So vielfältig nutzen Sie Rindenmulch im Garten

Rindenmulch ist das Ass im Ärmel des Gärtners für die kreative und pflegeleichte Gartengestaltung. Wie Sie sich das natürliche Material in vielfältiger Weise zunutze machen und worin die Unterschiede zu Holzhäcksel bestehen, vermittelt dieser Ratgeber.

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Mulch sieht chic aus und ist ein guter Dünger

Was ist der Unterschied zwischen Rindenmulch und Holzhäcksel?

Rindenmulch besteht aus abgeschälter Rinde einheimischer Fichten, Kiefern oder Douglasien. Hochwertigere Produkte bestehen aus der Rinde edler Pinien-, Ahorn- oder Mahagonibäume. Dank der darin enthaltenen Gerbstoffe, übt Rindenmulch eine keimhemmende Wirkung aus und unterdrückt Unkraut effektiv. Im Verlauf der Zersetzung geben die Rindenstücke zusätzlich wertvolle Nährstoffe an den Gartenboden ab.

Im Gegensatz dazu beschränkt sich die Funktion von Holzhäckseln auf eine dekorative Abdeckung der Erde. Da es an Gerbstoffen fehlt und die Zersetzung nur langsam verläuft, kann das hölzerne Mulchmaterial nicht mit einer Unterdrückung von Unkraut dienen. Vorteilhaft für die fantasievolle Gartengestaltung ist die Option verschiedener Farbtöne, mit denen die Holzstücke eingefärbt werden können.

Rindenmulch in Premium-Qualität – zwei wichtige Kriterien

Rindenmulch in bester Qualität erkennen Sie an einer Körnung von mindestens 16 bis 25 mm. Kleinere Rindenstücke zersetzen sich innerhalb kurzer Zeit zu Humus und büßen an Unkraut-hemmender Wirkung erheblich ein. Frische ist das zweite, wichtige Qualitätskriterium. Verströmt Rindenmulch einen angenehmen Duft nach frischem Waldboden, treffen Sie die richtige Kaufentscheidung. Erdiger Geruch verrät hingegen altes Material, dass sich bereits im Zersetzungsprozess befindet.

Fachgerecht mulchen – Tipps & Tricks

Damit Rindenmulch die gesamte Bandbreite seiner Vorteile entfalten kann, sollte das Material fachgerecht ausgebracht werden. So machen Sie es richtig:

  • Bestehendes Unkraut entfernen mit Grubber, Handschaufel oder Unkrautstecher
  • Stickstoffreichen Dünger ausbringen, wie Hornspäne oder Guano-Granulat
  • Rindenmulch verteilen in einer 5 bis 8 cm dicken Schicht

Der Zersetzungsprozess von Rindenmulch entzieht dem Boden zunächst Stickstoff. Die sich zersetzende, erste Mulchschicht enthält Stickstoff zur Genüge, sodass weitere Gaben von Dünger nicht erforderlich sind. Vielmehr setzt sich ein Stickstoffkreislauf in Gang, der sich bei regelmäßiger Auffrischung der Mulchschicht selbst erhält.

Tipps

Rindenmulch ist als Wegebelag eine naturnahe und preisgünstige Alternative zu Naturstein im Garten. Ist nach dem Neubau des Eigenheims das Budget weitgehend ausgeschöpft, fungiert grobes Rindenmaterial überdies als dekorative Übergangslösung für die Terrasse oder den Sitzplatz im Garten.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Connie Hand/Shutterstock

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