Diese Raupen treten als Schädlinge auf

Es gibt einige Raupen, die es auf die Kulturen im Garten abgesehen haben. Fehlen natürliche Gegenspieler, breiten sich die gefräßigen Nachkommen verschiedener Falter unkontrolliert aus und hinterlassen verheerende Schäden. Ernteeinbußen sind nicht selten.

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Die Raupen vom Kohlweißling treten meist in Scharen auf

Schadbilder und Bekämpfung

Je nach Raupenart befallen die Schädlinge oberirdische Pflanzenteile oder Wurzeln. Sie ernähren sich vom pflanzlichen Gewebe, wobei die Arten unterschiedliche Gewächse bevorzugen. Oft sind die Larven gut getarnt und schwer zu entdecken. Fraßspuren wie bis auf die Blattrippen abgefressene Blätter deuten auf einen Befall hin.

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Was dagegen hilft

Schützen Sie die Kulturen mit engmaschigen Netzen, sodass die Falter ihre Eier nicht auf den Pflanzen oder die Erde ablegen können. Meist reicht es aus, die Raupen abzusammeln. Diese können Sie in einem Eimer transportieren und in einem Wald freilassen. Haben sich die Schädlinge stark ausgebreitet, hilft das Abspritzen mit einem starken Wasserstrahl. Sammeln Sie die am Boden liegenden Lebewesen zügig ein. Achten Sie beim Anbau auf Mischkulturen und setzen Sie Duftkräuter wie Knoblauch, Basilikum, Zwiebeln oder Oregano in das Beet.

Schädliche Raupen erkennen

Es gibt eine Reihe von Tag- und Nachtfaltern, die sich in frühen Entwicklungsstadien von Zier- und Nutzpflanzen ernähren. Normalerweise werden sie nicht zur Gefahr, wenn natürliche Fressfeinde vorhanden sind.

Kohlweißling

Der Große Kohlweißling macht sich bevorzugt über Kreuzblütler her, zu denen auch die verschiedenen Kohlsorten gehören. Seine Nachkommen können im Sommer verheerende Fraßschäden verursachen. Gefährlich für Kohlgemüse und Kapuzinerkresse wird auch der Kleine Kohlweißling.

Erkennungsmerkmale:

  • Großer Kohlweißling legt Eigelege mit zehn bis 20 Stück ab
  • seine Raupen sind gelblichgrün gefärbt und schwarz gefleckt
  • Kleiner Kohlweißling platziert einzelne Eier
  • daraus schlüpfen samtig hellgrüne Larven

Gammaeule

Dieser graubraune Nachtfalter wird gelegentlich als Kohleule bezeichnet, denn sie ernähren sich von Gemüsekohl. Daneben stehen krautige Pflanzen sowie Tomaten und Salat oder Zierpflanzen auf ihrem Speiseplan. Die Raupen erscheinen grünlich oder bräunlich und weisen ein hellgelbes Streifenmuster auf.

Kohlschabe

Dieser Falter ist auch als Kohlmotte bekannt und entwickelt sich aus Raupen, die bis neun Millimeter lang werden. Sie sind sattgrün gefärbt und haben einen braunen Kopf. Kreuzblütler werden bei einem Befall stark abgefressen, sodass nur noch das Skelett der Blätter stehen bleibt.

Kleiner Frostspanner

Der nachtaktive Falter platziert seine Eier in Rindenspalten an Bäumen. Im Frühjahr schlüpfen darauf Raupen, die grünlich gefärbt sind und einen dunkelgrünen Längsstreifen aufweisen. Typisch sind gelbe Querstreifen, welche die Larve segmentiert erscheinen lassen. Sie können große Schäden an Laubbäumen und Obstgehölzen verursachen, da sie das Blattgewebe bis auf die Rippen abfressen.

Kohlzünsler

Diese Falter sind an hellbraun gefärbten und dunkel gestreiften Flügeln erkennbar. Ihre gelbgrünen Nachkommen ähneln denen der häufiger auftretenden Kohlmotten. Sie leben in lockeren Gespinsten auf der Blattunterseite verschiedener krautiger Pflanzen und ernähren sich vom Laub.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Elena-Grishina/Shutterstock

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