Wie hilft Rindenmulch, Unkraut wirkungsvoll zu unterdrücken?

Eine schützende Mulchdecke aus Rindenhäcksel sorgt dafür, dass unerwünschte Beikräuter unterdrückt werden und gar nicht erst keimen. Zudem schützt sie den Boden vor Erosion und Feuchtigkeitsverlusten. Im nachfolgenden Artikel erklären wir Ihnen unter, wie Sie das Material richtig ausbringen und welche Pflanzen von der Rindenmulchschicht profitieren.

Unkraut mit Rindenmulch vorbeugen
Rindenmulch lässt Unkraut keinen Raum

Was ist Rindenmulch?

Bei Rindenmulch handelt es sich um kleine, noch nicht zersetzte Baumrindenstücke, die als Abfälle bei der Holzverarbeitung anfallen. Das Mulchmaterial erhalten Sie mit unterschiedlicher Körnung, offen oder abgepackt in große Säcke, im Fachhandel.

Allerdings gibt es keine einheitliche Regelung, wie Rindenmulch beschaffen sein muss. Es ist noch nicht einmal gesetzlich vorgeschrieben, dass dieses Material aus reiner Rinde besteht. Erlaubt sind sogar zu einhundert Prozent Fremdstoffe, sofern es sich bei diesen um Holz- oder Pflanzenmaterial handelt. Achten Sie deshalb auf das Gütezeichen RAL, das für geprüfte, sortenreine Qualität steht.

Wie wirkt die Mulchschicht aus Rinde?

Für die gute Unterdrückung von Beikräutern sind drei Eigenschaften des Mulchmaterials verantwortlich:

  • Fast alle samenbildenden Unkräuter sind Lichtkeimer. Durch die dichte Mulchschicht kann kein Licht dringen, sodass diese nicht mehr aufgehen.
  • Die lockere Struktur des Rindenmulchs bietet den Wurzeln kaum Halt. Spärlich durch die Schicht wachsende Pflanzen lassen sich spielend leicht jäten.
  • Bei der Zersetzung werden Gerbstoffe frei, die sich ungünstig auf das Wachstum der Unkräuter auswirken.

Wie wird Rindenmulch im Beet richtig ausgebracht?

Wählen Sie keine zu kleine Körnung, da dies den Sauerstoffaustausch im Boden behindern kann. Als Faustregel gilt: Je größer die zu bedeckende Fläche ist, desto größer sollten auch die Rindenmulchstückchen sein.

Bringen Sie das Material hier folgendermaßen aus:

  • Erde zwischen den Pflanzen lockern.
  • Alle Unkräuter mitsamt der Wurzel entfernen.
  • Rindenmulch in einer sieben bis zehn Zentimeter dicken Schicht ausbringen.
  • Es empfiehlt sich die gleichzeitige Gabe von Stickstoffdünger, da die Umsetzung von Rindenmulch dem Boden Stickstoff entzieht.
  • Verrottete Mulchschicht regelmäßig ergänzen.

Für welche Pflanzen eignet sich Rindenmulch?

Leider ist Rindenmulch kein Allheilmittel, das sich für alle Gewächse gleichermaßen eignet. Bei

  • einjährigen Pflanzen,
  • Zwiebelblumen,
  • Erdbeeren,
  • im Gemüsebeet
  • im Steingarten
  • sowie im Kräuterbeet

sollte das Mulchmaterial nicht verwendet werden. Diese Pflanzen vertragen die saure Kiefernrinde schlecht. Hier können Sie, um Unkraut zu unterdrücken, auf Rasenschnitt oder ein anderes Material als unkrautunterdrückende Deckschicht zurückgreifen.

Säure- und humusliebende Pflanzen wie:

  • Farne
  • Hortensien
  • Rhododendren

gedeihen durch die schützende Rindenmulchschicht hingegen besonders gut. Auch frisch gepflanzte Gehölze und viele Schattenstauden profitieren von einer Schicht Rindenmulch.

Tipps

Im Zusammenhang mit diesem Mulchmaterial wird häufig auf eine erhöhte Cadmium-Belastung hingewiesen. Messungen haben jedoch ergeben, dass bei normaler Ausbringung im Hausgarten keine Auswirkungen auf den Bodengehalt von Cadmium zu erwarten sind.

Text: Michaela Kaiser

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