Portulakröschen bezaubert mit opulentem Blütenteppich am heißen Standort

Auf hochsommerlichen Trockenmauern, im sonnigen Sukkulentengarten oder als dekorative Einfassung von Blumenrabatten hat das malerische Portulakröschen sich einen Namen gemacht. Dank einer bodennahen Verzweigung, zierlichen Wuchshöhe und großer, farbenprächtiger Blüten, gedeiht die einjährige Blume in allen heißen, sonnigen Lagen. Was darüber hinaus für die erfolgreiche Kultivierung wichtig ist, verraten diese Antworten auf oft gestellte Fragen.

Portulaca grandiflora
Die zarten Portulakröschen bringen hübsche Farbtupfer ins Beet

[h=Pflanzen]
Der Auszug der Eisheiligen Mitte Mai markiert den Beginn der Pflanzzeit von Portulakröschen. Wählen Sie einen sonnigen, sandig-mageren Standort, der gerne warm bis heiß beschaffen ist. Hier graben Sie im Abstand von 15-20 cm kleine Löcher. Normaler Gartenerde geben Sie im Zweifel Sand oder feinen Splitt hinzu, um die entsprechende Durchlässigkeit zu erzeugen. Setzen Sie die ausgetopften Jungpflanzen nicht tiefer in die Erde, als im Anzuchttopf.(1,96€ bei Amazon*) Gießen Sie in den ersten Tagen regelmäßig, um in der Folge die Wasserversorgung schrittweise auf den geringen Bedarf der Sukkulenten zu reduzieren.
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[h=Pflegen]
Am optimalen Standort fällt das Portulakröschen überwiegend mit seiner Blütenpracht auf, statt mit zeitaufwändiger Pflege. Auf die folgenden Maßnahmen kommt es an:

  • Im Beet einzig gießen bei anhaltender sommerlicher Trockenheit
  • Im Topf erst dann wässern, wenn das Substrat gut angetrocknet ist
  • Eine dünne Mulchschicht aus Kompost deckt den Düngebedarf ab
  • Portulakröschen im Topf und Blumenkasten alle 4-6 Wochen einen flüssigem Sukkulentendünger verabreichen
  • Verwelkte Blüten konsequent ausputzen für eine lang anhaltende Blütenpracht

Ist eine Selbstaussaat der einjährigen Sommerblume erwünscht, belassen Sie ab September einige verwelkte Blüten bis zum Frost im Beet.
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[h=Standort]
Am sonnigen, warmen Standort zeigt das Portulakröschen, welch florale Power in ihm steckt. Ein Standort im lichten Halbschatten wird toleriert, freilich zulasten des Blütenreichtums. Kombinieren Sie zum hochsommerlichen Platz eine entsprechend sandig-magere Erde, erfüllt die einjährige Blume alle Erwartungen.
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[h=Erde]
Das Portulakröschen favorisiert eine sandig-trockene und magere Erde, wie sie im Steingarten und Kiesbeet dominiert. Damit die Sommerschönheit sich in normaler Gartenerde wohlfühlt, reichern Sie den Boden mit Sand oder sehr feinem Splitt an. Im Topf und Balkonkasten (109,00€ bei Amazon*) empfehlen wir als Substrat eine handelsübliche Einheitserde, Pikiersubstrat oder mit Sand abgemagerte Blumenerde.
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[h=Blütezeit]
Ein sonnendurchfluteter, sandig-magerer und sommerheißer Standort spornt das Portulaca grandiflora an zu einer Blütezeit von Mai bis November. Damit dem Dauerblüher dabei nicht die florale Puste ausgeht, schneiden Sie regelmäßig die verwelkten Blüten ab. Auf diese Weise finden immer neue Knospen den Weg ans Sonnenlicht.
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[h=Schneiden]
Fungiert das Portulakröschen als sommerlicher Bodendecker, halten Sie mit der Schere die Ausbreitung in der gewünschten Form. Fernerhin empfehlen wir, regelmäßig die verwelkten Blütenstängel abzuschneiden. Das schafft ein gepflegtes Erscheinungsbild und lockt zahlreiche neue Knospen hervor. Vor dem Winter schneiden Sie die Pflanze bodennah ab oder holen den kompletten Wurzelballen aus dem Boden, um alles auf dem Kompost zu entsorgen.
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[h=Gießen]
Als typischer Sukkulent wird das Portulakröschen nur wenig gegossen. Im Beet reicht in der Regel das natürliche Regenaufkommen aus. Einzig bei sommerlicher Dauer-Trockenheit gießen Sie die Blume ein wenig. Im Topf und Balkonkasten wird erst dann gewässert, wenn die Substratoberfläche bis 2 cm tief angetrocknet ist.
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[h=Düngen]
Die exotischen Sonnenanbeter mögen spartanische Rahmenbedingungen, wenn es um den Nährstoffhaushalt geht. Im Beet deckt eine dünne Schicht aus Kompost als Mulch vollkommen aus. Gedeihen Portulakröschen im Pflanzgefäß,(5,33€ bei Amazon*) verabreichen Sie alle 4-6 Wochen einen flüssigen Sukkulentendünger.
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[h=Überwintern]
Die exotischen Sukkulenten sind nicht frostfest. Wenngleich Portulakröschen in ihrer Heimat mehrjährig gedeihen, wird in unseren Breiten die einjährige Kultivierung praktiziert. Gewähren Sie der Pflanze im Herbst die erforderliche Zeit für die Selbstaussaat, setzt sich im nächsten Jahr das Blütenfestival fort. Möchten Sie das Experiment einer Überwinterung wagen, räumen Sie Topf- und Kastenpflanzen rechtzeitig vor dem ersten Frost ein. Am hellen Standort bei 15-18 Grad Celsius gießen Sie ab und zu, damit das Substrat nicht austrocknet. Gedüngt wird während der kalten Jahreszeit nicht.
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[h=Vermehren]
Die 4-6 mm kleinen Früchte enthalten mehrere, winzige Samen. Lassen Sie im Herbst einige verwelkte Blüten stehen, um die reifen Samenstände einzusammeln. Aufbewahrt am trockenen, kühlen Ort, verwenden Sie die Samen ab März für die Aussaat hinter Glas. So gelingt es:

  • Torffreie Aussaaterde mit Sand vermischen und in eine Saatschale füllen
  • Die feinen Samen mit Vogelsand vermischen, aussäen und dünn übersieben
  • Mit Wasser aus dem Handsprüher anfeuchten und auf der warmen Fensterbank aufstellen
  • Bei 18-20 Grad Celsius nimmt die Keimung 8-14 Tage in Anspruch

Kräftige Keimlinge mit mehr als 2 Blattpaaren werden in sandiges Substrat pikiert und bis Mitte Mai leicht feucht gehalten.
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[h=Im Topf]
Im Topf und Blumenkasten begeistert das Portulakröschen als halbstehende und halbhängende Balkonschönheit. Freuen Sie sich auf eine märchenhafte Blütenfülle, wenn Sie die folgenden Pflegemaßnahmen beherzigen:

  • Über einer Drainage aus Tonscherben ein torfarmes, mageres Substrat einfüllen, wie Einheits-, Pikier- oder Kräutererde
  • Je laufendem Meter Balkonkasten 5-6 Blumen einpflanzen und angießen
  • Nur wenig gießen, wenn das Substrat gut angetrocknet ist
  • Bis zum Ende der Blütezeit alle 4 Wochen mit flüssigem Kräuter- oder Sukkulentendünger verwöhnen
  • Verwelkte Blüten zeitnah ausputzen, um die kräftezehrende Samenbildung zu vermeiden

In Anbetracht der kinderleichten Vermehrung mittels Aussaat, lohnt sich der Aufwand einer Überwinterung auf der Fensterbank nicht.
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[h=Giftig]
Die enge botanische Verwandtschaft des Portulakröschens (Portulaca grandiflora) mit Sommer-Portulak (Portulaca oleracea) und Winter-Portulak (Claytonia perfoliata), den schmackhaften Kräuterpflanzen und Wildgemüsen, verleitet Hobbygärtner immer wieder dazu, von der Blume zu naschen. Wenngleich die Blume nicht giftig ist, enttäuscht ihr Geschmack doch sehr. Immerhin fungieren die Blüten als hübsche Dekoration kalter und warmer Speisen oder Getränke.
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Schöne Sorten

  • Sundial Chiffon: Seidig zarter Blütenflor mit halb gefüllten Blüten in Rosarot und früher Blüte ab Juni
  • Sundial Gold: Wunderschönes Portulakröschen mit gerüschten Blütenköpfchen in Gold-gelb und dichter Verzweigung
  • Sundial Orange: Kleines Portulaca grandiflora, das sich mit dunkel orangefarbenen Blüten in Szene setzt
  • Bicolor: Premium-Sorte mit gelben und pinken Blüten; der ideale Bodendecker für sonnige, heiße Lagen
  • Stopwatch Cream: Malerische Sommerblume, deren cremefarbene Blüten eine rosafarbene Mitte ziert
Text: Paula Jansen

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