Gemüsegarten planen: Wie erstellt man einen Pflanzplan?

Ohne richtige Planung geht es leider auch im Gemüsegarten nicht. Die eigenen Vor-lieben mit guten oder schlechten Nachbarpflanzen sowie einer sinnvollen Mischkultur in Einklang zu bringen, ist nicht immer ganz einfach. Die Mühe des Ausarbeitens eines Pflanzplans lohnt sich jedoch, denn sie wird mit höheren Erträgen belohnt.

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Wer kontinuierlich ernten will, muss den Anbau gut planen

Beete einteilen

Vermessen Sie zunächst Ihr Beet und gliedern Sie dieses in drei Parzellen. Diese sollten Sie weiter unterteilen, sodass die Segmente 120 Zentimeter Breite nicht über-schreiten. So ist sichergestellt, dass Sie bei Arbeiten auch die Mitte gut erreichen.

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Jeweils ein Drittel reservieren Sie nun für die

  • Starkzehrer,
  • Mittelzehrer,
  • Schwachzehrer.

Die so gegliederten Beetflächen rotieren über die Jahre hinweg. Sie müssen den Pflanzplan also nicht in jeder Saison neu entwickeln, sondern können diesen nach Bedarf einfach ergänzen.

Lieblingsgemüse aussuchen

Wählen Sie nun verschiedene Gemüsesorten aus, die bei Ihnen auf den Tisch kommen sollen. Achten Sie dabei darauf, dass diese auch zu den bei Ihnen herrschen-den Witterungsverhältnissen sowie den Bodenansprüchen passen.

Stimmen Sie zudem die Gemüsearten auf die vorhandene Fläche ab. Eine Zucchini-pflanze und ein Kürbis überwachsen beispielsweise ein nicht allzu großes Gemüsebeet innerhalb kürzester Zeit. Je nach persönlichen Vorlieben ließe sich der begrenzte Platz mit Stangenbohnen oder kompakten Strauchtomaten vielleicht besser nutzen.

Auf gute Nachbarschaft

Durch sinnvoll geplante Mischkultur ergänzen sich die Gemüsesorten in ihren Eigenschaften und sind widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen.

Einige Gewächse sind sich aber einfach nicht grün und wollen in direkter Nachbarschaft nicht gut wachsen oder bringen geringere Erträge. So sollten beispielsweise Gemüse der gleichen Pflanzenfamilie niemals nebeneinander angebaut werden.

Welche Pflanzen sich gegenseitig im Wuchs unterstützen, können Sie speziellen Tabellen entnehmen. Zudem gibt es Arten, die als neutral gelten und untergepflanzt werden können, falls sich einmal kein guter Nachbar findet.

Vor- und Nachkultur

Beziehen Sie in Ihren Pflanzplan auch die Kulturen ein und unterscheiden Sie in:

  • Vorkultur,
  • Hauptkultur,
  • Nachkultur

sowie gegebenenfalls Zwischenkultur.

Beispiel: Radieschen werden als Vorkultur gezogen. Anschließend bauen Sie in diesem Beet Salate an und darauffolgend eine schnell wachsende Gemüsesorte wie Karotten. Als Zwischen- oder Nachkultur kann optional Gründüngung ausgesägt werden, die dem Boden verlorene Kraft zurückgibt.

Tipps

Falls sich einmal kein guter Nachbar findet, empfiehlt es sich, zwischen den Gemüsepflanzen eine Reihe Zierblumen zu säen. Gut geeignet sind Schmuckkörbchen oder Zinnien, da sie Bienen und andere Insekten anlocken.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Maria Evseyeva/Shutterstock

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