Hilft eine Beetabdeckung gegen Unkraut?

Beikräuter können dem Gärtner das Leben schwer machen. Äußerst hartnäckig setzen sie sich gegen Nutz- und Zierpflanzen durch und müssen deshalb in regelmäßigen Abständen gejätet werden. Durch die Abdeckung des Beetes, beispielsweise mit einer Mulchschicht oder Unkrautvlies, lassen sie sich wirkungsvoll und dauerhaft unterdrücken.

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Ein Unkrautvlies schützt zuverlässig vor Unkraut

Unkrautvlies gegen lästige Beikräuter

Durch das Verlegen von Unkrautvlies können Sie Unkraut effektiv zurückdrängen. Die Abdeckung aus Gewebe oder Folie wird nur an den Stellen eingeschnitten, an denen sich Pflanzen befinden. Lassen Sie die einzelnen Vliesteile großzügig überlappen und sichern sie diese Bereiche zusätzlich mit Steinen, damit sich hier keine Beikräuter den Weg ans Licht bahnen können.

Da es sich bei den meisten Unkrautpflanzen um Lichtkeimer handelt, geht diese Saat unter dem Unkrautvlies nicht mehr auf. Gleichzeitig speichert das Vlies durch die innere Beschichtung Wärme und Wasser. Es bietet dadurch, gerade in Trockenzeiten, einen weiteren positiven Effekt. Es empfiehlt sich allerdings, vor dem Auslegen der Beetabdeckung noch einmal gründlich zu jäten.

Eine Mulchschicht verbessert nicht nur den Boden

Beim Mulch handelt es sich um eine Schicht aus organischem Material, die auf dem Beet ausgebracht wird. Sie schützt den Boden nicht nur vor Austrocknung und nährt die Bodenlebewesen, sondern unterdrückt lästige Beikräuter sehr effektiv. Geeignete Materialien sind getrockneter Rasenschnitt, geschredderte Zweige sowie Laub. Auch gekaufter Rindenmulch eignet sich.

Was muss ich beachten, möchte ich eine Beetabdeckung verwenden?

Es gilt einige Punkte zu beachten, damit nicht ungewollt Beikräuter sprießen:

  • Vor dem Mulchen, Unkräuter gründlich jäten.
  • Erde vor dem Ausbringen einer Mulchschicht hacken. Ist der Boden unter dem Material zu stark verdichtet, versickert der Niederschlag nicht. Unter der Beetabdeckung bildet sich ein feuchtwarmes Klima, das sehr gute Wachstumsbedingungen für Unkrautsamen und Schädlinge wie Schnecken bietet.-
  • Bringen Sie die Mulchschicht ausreichend dick aus. Optimal sind vier bis fünf Zentimeter.
  • Erneuern Sie die schützende Decke regelmäßig. Hat sie sich teilweise zersetzt, können Flugsamen in der frisch entstandenen Humusschicht optimal keimen.

Tipps

Nützliches Unkraut wie Brennnesseln können Sie einfach umsetzen. Legen Sie sich in einer abgelegenen Gartenecke doch einfach ein Wildkräuterbeet an. Viele Beikräuter sind wertvolle Nahrung für Insekten, sind essbar und schmecken sehr gut und haben sogar eine heilsame Wirkung, von der sie profitieren können.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Artalis/Shutterstock

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