Gut zu wissen: Ein Steckbrief zur Sauerkirsche

Sauerkirschen schmecken sowohl frisch vom Baum als auch eingekocht. Doch wie viel wissen Sie über den Baum? Wie groß wird er eigentlich? Woher kommt er ursprünglich? Erfahren Sie's im folgenden Steckbrief.

Sauerkirsche Steckbrief

Die wichtigsten Merkmale im Überblick

Pflanzenfamilie und Gattung: Rosengewächse, Prunus
Ursprung: Vorderasien
Wuchs: bis zu 10 m hoch, aufrecht, mäßig verzweigt
Laub: sommergrün, tiefgrün, eiförmig bis elliptisch
Blüte: April bis Mai, weiß, zwittrig
Früchte: Steinfrüchte, Juli bis August
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: tiefgründig, nährstoffreich, feucht
Pflege: einmal jährlich auslichten bzw. zurückschneiden
Verwendung: Konservenfrucht , Saft- und Weinherstellung, Frischverzehr

Flexibel im Wuchsbild

Die Sauerkirsche stellt ein inzwischen einheimisches Gewächs dar. Sie ist auch unter dem Namen Weichsel bekannt. Ob als Baum, Strauch oder Busch – die Sauerkirsche ist flexibel in ihrem Wuchs. Als Baum erhält sie eine lockere und rundliche Krone. Ihre Äste hängen gern ein wenig über.

Von unten bis oben

Das Wurzelwerk der Sauerkirsche erstreckt sich tiefgründig im Erdreich. Es bildet gern weitläufige Seitenwurzeln aus, die sich näher an der Oberfläche befinden und sporadisch Ausläufer entstehen lassen. Der Stamm bzw. die Stämme werden von einer charakteristischen Ringelborke umspannt. Die Zweige weisen eine rötlich glänzende Rinde auf.

Die wechselständigen Laubblätter der Sauerkirsche sind im Gegensatz zu den Blättern der Süßkirsche härter und drüsenlos. Sie sind eiförmig und kurz zugespitzt. Ihre Länge liegt zwischen 5 und 12 cm und ihre Breite zwischen 4 und 6 cm. Während sie im Sommer dunkelgrün gefärbt und glänzend sind, werden sie im Herbst in einem Gelb abgeworfen.

Zwischen April und Mai beginnt die Blütezeit. Die zwittrigen, fünfzähligen und weißen Blüten sitzen zu zweit bis viert in Dolden zusammen. Sie erscheinen zusammen mit den Blättern. Aus dem glockenförmigen Blütenbecher bilden sich im Hochsommer die bis zu 2 cm großen und kugeligen Früchte heraus. Ernten Sie diese am besten im fast schwarz gefärbten Zustand.

Standortansprüche und Pflegebedarf

Die Sauerkirsche benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie wächst am liebsten in einer lockeren, leichten, humus- und nährstoffreichen und leicht kalkhaltigen Erde. In der Pflege ist sie anspruchslos. Einzig ein regelmäßiger Rück- und Auslichtungsschnitt sind erforderlich.

Tipps & Tricks

Die zwischen Juli und August ausreifenden Früchte der Sauerkirsche sind nicht nur lecker und enorm saftreich, sondern ebenfalls wirkungsstark. Sie enthalten einen hohen Eisen- und Polyphenolgehalt und wirken unter anderen abführend, blutreinigend und harntreibend.

KKF

Text: Burkhard
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