Margeriten

Margeriten: Schön anzusehen, aber sind sie auch giftig?

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Die Margerite, ein Mitglied der Familie der Korbblütler, ist nicht nur eine Augenweide im Garten, sondern bietet auch eine überraschende Vielfalt an Verwendungsmöglichkeiten. Dieser Artikel befasst sich mit den möglichen allergischen Reaktionen, den essbaren Teilen, der homöopathischen Anwendung und dem Trocknen von Margeriten.

Margerite essbar
Margeriten sind zwar nicht giftig, können aber Hautreizungen hervorrufen

Allergische Reaktionen und Hautreizungen

Als Mitglied der Familie der Korbblütler kann die Margerite bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen. Diese äußern sich meist durch Hautrötungen, Schwellungen und Juckreiz, können aber auch zu nässenden Hautstellen und einem brennenden Gefühl führen.

Darüber hinaus enthalten Margeriten Polyacetylene, welche bei manchen Menschen Kontaktdermatitis auslösen können. Diese Hautreaktion zeigt sich vor allem durch Rötungen und Juckreiz an den Kontaktstellen.

Um Hautreizungen vorzubeugen, empfehlen wir Ihnen, beim Umgang mit Margeriten Handschuhe zu tragen, insbesondere wenn Sie zu empfindlicher oder trockener Haut neigen.

Essbare Teile

Essbare Teile

Die verschiedenen essbaren Teile der Margerite bereichern jede saisonale Küche

Die Margerite ist ein vielseitiges Wildkraut, das vom Frühling bis in den Winter hinein kulinarische Genüsse bietet. Entdecken Sie die verschiedenen essbaren Teile und bereichern Sie Ihre Küche mit dem milden Aroma der Margerite:

  • Junge Blätter: Die jungen Blätter, geerntet von März bis April, verleihen Salaten und Brotaufstrichen eine frische, frühlingshafte Note.
  • Blüten und Knospen: Von Mai bis Juli können Sie die Blüten und Knospen ernten. Ihr mild-süßliches Aroma erinnert an Karotten und eignet sich hervorragend als Rohkostdekoration oder als leicht gedünstete Beilage.
  • Wurzeln: In der kalten Jahreszeit bieten die Wurzeln der Margerite eine interessante Abwechslung auf dem Speiseplan. Ihr leicht rübenartiger Geschmack harmoniert gut mit winterlichen Gerichten.
  • Blütenköpfe: In Olivenöl gebraten, werden die voll aufgeblühten Blütenköpfe zu einer köstlichen und optisch ansprechenden Beilage.
  • Knospen als Kapernersatz: Eingelegte Blütenknospen in einer Mischung aus Essig, Wasser, Salz und Zucker dienen als schmackhafte Alternative zu Kapern.

Homöopathische Anwendung

Homöopathische Anwendung

Die Wiesenmargerite wird aufgrund ihrer beruhigenden Wirkung auf das Nervensystem geschätzt

Die Wiesenmargerite hat sich in der Homöopathie als bewährtes Mittel etabliert. Sie wird traditionell zur Beruhigung des Nervensystems und zur Unterstützung der Schweißdrüsen eingesetzt. Darüber hinaus kann sie bei rechtsseitigen, reißenden Schmerzen in Kiefer und Schläfe sowie bei Zahnschmerzen und Entzündungen im Mundbereich Linderung verschaffen.

Trocknen von Margeriten

Trocknen von Margeriten

Gesunde, vollständig geöffnete Blüten garantieren ein erfolgreiches Trocknen der Margeriten

Die dekorativen Blüten der Margerite eignen sich hervorragend zum Trocknen. Sie können anschließend zur Zubereitung von Tee oder für Dekorationszwecke verwendet werden. So trocknen Sie Margeriten erfolgreich:

  1. Blütenauswahl: Wählen Sie gesunde, vollständig geöffnete Blüten ohne Schädlingsbefall aus.
  2. Vorbereitung: Binden Sie die Stängel locker mit Bast oder Bindfaden zusammen, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.
  3. Trocknungsort: Hängen Sie den Strauß kopfüber an einem trockenen, dunklen und warmen Ort mit guter Luftzirkulation auf.
  4. Trocknungszeit: Die Trocknungszeit beträgt etwa 2 bis 4 Wochen, abhängig von den Umgebungsbedingungen.

Alternativ können Sie die Blüten auch in der Mikrowelle trocknen. So verkürzt sich die Trocknungszeit auf wenige Minuten.

Lagerung: Lagern Sie die getrockneten Blüten in einem trockenen Raum, um ihre Langlebigkeit zu gewährleisten. Schützen Sie sie vor Staub und Feuchtigkeit, indem Sie sie bei Nichtgebrauch vorsichtig in trockenes Papier einwickeln.

Bilder: HAndrii / iStockphoto