Olivenkraut – so pflanzen Sie den Strauch mit Olivenaroma

Rein äußerlich betrachtet weist das Olivenkraut nicht die geringste Ähnlichkeit mit einem Olivenbaum. Es ist nicht einmal ein Baum, sondern ein halbverholzter Strauch, der im Sommer gelb erblüht. Doch die Namensgebung kommt nicht von ungefähr. Das Kraut ist essbar und schmeckt nach Oliven. So pflanzen Sie es daheim an.

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Olivenkraut mag es warm und sonnig

Strauch für Garten und Kübel

Das Olivenkraut, häufig auch Grünes Zypressenkraut genannt, ist winterhart. Es darf daher dauerhaft ausgepflanzt werden. Die dichtverzweigte Krone, die sich im Sommer mit zahlreichen Miniblüten bedeckt, kommt auch in einem Kübel gut zur Geltung. Doch in diesem Fall ist auch an den kommenden Winter zu denken, denn ein Topfexemplar muss sicher überwintern.

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Optimalen Platz finden

Das Olivenkraut fühlt sich wohl, wenn es an seinem Standort folgende Bedingungen vorfindet:

  • reichlich Sonne und Wärme
  • einen durchlässigen, steinigen oder sandigen Boden
  • der zudem kalkhaltig und nährstoffarm ist

Vorrangig bietet sich das Kräuterbeet an, wo die Pflanze wunderbar mit Lavendel, Salbei und Rosmarin harmoniert. Auch im oberen Bereich eines Steingartens ist Olivenkraut gut platziert.

Das mediterrane Kraut einpflanzen

Eine Jungpflanze bekommen Sie im Handel oder durch eigenhändige Vermehrung. Zum Beispiel durch Aussaat, Stecklinge oder Teilung. Gepflanzt wird im Frühjahr, an einem frostfreien Tag. Halten Sie zu anderen Pflanzen mindestens 30 cm Abstand ein, denn das Olivenkraut wird noch an Umfang zunehmen.

Olivenkraut mag keine nasse Erde. Im Kübel ist unbedingt auf eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton (16,37€ bei Amazon*) zu achten. Lehmiger Boden im Garten muss zuvor mit Sand aufgelockert werden.

Pflege des Olivenkrauts

Natürlich muss das Olivenkraut nach der Pflanzung und bis zur vollständigen Anwurzelung gut gegossen werden. Danach benötigt Santolina viridis, wie der botanische Name lautet, nur noch wenig Pflege.

  • im Beet nur bei langanhaltender Trockenheit gießen
  • im Kübel Erde zwischendurch antrocknen lassen
  • nur während der Vegetationsperiode düngen
  • einmal pro Monat mit Flüssigdünger
  • erst ab dem zweiten Standjahr schneiden

Tipps

Haben Sie das Olivenkraut nicht nur als Zierpflanze auserwählt, sollten Sie es lieber mit Kompost oder einem anderen organischen Dünger versorgen. So kommen gesunde Bio-Zweige in den Kochtopf.

Beginn der Erntezeit

Das Olivenkraut ist essbar und erinnert geschmacklich an eingelegte Oliven. Seien Sie unmittelbar nach der Pflanzung noch zurückhaltend beim Ernten. Die Pflanze braucht ihre Blätter, um Energie für neues Wachstum zu gewinnen. Erst mit zunehmendem Neuaustrieb können Sie immer mehr für den Kochtopf abschneiden.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Martina Simonazzi/Shutterstock

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