizomsperre unerlässlich. Diese verhindern, dass sich die Rhizome unkontrolliert ausbreiten und in unerwünschte Gartenbereiche vordringen. Insbesondere in der Nähe von Beeten, Wegen oder anderen Gartenelementen ist dies von großer Bedeutung.

Für den Schwarzen Bambus sollten Rhizomsperren aus stabilem Kunststoff verwendet werden. Diese Sperren sollten mindestens 70 cm tief im Boden installiert werden, um den tiefreichenden Rhizomen Einhalt zu gebieten. Achten Sie darauf, dass die Sperre vollständig geschlossen ist und der obere Rand leicht über den Boden hinausragt.

Anwendungshinweise für Rhizomsperren

  • Graben Sie einen Graben: Mindestens 70 cm tief, um die Sperre einzusetzen.
  • Sperre einsetzen: Sperre in den Graben stellen und mit Erde auffüllen, dabei darauf achten, dass sie einen geschlossenen Kreis bildet.
  • Oberer Rand beachten: Lassen Sie den Rand 5 bis 10 cm über den Boden hinausragen, um ein Überwachsen zu verhindern.

Durch diese Maßnahmen behalten Sie die Kontrolle über das Wachstum Ihres Schwarzen Bambus.

Pflanzung und Pflege

Der Schwarze Bambus (Phyllostachys nigra) kann ganzjährig gepflanzt werden, wobei das Frühjahr optimal ist. Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort, der die Entwicklung der schwarzen Halme fördert und die Pflanze vor kalten Winterwinden schützt.

Für den Boden ist eine humusreiche und gut durchlässige Struktur ideal. Sandige bis lehmige Böden sind besonders gut geeignet, und der Bambus toleriert sowohl schwach saure als auch leicht alkalische Bedingungen.

Anpflanzung

  1. Graben Sie ein Pflanzloch: Etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen.
  2. Bereiten Sie den Boden vor: Lockern Sie den Boden und fügen Sie Kompost hinzu.
  3. Setzen Sie die Pflanze ein: Achten Sie darauf, die Pflanze auf derselben Höhe wie im Topf zu pflanzen.
  4. Auffüllen und Andrücken: Füllen Sie das Pflanzloch mit Erde und drücken Sie sie leicht an.

Pflege

  • Bewässerung: Halten Sie den Boden nach der Pflanzung und während längerer Trockenperioden gleichmäßig feucht.
  • Mulchen: Bedecken Sie die Bodenoberfläche mit kompostierter Rinde oder Laub.
  • Düngung: Düngen Sie im Frühjahr mit Langzeitdünger und optional im Sommer nach.
  • Winterschutz: Schützen Sie jüngere Pflanzen bei starkem Frost mit Schilfmatten oder Wintervlies.

Durch diese Maßnahmen können Sie sicherstellen, dass Ihr Schwarzer Bambus gesund wächst und seine volle Zierwirkung entfaltet.

Schwarzer Bambus im Garten

Der Schwarze Bambus (Phyllostachys nigra) ist aufgrund seiner eleganten und markanten Optik eine vielseitige und dekorative Pflanze für vielfältige Gartenkonzepte. Mit seinen tiefschwarzen Halmen und immergrünen Blättern schafft er das ganze Jahr über exotische Akzente.

Gestaltungsmöglichkeiten

  • Solitärelement: Hervorragend als einzelstehende Pflanze zur Schaffung auffälliger Vertikalelemente.
  • Sichtschutzhecke: Dank seines dichten Wuchses ideal als natürlicher Sichtschutz, der Privatsphäre und Windschutz bietet.
  • Asiatisch inspirierte Gärten: Harmoniert gut mit typischen Gartenstrukturelementen wie Steinen, Wasser und Holz.
  • Moderne Gärten: Bietet einen attraktiven Kontrast zu harten Baumaterialien wie Stahl und Beton.

Standort und Pflanzung

Platzieren Sie den Bambus an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Verwenden Sie eine Rhizomsperre, um die Ausbreitung der Wurzeln zu kontrollieren. Der Boden sollte durchlässig und humusreich sein, Staunässe vermeiden.

Pflegehinweise

  • Bewässerung: Gleichmäßig feucht halten, besonders in trockenen Perioden.
  • Düngung: Versorgen Sie die Pflanze im Frühjahr und Sommer mit Langzeitdünger.
  • Winterschutz: Junge Pflanzen im Winter mit Schilfmatten oder Vlies schützen.

Mit diesen Pflegehinweisen kann der Schwarze Bambus in Ihrem Garten optimal gedeihen und seine volle ästhetische Wirkung entfalten.

Vermehrung

Die Vermehrung des Schwarzen Bambus (Phyllostachys nigra) erfolgt hauptsächlich durch Teilung der Rhizome im Frühjahr oder Spätsommer. Vermeiden Sie die Zeit von April bis Juni, da die Pflanze dann ihre Energie in das Wachstum neuer Halme investiert.

Anleitung zur Vermehrung

  1. Vorbereitung: Planen Sie die Vermehrung an einem bedeckten Tag nach einem Regen.
  2. Teilen der Rhizome: Graben Sie den Bambus stellenweise aus und trennen gut bewurzelte Rhizomstücke mit einem scharfen Werkzeug ab.
  3. Trocknen und Einpflanzen: Lassen Sie die Schnittstellen etwa einen Tag trocknen; pflanzen Sie die Rhizomstücke in ein lockeres, sandiges Substrat etwa fünf Zentimeter tief ein und halten Sie den Boden gleichmäßig feucht.

Diese Methode bewahrt die genetische Identität der Mutterpflanze und fördert gesunde Nachkommen für Ihren Garten.

Sorten

Der Schwarze Bambus (Phyllostachys nigra) bietet verschiedene Sorten, die sich in Farbe und Wuchsverhalten unterscheiden:

Phyllostachys nigra

Die klassische Sorte mit schwarzen Halmen und dunkelgrünen Blättern, ideal für Solitärpflanzungen oder Hecken.

Phyllostachys nigra ‚Boryana‘

Bekannt als Tigerstreifenbambus, besitzt diese Sorte grüne Halme mit lila bis braunen Flecken, ideal für kältere Regionen.

Phyllostachys nigra var. henonis

Diese Varietät hat leuchtend grüne Halme, die sich mit der Zeit gelblich-grün verfärben, besonders gut als Heckenpflanze geeignet.

Phyllostachys nigra ‚Punctata‘

Die Halme dieser Sorte entwickeln über die Jahre schwarze Punkte, die schließlich zu einer vollständigen Schwarzfärbung führen, beliebt für Einzelstellungen und Sichtschutzhecken.

Mit der Auswahl der richtigen Sorte können Sie Ihren Garten ästhetisch ansprechender gestalten und zugleich die spezifischen Anforderungen Ihres Standortes berücksichtigen.

Bilder: mtreasure / iStockphoto