So vermehren Sie die Gazania – die besten Tipps

Die pflegeleichte Gazania öffnet ihre Blüten im Laufe des Vormittags nur bei Sonnenschein, daher hat sie ihren deutschen Namen "Mittagsgold" auch nicht zu Unrecht. Sie lässt sich relativ leicht aus Stecklingen ziehen oder auch aussäen.

Gazanien Vermehrung
Gazanien werden frühestens Ende April ausgepflanzt
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Gibt es verschiedene Arten der Gazania?

Weltweit gibt es etwa 25 bis 30 Arten der Gazania. Viele Sorten sind goldgelb mit rötlicher oder kastanienbrauner Zeichnung. Es gibt aber auch weiße, rosa und rote Strahlenblüten, meist mit einer ringförmigen Zeichnung in der Mitte. Sie können einen Durchmesser von bis zu 10 cm erreichen. Die im Handel erhältlichen Hybriden werden meistens als einjährige Sommerblumen verkauft.

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Kann ich gesammelte Samen meiner eigenen Pflanzen verwenden?

Hybriden gibt es von zahlreichen Pflanzenarten in einer großen Farbvielfalt, oft sind diese jedoch nicht fortpflanzungsfähig. Entweder bilden sie keine Samen aus oder diese keimen nur sehr schlecht. Außerdem sind die Samen nicht sorten- und farbrein. Man weiß also nie, was bei der Anzucht herauskommt. Die meisten Gazanien im Handel sind solche Hybriden. Aus diesem Grund sollten Sie lieber Samen kaufen, als diese zu sammeln.

Kann ich Gazanien durch Stecklinge vermehren?

Gazanien lassen sich auch durch Stecklinge vermehren. Dies ist praktisch die einzige Möglichkeit, Nachkömmlinge von Ihren eigenen Pflanzen zu bekommen. Schneiden Sie die Stecklinge im Spätsommer. Am besten pflanzen Sie die Stecklinge gleich in Töpfe, so dass Sie diese zum Überwintern in ein frostfreies Winterquartier bringen können, denn Gazanien sind bei uns nicht winterhart.

Wählen Sie einige kräftige Triebe von etwa 10 bis 15 cm Länge und entfernen Sie die unteren Blätter. Dann stecken Sie die Triebe in Anzuchtsubstrat und halten dieses leicht feucht. Ist das Substrat zu nass, dann beginnen die Stecklinge schnell zu faulen, statt dass sie Wurzeln bilden. Wie bei der Aussaat sollte auch hier eine angenehme Temperatur vorherrschen, denn allgemein ist die Gazanie eher wärmeliebend. Im Frühjahr müssen die Jungpflanzen dann langsam an kältere Temperaturen gewöhnt werden.

Was muss ich bei der Aussaat beachten?

Damit Ihre Gazanie rechtzeitig im Juni blühen kann, beginnen Sie zeitig mit der Aussaat. Von Februar bis April streuen Sie die Samen auf ein spezielles Anzuchtsubstrat oder ein Gemisch aus Blumenerde und Sand.

Da es sich um Lichtkeimer handelt, dürfen diese Samen nicht mit Erde bedeckt werden werde, sie sollten während der Keimzeit jedoch immer leicht feucht gehalten werden. Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen Platz. Achten Sie außerdem auf eine gleichmäßige Temperatur von etwa 18 – 20 °C, dann werden nach ca. 15 Tagen die ersten Keimlinge zu sehen sein.

In einem Mini-Gewächshaus oder unter einer durchsichtigen Folie können Sie Luftfeuchtigkeit und Temperatur leichter auf einem gleichmäßig hohen Niveau halten. Lüften Sie einmal täglich Ihre Samen, damit sich kein Schimmel bilden kann. Sobald alle Samen gekeimt sind, können Sie die Folie entfernen.

Junge Gazanien auspflanzen

Ab Ende April oder Mai, je nach Wetterlage, können sie Ihre jungen Gazanien an die frische Luft gewöhnen und tagsüber nach draußen stellen. Es sollte relativ warm und sonnig sein. Stellen sie Ihre Gazanien auf keinen Fall in den Regen. Über Nacht holen Sie die Pflanzen wieder in die Wohnung oder ins Haus. Erst nach den Eisheiligen darf das Mittagsgold in den Garten und auf den Balkon gepflanzt werden.

Die einzelnen Schritte bei der Aussaat:

  • Blumenerde mit Sand mischen
  • Gemisch in ein Anzuchtgefäß füllen
  • Samen aufstreuen
  • nicht mit Erde bedecken
  • leicht anfeuchten
  • in ein Mini-Gewächshaus stellen oder mit durchsichtiger Folie bedecken
  • an einen hellen Platz stellen
  • leicht feucht halten
  • Temperatur bei 18 – 20 °C halten
  • täglich kurz lüften
  • Keimdauer ca. 15 Tage
  • mit vier bis sechs Blättern umpflanzen

Tipps

Möchten Sie gern eine Nachzucht Ihrer eigenen Gazanien, dann vermehren Sie diese durch Stecklinge. Nur so bekommen Sie Pflanzen, die in Wuchsform, Größe und Blütenfarbe der Ursprungspflanze entsprechen.

Text: Ursula Eggers

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