Regentonne

Eckige Regentonne selber bauen: Platzsparend und individuell

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Eine Regentonne im Garten ermöglicht die Nutzung von kostenlosem Regenwasser und leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Dieser Artikel liefert eine detaillierte Bauanleitung für eine praktische und formschöne Regentonne aus Holz.

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Eine Regentonne muss nicht immer rund sein

Material für die Regentonne

Das Material für die Regentonne sollte stabil, wasserdicht und wetterbeständig sein. Beliebte Materialien sind:

  • Holz: Holz ist ein natürlicher und robuster Werkstoff, der sich gut in die Gartenumgebung einfügt. Es ist leicht zu verarbeiten und kann mit verschiedenen Beschichtungen wetterfest gemacht werden. Holzarten wie Lärche, Douglasie oder Eiche sind besonders witterungsbeständig.
  • Plastik: Kunststoff ist ein leichtes und wasserdichtes Material, das in verschiedenen Farben und Formen erhältlich ist. Es ist pflegeleicht, langlebig und UV-beständig, wobei darauf geachtet werden sollte, dass es keine schädlichen Stoffe abgibt.
  • Metall: Metall ist ein sehr stabiles und langlebiges Material, das jedoch rosten kann. Verzinktes Stahlblech oder Aluminium besitzen eine hohe Korrosionsbeständigkeit und sind daher gut geeignet.

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Werkzeuge:

  • Stichsäge
  • Bohrmaschine
  • Schraubenzieher
  • Meterstab oder Zollstock
  • Bleistift
  • Wasserwaage

Bauanleitung für eine Regentonne aus Holz

Schritt 1: Planung und Zuschnitt

Bestimmen Sie die gewünschte Größe der Regentonne nach Ihren Platzverhältnissen und dem Wasserbedarf. Schneiden Sie die Holzplatten auf die erforderlichen Maße zu. Für eine eckige Regentonne benötigen Sie sechs gleich große Platten für die Seitenwände und eine größere Platte für den Boden.

Schritt 2: Zusammenbau der Seitenwände

Schrauben Sie die zugeschnittenen Holzplatten zu einem rechteckigen Rahmen zusammen. Achten Sie darauf, dass die Kanten bündig und die Ecken rechtwinklig sind. Zur Verstärkung können Sie Metallwinkel oder Metallringe an den Ecken anbringen.

Schritt 3: Bodenplatte befestigen

Legen Sie die Bodenplatte auf den unteren Rahmen der Seitenwände und verschrauben Sie sie fest.

Schritt 4: Abdichtung

Um die Regentonne wasserdicht zu machen, legen Sie zuerst ein Schutzvlies in den Innenraum, das den gesamten Innenraum inklusive Boden bedeckt und vor Beschädigungen schützt. Darüber kommt die Teichfolie, die den gesamten Innenraum auskleidet und über den oberen Rand hinausgeht. Fixieren Sie die Teichfolie am oberen Rand mit einem Tacker.

Schritt 5: Deckel bauen

Ein Deckel schützt das Regenwasser vor Verunreinigungen und Stechmücken. Sie können den Deckel ebenfalls aus Holzplatten fertigen und mit Scharnieren am Tonnenkörper befestigen, um ein einfaches Öffnen und Schließen zu ermöglichen.

Nützliches Zubehör

  • Fallrohr: Leitet das Regenwasser von der Dachrinne in die Regentonne. Wichtig ist, dass es so angebracht wird, dass das Wasser problemlos in die Tonne fließt.
  • Auslaufhahn: Ermöglicht die einfache Entnahme des Regenwassers. Der Hahn sollte etwa 10-20 cm über dem Boden in die Seite der Tonne eingebaut werden.
  • Überlaufventil: Verhindert das Überlaufen der Regentonne bei starkem Regen. Das Ventil wird im oberen Bereich der Tonne angebracht und leitet überschüssiges Wasser ab.
  • Filter: Hält Laub und andere Verschmutzungen davon ab, in die Regentonne zu gelangen. Ein feiner Filter erhöht die Wasserqualität erheblich.
  • Rollwagen: Erleichtert das Bewegen der Regentonne, besonders wenn sie gefüllt ist. Ein Rollwagen sollte stabil genug sein, um das Gewicht der vollen Tonne tragen zu können.

Standortwahl

Der Standort der Regentonne sollte sorgfältig gewählt werden. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:

  • Regenwasserausbeute: Die Regentonne sollte idealerweise unter einem Fallrohr stehen, um optimale Regenwasserzufuhr sicherzustellen.
  • Untergrund: Ein stabiler und ebener Untergrund ist unerlässlich, um die Standfestigkeit der Regentonne zu gewährleisten. Ein vorbereiteter Sockel kann zusätzlichen Halt bieten.
  • Sonneneinstrahlung: Ein zu sonniger Standort sollte vermieden werden, da dies das Wasser erwärmen und Algenwachstum fördern kann.
  • Windschutz: Eine windgeschützte Stelle vermindert die Gefahr, dass die Tonne durch starke Böen umkippt.
  • Nähe zur Wasserentnahmestelle: Um das Wasser bequem nutzen zu können, sollte die Tonne in der Nähe von Beeten oder anderen zu bewässernden Bereichen stehen.
  • Optik: Ecken oder Nischen am Haus bieten sich an, um die Tonne harmonisch in den Garten zu integrieren. Eine Verkleidung kann die Regentonne zusätzlich aufwerten.
Bilder: Dolgikh Dmitry / Shutterstock