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Die Pappel breitet sich unterirdisch weitläufig aus

Hartnäckig: Wurzelausläufer von Pappeln

Pappeln sind äußerst vermehrungsfreudige Laubbäume. Nicht nur generativ über abertausenden beflaumter Flugsamen, sondern auch generativ über Wurzelausläufer sichern sie ihren Artbestand. Für Gartenbesitzer kann das zum echten Problem werden.

Wissenswertes über Pappelwurzeln

Pappeln haben ein Wurzelwerk, das zwischen die Gruppen der Horizontal- und der Herzwurzler eingeordnet wird. Ihre Wurzeln wachsen also zum großen Teil waagerecht in alle Richtungen und verbleiben dabei in eher nah an der Erdoberfläche. Einen dominierenden, senkrecht nach unten führenden Hauptwurzelstrang wie bei Pfahlwurzlern gibt es nicht. Vielmehr teilen sich unterschiedlich dicke Grob- und Feinwurzeln die Aufgabe der Mineralstoff- und Wasseraufnahme.

Die Feinwurzeln sind bei Pappeln vergleichsweise lang und wenig verzweigt. Sie ziehen die Mineralstoffe und das Wasser in den Baum hinauf. Die Grobwurzeln dienen dem Halt im Boden.

Pappeln haben viele waagerecht wachsende Seitenwurzeln bzw. Nebenwurzeln, die im Inneren der Wurzeln gebildet werden und senkrecht von der Hauptwurzel wegwachsen. Diese Seitenwurzeln können für Gartenbesitzer zum echten Problem werden. Denn aus ihnen bilden sich gern Schösslinge, über die sich der Baum zusätzlich zur Samenvermehrung vegetativ vermehrt.

Zum Merken:

  • Pappeln sind Mischung aus Horizontal- und Herzwurzlern
  • bilden viele austriebsfreudige Seitenwurzeln zur vegetativen Vermehrung

Schösslingswut bei Fällung

Ganz besonders schlimm wird es, wenn eine Pappel um mehr als 2/3 ihrer Ursprungshöhe gefällt wird und ihr Wurzelstock stehen gelassen wird. Die Aktivität des Wurzelstocks, der alles andere als tot ist, konzentriert sich dann nämlich nach unten und fühlt sich umso mehr angestachelt, noch so viele Nachkommen zu produzieren, wie er kann. Die Folge: Es entsteht ein regelrechter Schösslingswald um den Stumpf herum.

Das Problem: Die Austriebsaktivität der Horizontalwurzeln wird auch nicht gestoppt, wenn Sie die Schösslinge immer wieder kappen. Regelmäßiges Rasenmähen ist zwar eine relativ bequeme und erst einmal wirksame Lösung, doch die Stängel der Minipappeln machen sich beim Barfußlaufen dann doch wegen ihrer im Vergleich zu Gras festeren Konsistenz pieksend bemerkbar. Und wie gesagt: Es ist eine Sisyphosarbeit.

Einzig dauerhaft wirksames Mittel: Ausgraben

Um dem ständigen Wiederaufkeimen der Minipappeln ein Ende zu bereiten, hilft es also nichts: Der Wurzelstumpf der Mutterpappel muss ausgegraben werden. Das ist natürlich eine aufwändige Arbeit, die eigentlich nur mithilfe von motorisiertem Gerät erledigt werden kann.

Text: Caroline Strauss Artikelbild: Mr.Heisenberg/Shutterstock

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