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Der einzig wirklich sichere Weg, ein Neuaustreiben der Pappel zu verhindern, ist, die Wurzeln zu entfernen

Wie sich Pappelwurzeln abtöten lassen

Wurzeln von Pappeln können einem mit ihrer Schösslingswut wirklich das Leben schwer machen. Was dahinter steckt und wie Sie den lästigen Besuchern auf ihrem Gartenrasen beikommen können, lesen Sie im folgenden Artikel.

Pappeln und ihre Vermehrungsarten

Pappeln sind äußerst bemüht um ihren Arterhalt. Zum einen pflanzen sie sich generativ über Samen fort, die im Juni zu abertausenden an flauschigen weißen Flughaaren durch die Luft stieben. Zum anderen sind die Laubbäume aber auch auf vegetativem Wege sehr produktiv. So bilden sie nur allzu gern Schösslinge im nächsten Umkreis aus – für Gartenbesitzer natürlich ein Ärgernis. Denn die kleinen Minipappeln stören das Rasenbild und sind vor allem schier unabtötbar.

Zwischenbilanz:

  • Pappeln vermehren sich sehr effektiv
  • Generativ über viele Flugsamen
  • Vegetativ über Wurzelschösslinge

Genaueres zum Wurzelwerk von Pappeln

Pappeln haben ein relativ tiefgründiges Horziontal-Wurzelwerk und werden deshalb zwischen die Horizontal- und die Herzwurzler eingeordnet. In Abgrenzung zu den Pfahlwurzlern haben sie keinen klar ausgebildeten, senkrecht nach unten führenden Hauptwurzelstrang, sondern mehrere Grob- und Feinwurzeln, die sich in alle Richtungen verzweigen.

Für die Schösslingsausbildung sind die sogenannten Seitenwurzeln verantwortlich, die waagerecht vom Stamm wegwachsen und an die Hauptwurzel angeschlossen sind.

Vermehrungsankurbelung durch Fällen

Wenn eine Pappel gefällt wird, könnte man meinen, dass auch den Schösslingen der Saft ausgeht. Aber das Gegenteil ist der Fall. Durch das Kappen des oberen Baumteils erachtet es die Pappel nur als umso dringlicher, in ihren letzten Lebenszügen noch für die Fortpflanzung zu sorgen. Da ohne Krone die generative Samenvermehrung wegfällt, konzentriert sie sich voll und ganz auf die vegetative Vermehrung und die Schösslinge sprießen stärker denn je.

Lösungsmöglichkeiten

Schösslinge abmähen

Um die Minipappeln von Ihrem Rasen zu bekommen, können Sie sie natürlich einfach mit dem Rasenmäher abraspeln. Damit haben Sie zumindest zeitweilig und vor allem optisch Ruhe. Das Problem: Durch das Abmähen werden die Bäumchen nicht abgetötet, sondern treiben alsbald unverdrossen wieder aus. Außerdem fühlen sich die Stielstümpfchen im Rasen hart und pieksig an.

Wurzelstumpf entfernen

Die einzig dauerhafte Lösung ist, den Wurzelstumpf der Mutterpappel unschädlich zu machen. Dazu muss er entweder unter großen Mühen ausgegraben werden oder zum Verrotten gebracht werden. Den Zersetzungsprozess können Sie beschleunigen, indem Sie das Wurzelstockholz von oben mit der Kettensäge mehrmals rasterförmig einsägen und entweder mikroorganismenfördernden Kompost oder ein Petroleum-Salpeter-Gemisch zum Ausbrennen einfüllen. Letztere Methode ist allerdings umweltungünstig.

Text: Caroline Strauss Artikelbild: beegreen/Shutterstock

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