Basilikum

Raupen am Basilikum: Was tun und wie vorbeugen?

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Die Gammaeule und Erdraupen zählen zu den häufigsten Schädlingen an Basilikumpflanzen. Dieser Artikel beschreibt ihr Schadbild, effektive Bekämpfungsmethoden und gibt Tipps zur Vorbeugung eines Befalls.

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Raupen haben Basilikum zum Fressen gern

Die Gammaeule – Ein häufiger Übeltäter

Die Gammaeule (Autographa gamma) ist ein weit verbreiteter Nachtfalter, der besonders in Deutschland häufig anzutreffen ist. Sie kann in verschiedenen Lebensräumen wie Gärten, Feldern und städtischen Gebieten vorkommen. Ihr Entwicklungszeitraum reicht von Juni bis Oktober, wobei sie in warmen Perioden am aktivsten ist.

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Schadensbild der Gammaeulen-Raupe

Die Raupen der Gammaeule verursachen an vielen Pflanzen, darunter auch Basilikum, erhebliche Schäden. Ein Befall zeigt sich durch folgende Merkmale:

  • Fraßschäden: Die Raupen fressen sich durch die Blätter und hinterlassen unregelmäßige Löcher.
  • Angefressene Wachstumspunkte und Stängel: Auch die Wachstumspunkte und Stängel können betroffen sein, was die Pflanze schwächt.
  • Exkremente: Schwarze Kotkügelchen der Raupen sind ein weiteres Indiz und können Pilze und Bakterien anziehen, die Fäulnis verursachen.

> Hinweis: Auch wenn die Raupen den Pflanzen erheblichen Schaden zufügen, führen sie in der Regel nicht direkt zum Absterben des Basilikums, sondern schwächen es erheblich.

Geografische Verbreitung und Lebensraum

Die Gammaeule ist von Nordafrika über Eurasien bis nach Skandinavien und Grönland verbreitet. Sie bevorzugt offene Flächen und meidet geschlossene Waldgebiete. Ihre Populationsgröße variiert stark und hängt von den jährlichen Zuflügen aus dem Süden ab.

Bekämpfung und Vorbeugung

Um einen Befall mit Gammaeulen-Raupen zu kontrollieren, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden:

  • Mechanische Methoden: Stellen Sie Ihre Kräutertöpfe nachts ins Haus, um die Eiablage zu verhindern.
  • Absammeln der Raupen: Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig und entfernen Sie Raupen. Insbesondere abends sind die Raupen meist leichter zu finden.
  • Natürliche Feinde fördern: Fördern Sie Nützlinge wie Marienkäfer und Schlupfwespen, die die Raupen der Gammaeule fressen.
  • Biologische Insektizide: Verwenden Sie bei starkem Befall Mittel auf Basis von Bacillus thuringiensis oder Neemöl, die für Menschen und Nutztiere unschädlich sind.

> Tipp: Knoblauchpulver oder -zehen, die um die Basilikumpflanzen gestreut werden, können helfen, Gammaeulen fernzuhalten.

Regelmäßiges Anpflanzen und Abstärken der Pflanzen durch Kulturschutznetze und andere vorbeugende Maßnahmen können ebenfalls helfen, einen Befall zu vermeiden.

Erdraupen – Ein weiterer Schädling

Neben der Gammaeule können auch Erdraupen, die Larven verschiedener Eulenfalter, Basilikumpflanzen stark schädigen. Diese Raupen sind meist grau oder braun gefärbt, werden bis zu 50 mm lang und sind hauptsächlich nachtaktiv.

Erkennen des Befalls

Ein Befall durch Erdraupen zeigt sich durch:

  • Fraßschäden an Wurzeln und unteren Pflanzenteilen: Vorwiegend bei jungen Pflanzen sind Fraßspuren wie Löcher oder abgefressene Ränder sichtbar.
  • Verwelkende Pflanzen: Gelegentlich können Pflanzen gelb werden und welken, weil die Wurzeln stark angefressen sind.
  • Sichtbare Raupen und Puppen: Nachts können Raupen auf den Pflanzen oder dem Boden entdeckt werden, und beim Umgraben können gelegentlich braune Puppen im Boden gefunden werden.

Bekämpfung der Erdraupen

Zur Bekämpfung von Erdraupen sind die folgenden Methoden hilfreich:

  • Handabsammeln: Bei geringem Befall ist das manuelle Sammeln der Raupen effektiv.
  • Biologische Kontrolle: Verwenden Sie natürliche Feinde wie Nematoden, die die Erdraupen parasitieren.
  • Bodenbearbeitung: Regelmäßiges Lockern des Bodens stört die Entwicklung und Verpuppung der Raupen.
  • Schlupfwespen einsetzen: Schlupfwespen können helfen, die Anzahl der Erdraupen zu reduzieren.

Vorbeugung

Um einen Befall mit Erdraupen zu verhindern, sind folgende präventive Maßnahmen wichtig:

  • Kulturschutznetze verwenden: Solche Netze verhindern die Eiablage der Falter.
  • Stärkung des Bodens: Ein gut befestigter und regelmäßig befeuchteter Boden erschwert die Erdraupenentwicklung.
  • Förderung von Nützlingen: Igel und Vögel als natürliche Feinde der Erdraupen können zur biologischen Bekämpfung beitragen.

Durch eine Kombination dieser Maßnahmen können Sie Ihre Basilikumpflanzen vor den schädigenden Aktivitäten der Erdraupen schützen.

Bilder: Vanchuree / stock.adobe.com