Margeriten und Gänseblümchen: der kleine Unterschied

In jedem Garten sind sie zu finden: Weiße Blüten mit einer leuchtend gelben Mitte. Mal wachsen sie als kleine Blümchen mitten auf dem Rasen, mal als üppige Staude im Beet. Sind es Gänseblümchen oder Margeriten oder sind beides das Gleiche?

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Margeriten sind größer als Gänseblümchen

Sind Margeriten und Gänseblümchen miteinander verwandt?

Ja, die beiden sind durchaus miteinander verwandt, allerdings nur weitläufig. Margeriten (bot. Leucanthemum) und Gänseblümchen (bot. Bellis) gehören zwar beide zur Familie der Korbblütler (bot. Asteraceae), aber es handelt sich um zwei unterschiedliche Pflanzengattungen. Margeriten und Gänseblümchen sind also nicht das Gleiche.

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Was ist der Unterschied zwischen Margeriten und Gänseblümchen?

Optisch ähneln sich Margeriten und Gänseblümchen so sehr, dass man die Pflanzen für Schwestern halten könnte. Gravierend ist aber der Größenunterschied, er macht eine Verwechslung nahezu unmöglich. Gänseblümchen werden nur maximal 20 Zentimeter groß, meist jedoch etwa 3 bis 15 Zentimeter. Margeriten können dagegen eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen. Während Margeriten etwa von Mai bis August blühen, währt die Blütezeit der Gänseblümchen von März bis November.

Gibt es unterschiedliche Arten von Margeriten?

Ja, es gibt etwa 40 verschiedene Arten von Margeriten, die teilweise rein äußerlich sehr verschieden sind und auch unterschiedliche Ansprüche an ihren Standort stellen. Nicht alle Arten haben die klassischen weißen Blüten. So sind bei der Strauchmargerite auch rosafarbene Blüten zu finden und die beliebte Bornholmer Margerite zeigt sich in zahlreichen Farbschattierungen von weiß über rosa bis hin zu lila. Bienenfreundlich sind jedoch alle Arten.

Tipp

Sonderform Bornholmer Margerite

Die Bornholmer Margerite (bot. Osteospermum barberae) ist hierzulande auch als Kapkörbchen oder Kapmargerite bekannt. Sie bildet eine eigene Gattung in der Familie der Korbblüter und ist damit genauso eng mit der klassischen Margerite verwandt wie das Gänseblümchen.

Text: Ursula Eggers