Weinbergpfirsich baum

Weinbergpfirsich – ein Baum mit jahrhundertealter Tradition

Weinbergpfirsiche, wegen ihrer auffallend roten Früchte oft auch als "Blutpfirsiche" bezeichnet, werden schon seit dem 16. Jahrhundert vor allem an den steilen Lagen des Unteren Moselgebietes, aber auch in anderen Weinbaugebieten angebaut.

Die Wiederentdeckung des Weinbergpfirsichs

Die kleinfrüchtigen Weinbergpfirsiche gehören seit Jahrhunderten zum Landschaftsbild vieler deutscher Weinbaugebiete. Neben den Blutpfirsichen, die sich durch eine rote Schale sowie rotes Fruchtfleisch auszeichnen, gibt es auch weiße und rotgefaserte Sorten. Der Anbau dieser spezialisierten Pfirsichsorten ist allerdings um die Mitte des 20. Jahrhunderts stark zurückgegangen, wird allerdings seit einigen Jahren aus Gründen der Landschaftspflege wieder belebt.

Weinbergpfirsiche benötigen viel Wärme

Durch die jahrhundertelange Züchtung sind die einheimischen Weinbergpfirsiche wie z. B. der Rote Weinbergpfirsich an die typischen klimatischen Bedingungen der Weinbaugebiete angepasst. Aus diesem Grund wird ein solcher Pfirsich auch nur in einem Weinbaugebiet gedeihen. Weinbergpfirsiche

Die Blüten dieser Pfirsichart erscheint sehr früh: Bereits ab Mitte März öffnen sich die leuchtend rosa bis dunkelrosa Blüten. Zugleich sind sie sehr frostempfindlich und erfrieren bei Nachtfrösten. Im Gegensatz zum frühen Blühbeginn reifen die Früchte sehr spät: Weinbergpfirsiche sind üblicherweise frühestens im September – manche Sorten auch noch später – genussreif. Deshalb reift dieser Pfirsich in nördlicheren Lagen nicht aus.

Kräftiger, relativ klein bleibender Baum

Weinbergpfirsichbäume sind kräftig, werden allerdings nicht sonderlich hoch. Dafür entwickeln sie eine sehr feine Verzweigung sowie sehr viele Blüten und damit auch Früchte. Der Pfirsich ist selbstfruchtend. Die kleinen bis mittelgroßen Früchte sind – je nach Sorte – im reifen Zustand grün bis kräftig rot. Ihre Schale ist sehr fest und mit einer dichten Behaarung versehen. Auch das Fruchtfleisch ist fest. Die Pfirsiche sind aromatisch, aber deutlich weniger süß als es sonst von Pfirsichen bekannt ist. Weinbergpfirsiche eignen sich zum Frischverzehr (vorher Schale entfernen!), aber vor allem zur Bereitung von Kompott, Marmelade, Obstbrand oder Likör.

Weinbergpfirsich braucht leichte Böden

Diese Pfirsichsorte gedeiht nur auf leichten, lockeren Böden. Lößböden oder mit Humus durchzogene Sandböden eignen sich perfekt für einen Anbau. Weniger geeignet sind dagegen schwere, lehmige Böden. Weinbergpfirsiche haben einen sehr hohen Nährstoffbedarf, vor allem an Stickstoff. Es werden lediglich einjährige Veredelungen gepflanzt, da ältere Jungbäume nicht ausreichend durchtreiben bzw. Wurzeln entwickeln.

Tipps & Tricks

Kurz vor der Pfirsichernte sollten Sie den Baum „dürsten“ lassen, d. h. die Wassergaben reduzieren. Zu viel Wasser zu diesem Zeitpunkt verwässert die Früchte und damit ihren Geschmack.

Beiträge aus dem Forum

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  2. Ableger vom rotlaubigen Holunder

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  3. Blauregen auf Stamm ziehen

    Hallo liebe Grünfinger, ich träume schon seit langem von einem Blauregen-'Bäumchen' und würde gern dieses Jahr damit beginnen mir diesen Traum zu erfüllen. Ich habe nicht viel Erfahrung, aber an Liebe, Pflege und Geduld soll es nicht mangeln. Auf dem angehängten Foto zu sehen ist der aktuelle Stand des veredelten Zöglings, wie gekauft (Höhe knapp 50cm) . Für die ersten Jahre wird er im Kübel auf dem Balkon stehen. Auf diesem Forum habe ich folgende Anleitungen zur Zucht als Hochstamm gefunden: https://www.gartenjournal.net/blauregen-auf-stamm https://www.gartenjournal.net/blauregen-auf-stamm-schneiden Dort steht, dass ich im ersten Jahr mit dem Schnitt beginnen soll - nämlich alles bis auf []

  4. Bananenstaude-Blätter knicken ab

    Hallo an alle , mit einem grünen Daumen, ich habe 2 Bananenstauden(die sollten eigentlich winterhart sein, ich hab sie aber in großen Kübeln über den Winter ins Wohnzimmer geholt), nun knicken so nach und nach immer wieder die großen Blätter ab. Was fehlt ihr?Für Hilfe wäre ich dankbar.

  5. Arbeitseinsätze

    Wie werden bei euch Arbeitseinsätze vergütet ? Der Gartenfreund , der bei uns nach Ableistung seiner fünf Pflichtstunden an Arbeitseinsätzen teilnimmt , bekommt 5 € die Stunde . Fachleute wie zB . Elektriker bekommen 10 € . Egal ob Pflichtstunden oder freiwillige Teilnahme , es gibt immer Freibier . Wie ist das bei Euch ?

  6. Rasen nach dem Vertikutieren

    Guten Morgen in die Runde, nach dem Vertikutieren des Rasens sind doch einige Kahlstellen entstanden. Es muß also zwischengesät und gedüngt werden. Meine Frage hierzu: Kann ich beides zur gleichen Zeit oder wenn nacheinander, was zuerst? Erst säen oder erst düngen. Ihr seht, ich bin Anfänger, also erhellt mich.:oops::D