Winterharter Portulak – schmackhafter Vitaminspender in der kalten Jahreszeit

Lange Zeit wurde der auch als Winterspinat bezeichnete Portulak erbittert als sehr hartnäckiges und widerspenstiges Unkraut bekämpft. Seit einigen Jahren kommt das gesunde Wintergemüse aufgrund seines hohen Gehalts an Vitaminen und Mineralstoffen allerdings zu neuen Ehren. Tatsächlich winterhart ist allerdings nur der Winterportulak, während der Sommerportulak viel Sonne und Wärme braucht.

Portulak winterhart

Winterharter Portulak ist anspruchslos

Winterportulak, auch als Winterspinat, Kubaspinat bzw. Sibirischer Portulak bezeichnet, ist sehr anspruchslos und kommt mit wenig Sonne bestens aus. Zudem übersteht die Pflanze selbst frostige Winter mit Temperaturen mit bis zu – 20 °C. Die weiß oder hellrosa blühenden Pflanzen werden etwa zehn bis 15 Zentimeter hoch und wachsen eher kriechend. Aus diesem Grund eignen sie sich hervorragend als Bodendecker, insbesondere an schattigen Stellen (z. B. zur Begrünung unter Bäumen).

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Winterportulak anbauen

Winterspinat kann ab Ende September direkt ins Freie gesät werden. In milden Wintern ist selbst eine Aussaat im Dezember oder Januar noch möglich, ebenso wie eine Frühjahrssaat im März. Die Pflanzen bevorzugen eine lockere und humose Erde, die gern sandig sein darf. Im Gegensatz zum Sommerportulak ist der Winterportulak ein Bedecktsamer, dessen Samenkörnchen etwa 10 Millimeter tief im Boden stecken sollten. Der optimale Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen beträgt etwa 10 x 15 Zentimeter, wobei Sie die Jungpflanzen rasch vereinzeln sollten. Winterspinat gehört außerdem zu den Kaltkeimern, die erst bei einem entsprechenden Kältereiz in Form von Temperaturen von unter 12 °C keimen. Auch ein Anbau im Gewächshaus, im Balkonkasten oder einem anderen Pflanzgefäß ist möglich.

Tipps & Tricks

Bedecken Sie den Boden um die Pflanzen mit einer dicken Schicht Rindenmulch, damit dieser warm und feucht gehalten wird – auf diese Weise hat nicht nur Unkraut keine Chance, die Pflanzen überstehen auch selbst sehr kalte Winter besser.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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