Pfirsich Amsden – eine alte und krankheitsresistente Pfirsichsorte

Die Pfirsichsorte Amsden gehört zu den frühen Sorten. Ihre weißfleischigen Früchte werden bereits im Juli reif. Außerdem ist die alte amerikanische Sorte wenig anfällig gegen die Kräuselkrankheit und auch sonst recht robust.

Pfirsich Amsden
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Alte und bewährte Sorte

Diese alte Pfirsichsorte stammt von einem Zufallssämling aus dem Jahre 1868. Entdeckt wurde sie durch L. C. Amsden, einem Gärtner aus Carthago im US-Bundesstaat Missouri. Die neue Pfirsichsorte erwies sich als sehr gut fruchtend sowie wenig anfällig gegen allerlei Krankheiten, darunter die gefürchtete Kräuselkrankheit. Der Pfirsich Amsden wurde erstmals 1876 auf der Weltausstellung in Philadelphia vorgestellt und im darauf folgenden Jahr, 1877, von der American Pomological Society offiziell anerkannt. Ebenfalls 1876 gelangte die neue Pfirsichsorte nach Europa.

Kräftiger Baum, schmackhafte Früchte

Der kräftig wachsende, sehr widerstandsfähige Baum weist eine breite Krone auf und kann bei entsprechenden Bedingungen bis zu fünf Meter hoch werden. Die zahlreichen dunkelrosa Blüten brechen – je nach Wetterlage – zwischen Mitte und Ende März auf. Sie sind unempfindlich gegen Nachtfrost, dennoch sollten Sie den Baum noch mit einer hellen Vliesumhüllung vor Kälte schützen. Die kleinen bis mittelgroßen Pfirsiche haben ein helles Fleisch und einen kleinen Kern. Sie schmecken saftig und süß. Die Früchte reifen früh und zahlreich. Der Pfirsich Amsden eignet sich sowohl zum Tafelpfirsich als auch zum Einmachen.

Amsden ist resistent gegen Kräuselkrankheit

Pfirsiche, aber auch die mit ihnen verwandten Nektarinen sowie Aprikosen- und Mandelbäume werden oft durch den Pilz Taphrina deformans befallen, der die Bläschen- oder Kräuselkrankheit verursacht. Um Schäden einzudämmen, ist das Anpflanzen widerstandsfähiger Sorten anzuraten. Neben Amsden sind dies die Pfirsichsorten

Zwar sind die genannten Pfirsiche weit weniger krankheitsanfällig als andere Sorten, dennoch können sie von der Kräuselkrankheit befallen werden. Die Behandlung mit kupferhaltigen Fungiziden sollte vorbeugend erfolgen, noch bevor die ersten Blätter und Blüten sich im Frühjahr entfalten.

Tipps & Tricks

Ebenfalls pilzabtötend wirken Pflanzungen von Knoblauch, Meerrettich oder Kapuzinerkresse unter oder in der Nähe des Baums. Hierbei zeigt sich insbesondere Knoblauch als wirksam.

Text: Ines Jachomowski
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