Kapkörbchen pflanzen und pflegen

Eingewandert aus den sonnendurchfluteten Regionen Südafrikas, verwandeln Kapkörbchen den Sommergarten in ein Blütenmeer. Ihren strahlenförmigen Blüten verdanken die kleinen Schönheiten ihren zweiten Vornamen Kapmargerite. Warum die neuen Lieblinge für Beet und Balkon bei Anfängern und Fortgeschrittenen so populär sind, liegt nicht zuletzt in ihrer unkomplizierten Kultivierung begründet. Lesen Sie hier kompakte Antworten auf oft gestellte Fragen.

Kapmargerite
Kapkörbchen bringen Farbe ins Beet

Kapkoerbchen richtig pflanzen

Anfang/Mitte Mai öffnet sich das Zeitfenster, um die vorgezogenen oder fertig gekauften Kapkörbchen auszupflanzen. Stellen Sie die eingetopften Wurzelballen in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Derweil legen Sie am sonnigen Standort im Abstand von 15-20 cm kleine Pflanzgruben an, um die ausgetopften Jungpflanzen darin einzusetzen. Reichern Sie zuvor den Aushub mit Kompost an und verfüllen die kleinen Gruben bis knapp unter dem unteren Blattpaar mit dem optimierten Substrat. Gießen Sie zum guten Schluss an und breiten eine Mulchschicht aus. Im Topf oder Balkonkasten verläuft die Pflanzung ähnlich, wobei zusätzlich eine Drainage aus Kieseln oder Tonscherben zwischen Bodenöffnung und Substrat eingefügt wird.

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Pflegetipps

Die tragenden Säulen einer fachgerechten Pflege bestehen aus einem bescheidenen Wasser- und Nährstoffhaushalt sowie einem Schnitt zur rechten Zeit. Auf diese Maßnahmen kommt es an:

  • Kapmargerite mäßig gießen, ohne Staunässe zu verursachen
  • Im Blumenbeet zwei Mal pro Saison düngen mit Kompost, im Mai im Rahmen der Pflanzung sowie im Juli
  • Im Balkonkasten und Topf von Mai bis September alle 2 Wochen flüssig düngen
  • Verwelkte Blütenstängel konsequent abschneiden, um eine Nachblüte zu fördern

Kapkörbchen im Topf oder Balkonkasten tragen Sie rechtzeitig vor dem ersten Frost in ein helles Winterquartier. Bei 10-15 Grad Celsius gießen Sie ab und zu. Gedüngt wird während der Winterruhe nicht.
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Welcher Standort ist geeignet?

Am warmen, sonnigen Standort fühlt sich die Kapmargerite heimisch. Damit die aufrechten Blütenstängel nicht umkippen, ist eine windgeschützte Lage ideal. Ein sandig-lehmiger, humoser und mäßig trockener Boden treibt die Sommerblume zu floralen Höchstleistungen an.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

Ausgepflanzt ins sommerliche Blumenbeet, gedeiht die Kapmargerite vital und üppig in humoser, gut durchlässiger, sandig-lehmiger Erde. Halten Sie Ausschau nach einem frischen bis mäßig-trockenen Boden, denn Staunässe kann die kleine Schönheit so gar nicht leiden. Für die Kultivierung im Balkonkasten oder Topf empfehlen wir daher eine qualitativ gute Blumenerde auf Kompostbasis, angereichert mit Sand, Lavagranulat oder Blähton.(20,95€ bei Amazon*)

Was ist die beste Pflanzzeit?

Für fertig gekaufte oder im Haus vorgezogene Kapkörbchen signalisiert der Auszug der Eisheiligen Mitte Mai den Beginn der Pflanzzeit. Das macht Sinn, angesichts eines Temperaturminimums von 10-15 Grad Celsius.

Wann ist Blütezeit?

Angesiedelt am sonnigen, warmen Standort, zeigt die Kapmargerite von Mai bis September ihren schönsten Blütenflor. Es ist keine Seltenheit, dass die aparte Sommerblume zwischenzeitlich eine kurze Blühpause einlegt. Lassen Sie sich davon nicht irritieren. Schneiden Sie verwelkte Blütenstängel ab und pflegen das Kapkörbchen weiterhin. Nach kurzer Zeit entfalten sich die Strahlenblüten aufs Neue.
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Kapkoerbchen richtig schneiden

Ein umsichtiger Rückschnitt zur rechten Zeit entlockt einer Kapmargerite zahlreiche neue Knospen und Blüten. Schneiden Sie verwelkte Blütenstängel kontinuierlich heraus, bleibt das gepflegte Erscheinungsbild erhalten. Warten Sie nicht, bis sich Samenstände bilden, denn diese kosten einem Kapkörbchen unnötig viel Kraft, die besser in eine Nachblüte investiert wird. Als Vasenschmuck oder Blumenstrauß schneiden Sie die schönsten Blütenstängel, wenn sie sich soeben geöffnet haben in den frühen Morgenstunden.
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Kapkoerbchen gießen

Eine konstante Bodenfeuchte auf mäßigem bis niedrigem Niveau gefällt der Kapmargerite besonders gut. Gießen Sie die Blume im Beet erst dann, wenn das Regenaufkommen nicht ausreicht. Im Blumenkasten (13,30€ bei Amazon*) prüfen Sie alle 1-2 Tage den Feuchtigkeitsgehalt des Substrats. Bei angetrockneter Oberfläche geben Sie solange Wasser auf die Wurzelscheibe, bis die ersten Tropfen in den Untersetzer laufen.

Kapkoerbchen richtig düngen

Für Kapkörbchen im Freiland beschränkt sich die Nährstoffzufuhr auf die Gabe von Kompost und Hornspänen (12,66€ bei Amazon*) im Mai und Juli. Arbeiten Sie das organische Material nur ganz leicht in die Erde ein und gießen anschließend. Gedeiht die Kapmargerite im Balkonkasten, verabreichen Sie von Mai bis September alle 14 Tage einen Flüssigdünger für Blühpflanzen.

Überwintern

Die Kapmargerite verfügt über die florale Lebenskraft für ein mehrjähriges Wachstum. Da die südafrikanische Schönheit keinen Frost erträgt, können die Blumen im Pflanzgefäß im Herbst eingeräumt werden. Schneiden Sie die Pflanze bodennah ab, sobald alle Blätter eingezogen sind. Im hellen Winterquartier bei 10-15 Grad Celsius gießen Sie den Wurzelballen ab und zu. Gedüngt wird bis zum nächsten Frühling nicht. Vor dem Auswintern topfen Sie die Pflanze um in frisches Substrat und gewöhnen den jungen Austrieb schrittweise an die Sonne.
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Kapkoerbchen vermehren

Um eine Kapmargerite mittels Stecklingen zu vermehren, schneiden Sie die Blume vor dem Einräumen nicht zurück. Stattdessen wählen Sie im Februar/März die kräftigsten Stiele mit einer Länge von 6-8 cm aus. Diese setzen Sie in kleine Töpfchen, die mit magerer Anzuchterde gefüllt sind. Eventuelle Blätter werden zuvor entfernt. Am halbschattigen, warmen Fensterplatz halten Sie das Substrat konstant feucht. Bis Mitte Mai halten Sie vitale Kapkörbchen in Händen, bereit für die Auspflanzung im Beet und Blumenkasten.

Alternativ sammeln Sie im Herbst die geflügelten Samen ein, bevor der Wind sie in alle Richtungen verteilt. Bis Februar bewahren Sie das Saatgut im trockenen, dunklen Schraubglas auf. Ausgesät wird auf magerem Torf-Sand oder Saaterde. Bei 18-20 Grad Celsius auf der halbschattigen Fensterbank setzt die Keimung innerhalb von 14 Tagen ein.

Kapkoerbchen im Topf

Verwenden Sie einen hellen Topf, damit am sonnigen Standort der Wurzelballen nicht überhitzt. Eine Tonscherbe über dem Wasserablauf beugt Staunässe effektiv vor. Wählen Sie ein Torf-armes Substrat auf Kompostbasis, dem Sie etwas Sand oder Lavagranulat hinzufügen. Gießen Sie die Kapmargerite mäßig und düngen von Mai bis September alle 14 Tage. Schneiden Sie verwelkte Blütenstängel zeitnah ab, verzweigt die Pflanze weiter und bringt zahlreiche frische Knospen hervor. Vor dem ersten Frost räumen Sie den Topf ein ins helle Winterquartier mit 10-15 Grad Celsius.

Ist Kapkoerbchen giftig?

Die Kapmargerite ist ausgezeichnet geeignet für die Begrünung eines Familiengartens, denn giftige Bestandteile enthält die Blume nicht. Freilich wird ein weiterer Korbblütler ebenfalls als Kapkörbchen bezeichnet und präsentiert ebenfalls ein Astern-ähnliches Wachstum. Die Rede ist von der Kapringelblume aus der Gattung Dimorphotheca. Ihre Inhaltsstoffe gelten als bedenklich für Mensch und Tier. Fragen Sie beim Erwerb daher genau nach, ob es sich um die Kapmargerite der Gattung Osteospermum handelt.
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Schöne Sorten

  • Double Berry White: Schöne Kapmargerite mit gefüllter Mitte, umringt von weiß-violetten Zungenblüten; 20-40 cm
  • Elektra: Neue Züchtung mit lavendelblauem Blütenkranz um eine purpur-farbene Scheibe; 35-50 cm
  • Akila Daisy White: Prämierte Kapmargerite mit 5 cm großen weißen Blüten, gelbem Herzen und sehr langer Blütezeit; 25-30 cm
  • Pink Whirls: Futuristische Optik dank löffelartiger Blüten rund um blaue, gelb umrandete Körbchenblüten; 25-30 cm
  • Emotion Yellow: Die gelben Strahlenblüten leuchten mit der Sonne um die Wette von Mai bis September; 25-40 cm
Text: Paula Jansen

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